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Entlarvung eines modernen Generalmajors?

Der fiktive Generalmajor aus Gilbert und Sullivans komischer Oper „Die Piraten von Penzance” aus dem Jahr 1879 prahlt in seinem berühmten Lied mit seinem äußerst umfangreichen Allgemeinwissen. Er gehört wahrlich nicht zu den bescheidensten Menschen und behauptet auf komische Weise, sich in den unterschiedlichsten Themen auszukennen oder diese zu verstehen und sagt dem Publikum immer wieder, er sei „the very model of a modern Major-General” („die perfekte Personifizierung eines modernen Generalmajors”).

Es sind daher gewisse Parallelen festzustellen, wenn seit kurzem die Bewegung derjenigen, die für eine freie Wahl in Gesundheitsfragen eintreten, mit den zunehmend bizarren Behauptungen eines Generalmajors aus dem echten Leben konfrontiert ist, ein Mann, der – fast wie sein Pendant aus den Piraten von Penzance – behauptet, ein Experte in den unterschiedlichsten Angelegenheiten zu sein.

Generalmajor Albert (Bert) N. Stubblebine III (U.S. Army, a. D.)

Generalmajor Albert (Bert) N. Stubblebine III (U.S. Army, a. D.)

Generalmajor Albert (Bert) N. Stubblebine III (U.S. Army, a. D.) graduierte im Jahr 1952 von The United States Military Academy (West Point) und diente 32 Jahre lang in der US Army. Er begann seine Laufbahn als Armor Officer und durchlief anschließend mehrere Dienstgrade und führte Truppen auf jeder Befehlsebene der Army. Außerdem hatte er verschiedene hochrangige Positionen in der US Army Intelligence inne. Zu seinen Zuständigkeiten als General Officer gehörte das US Army Intelligence Center and School, das Army'S Electronic Research and Development Command (ERADCOM) und das US Army Intelligence and Security Command (INSCOM). In seiner aktiven Dienstzeit gestaltete Stubblebine außerdem die Nachrichtenarchitektur der US Army um und strukturierte den Army Intelligence-Lehrplan neu. Nach seinem Ausscheiden aus der Armee im Jahr 1984 war er bis 1990 als Vice President for Intelligence Systems in der BDM Corporation tätig, einem privaten Unternehmen aus dem Verteidigungssektor, und agierte dann als Teilzeit-Consultant für zwei Auftragnehmer der öffentlichen Hand: ERIM und die Space Applications Corporation (SAC). Seit kurzem sitzt Stubblebine zusammen mit seiner Ehefrau, der Psychiaterin Rima Laibow, im Vorstand von Canadian Submarine Technologies Inc und behauptet, der Entwickler von AEGIS zu sein, „einer bedeutenden privaten Initiative zu Homeland Security (Heimatschutz)”.

Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der daraus resultierenden Nähe zur US-Regierung zog die Gemeinschaft derjenigen, die für eine freie Wahl in Gesundheitsfragen eintreten, Anfang 2005 allmählich erstaunt die Augenbrauen hoch, als Stubblebine, zusammen mit Rima Laibow, die Website der Natural Solutions Foundation ins Leben rief und anfing, sich als Experten zum Codex Alimentarius anzupreisen.

Aber obwohl es sich hier um einen Mann handelt, der vorher verschiedene hochrangige Positionen bei US Army Intelligence innegehabt hatte und der sich daher sicherlich bewusst war, wie wichtig es ist, beim Sammeln von Informationen Genauigkeit walten zu lassen, wurde es für erfahrene Beobachter aus der Gemeinschaft derjenigen, die für eine freie Wahl in Gesundheitsfragen eintreten, schnell klar, dass Stubblebine entweder seine Hausaufgaben nicht richtig gemacht hatte oder dass er und Laibow absichtlich über ihre Website und in Pressemitteilungen ungenaues und irreführendes Material zum Codex und anderen damit verbundenen Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln verbreiteten. Und obwohl erfahrene Beobachter aus der Gemeinschaft derjenigen, die für eine freie Wahl in Gesundheitsfragen eintreten, wiederholt ihre Bedenken zum Ausdruck brachten, fuhren Stubblebine und Laibow mit der Verbreitung dieses Materials fort und ignorierten geflissentlich Aufforderungen, diese Materialien von ihrer Website zu entfernen.

Die Ungenauigkeit ihrer schriftlichen Aussagen zum Codex erreichten im Juli 2005 einen neuen Höhepunkt, als Stubblebine und Laibow nach der Verabschiedung restriktiver neuer globaler Richtlinien für Vitamin- und Mineralstoffergänzungsmittel durch die Codex Alimentarius Kommission bekannt gaben, dass bei der Konferenz der Kommission ein Wunder geschehen sei. Unter den erstaunten Blicken der Gemeinschaft derjenigen, die für eine freie Wahl in Gesundheitsfragen eintreten, behaupteten Stubblebine und Laibow weiterhin, dass während der Konferenz ein Under Secretary for Food Safety (Untersekretär für Lebensmittelsicherheit) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) „sich streng, deutlich und vernichtend zu der Tatsache geäußert hat, dass der Codex nur einen geringen Beitrag zur Gesundheit der Menschen geleistet hat” und dass die WHO festgestellt habe, dass „die Dinge in Zukunft anders sein werden”. Natürlich bewies die Dr. Rath Health Foundation später endgültig, dass diese Behauptungen im Wesentlichen entweder falsch oder übertrieben waren; allerdings konnte dies leider nicht die inzwischen wachsende Flut von ungenauen Behauptungen eindämmen, die Stubblebine und Laibow von sich gaben.

Als Nächstes behauptete Stubblebine zum Beispiel nach einer Konferenz des Codex Komitees für Lebensmittelkennzeichnung in Ottawa (Kanada) im Mai 2006, dass das Ergebnis der Konferenz ein „überwältigender Sieg” für Freiheit in Gesundheitsfragen sei, und das trotz der Tatsache, dass eine derartige Behauptung keinerlei Grundlage hat, wie die Dr. Rath Health bewies und wie auch von anderen erfahrenen Beobachtern, die bei der Konferenz anwesend waren, bestätigt wurde, auch vom Rechtsberater der Natural Solutions Foundation selbst.

Es ist daher vielleicht keine Überraschung, dass Stubblebine nicht freundlich reagierte, als er wiederholt derartig öffentlich bloßgestellt wurde, und anschließend Paul Anthony Taylor im Juli 2006 bei der Konferenz der Codex Alimentarius Kommission in Genf konfrontierte. Paul fasst dieses Treffen wie folgt zusammen:

Sofort nach dem Ende der Konferenz kam Bert Stubblebine auf mich zu und stellte sich so vor mich hin, dass ich ihm kaum ausweichen konnte. Sein Auftreten war etwas aggressiv, und einmal musste ich ihm sagen, dass es nicht nötig war, zu schreien, denn seine laute Stimme und sein bedrohliches Verhalten weckten allmählich die Aufmerksamkeit anderer Delegierter. Er behauptete, der Grund für seinen Ärger sei der Artikel der Foundation zur Konferenz des Codex in Ottawa, sowie die Artikel Miracle in Rome? (Wunder in Rom?) und Be Wary of the Instant Experts (Warnung vor den Instant-Experten), die vor kurzem überarbeitet worden waren und jetzt seinen Namen sowie den von Rima Laibow enthalten. Er fragte mich, ob ich diese Artikel geschrieben habe, und ich antwortete, die Entscheidung, ihn darin namentlich zu nennen, sei vom Executive Board der Dr. Rath Health Foundation getroffen worden. Ich fragte ihn im Gegenzug, ob er mit einer der sachlichen Korrekturen, die die Dr. Rath Health Foundation bezüglich der fiktiven Natur des von seiner Organisation herausgebrachten Materials veröffentlicht hat, nicht einverstanden sei, und wenn ja, mit welchen? „Mit allen”, antwortete er.

Rima Laibow, Rede an der Northwest Missouri State University, November 2005

Rima Laibow, Rede an der Northwest Missouri State University, November 2005

Inzwischen war auch seine Frau, Rima Laibow, dazu gekommen, die mir – geradezu weiß vor Wut – daraufhin einige genau der Fragen stellte, die auch Bert gerade an mich gerichtet hatte. Ich sagte ihr daher, dass ich Bert schon die Antworten auf diese Fragen gegeben hatte und daher keinen Grund sah, sie noch einmal zu beantworten. Rima fragte mich dann: „Wer bildet das Executive Board der Dr. Rath Health Foundation?”, und ich sagte ihr, die Namen seien alle auf der Website der Foundation genannt. Da machten beide auf dem Absatz kehrt und rauschten wutentbrannt davon, und Rima murmelte dabei etwas, das so klang wie „sie fänden diese Informationen sehr interessant”.

Die Dr. Rath Health Foundation ist der Ansicht, dass die Bewegung derjenigen, die für eine freie Wahl in Gesundheitsfragen eintreten, jetzt mehrere wichtige Fragen an Stubblebine und die Natural Solutions Foundation richten muss:

  1. Warum stehen Codex Berichte, die von der Natural Solutions Foundation herausgegeben werden, zunehmend im Widerspruch zu denjenigen erfahrener Beobachter, auch derjenigen aus dem eigenen Legal Counsel?

  2. Warum behauptet die Natural Solutions Foundation, dass Wunder und überwältigende Siege für freie Wahl in Gesundheitsfragen bei Konferenzen des Codex gefeiert werden können, wenn es in Wirklichkeit keine derartigen Wunder oder überwältigenden Siege gibt?

  3. Warum lässt Stubblebine – ein Mann, der verschiedene hochrangige Positionen bei US Army Intelligence innegehabt hatte und daher genau weiß, wie wichtig es ist, dass man beim Sammeln von Informationen Genauigkeit walten ist – weiterhin zu, dass die Artikel und Pressemitteilungen der National Solutions Foundation zahlreiche entscheidende Ungenauigkeiten enthalten, und warum weigert er sich, diese zu korrigieren?

  4. Wollte Stubblebine Paul Anthony Taylor im Juli 2006 bei der Konferenz der Codex Alimentarius Kommission in Genf einschüchtern?

  5. Bedenkt man, dass Stubblebine einmal vor einem Gerichtshof zugab, dass seine „wirkliche Fachkenntnis im staatlichen Bereich, hauptsächlich im Nachrichtendienst” liegt und er, als er gefragt wurde, ob er noch andere Fähigkeiten besitze, antwortete „Keine besonderen”, zu welchem Schluss soll dann nach seinen Erwartungen die Gemeinschaft der Menschen, die sich für freie Wahl in Gesundheitsfragen einsetzen, bezüglich seiner Verbreitung ungenauen und irreführenden Materials zum Codex und zu anderen damit verbundenen Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln kommen?

Ist Albert Stubblebine „die perfekte Personifizierung eines modernen Generalmajors”? Wir überlassen es Ihnen, sich dazu Ihre eigene Meinung zu bilden, und können uns nur fragen, welche Ansicht Gilbert und Sullivan dazu vertreten hätten. Eines ist jedoch sicher: Der fiktive Generalmajor aus den „Piraten von Penzance” mit seinem „pretty taste for paradox”, seiner „Vorliebe für das Paradoxe”, würde sicherlich einen Mann mit einem nachrichtendienstlichen Hintergrund, der anscheinend die Fakten nicht richtig darstellen kann, höchst interessant finden.

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