Der Zusammenhang zwischen Skorbut und Herzerkrankungen
Lösung für das Problem der Herz-Kreislauf-Erkrankung
Historischer Vortrag von Dr. Rath an der Stanford Universität
Palo Alto, Kalifornien, 4. Mai 2002
Ich gratuliere der Stanford Universität dazu, dass sie sich mit
dem Bedarf an präventiven und natürlichen Antworten auf die
Todesursache Nummer eins in den Industrieländern beschäftigt.
Im folgenden werde ich Ihnen Tatsachen vorlegen, die belegen, dass Herzinfarkt
und Schlaganfall keine Krankheiten sind, sondern das direkte Ergebnis
eines langfristigen Vitaminmangels. Und aus diesem Grunde können
sie auch auf natürliche Weise behandelt werden, ohne Medikamente
oder operative Eingriffe.
Herzerkrankungen stellen eine frühe Form der Seefahrerkrankheit
Skorbut dar. In meinen Ausführungen kann ich lediglich auf die überzeugendsten
Nachweise eingehen. Wenn Sie nähere Einzelheiten wissen möchte,
so bitte ich Sie, sich unsere Forschungswebseite im Internet anzuschauen.
Alle bestehenden Hypothesen zu der Entwicklung von Herzerkrankungen
haben ein gemeinsames Problem – ihnen mangelt es an menschlicher
Logik. Die Theorie, dass ein hoher Cholesterinspiegel, oxydierte LDL
oder Bakterien die Gefäßwände schädigen, würde
zur Bildung von atherosklerotischen Ablagerungen im gesamten Gefäßsystem
führen. Folglich wäre eine periphere Gefäßerkrankung
das erste Symptom der koronaren Herzerkrankung. Dies ist offensichtlich
nicht der Fall.
Unnötig ist ein Abschluss von der Stanford Universität oder
einer anderen Ausbildungsstätte für Mediziner – jeder
Laie kann dieses Rätsel lösen.
Die Arterien, Venen und Kapillare in unserem Körper sind ein Gefäßsystem,
das 60.000 Meilen lang ist. Dieses System versagt jedoch in 90% der Fälle
an einer bestimmten Stelle: An den Koronararterien, die insgesamt nur
einen winzigen Teil des gesamten Systems ausmachen.
Wenn beispielsweise schlechte Wasserqualität ein Rohrsystem schädigt,
so macht sich dieses überall bemerkbar und nicht nur an einer bestimmten
Stelle. Folglich kann ein erhöhter Cholesterinspiegel nicht die
Ursache für eine Verengung der Herzkranzgefäße sein.
Die Lösung des Rätsels der koronaren Herzerkrankungen muss
deshalb in der Erklärung für die Ablagerungen in den Koronar-Arterien
liegen, die das wichtigste Anzeichen einer Herz-Kreislauferkrankung sind.
Um das Rätsel zu lösen, müssen wir unsere Aufmerksamkeit
weniger auf den Blutfluss und dessen Bestandteile lenken, sondern vielmehr
auf das einzige wichtige Ziel: Die Stabilität der Gefäßwand.
Der Ihnen gezeigte Film zeigt den Zusammenhang zwischen der Herz-Kreislauf-Erkrankung
und der Seefahrerkrankheit Skorbut. Im Gegensatz zu Tieren kann der Mensch
Vitamin C nicht synthetisieren. Ein Mangel an Vitamin C führt zu
zwei entscheidenden morphologischen Veränderungen der Gefäßwand:
Zu einer verminderten Stabilität der Gefäßwände
aufgrund der verringerten Kollagensynthese und zu einem Verlust der endothelialen
Schutzfunktion.
Die Seefahrer der früheren Jahrhunderte starben innerhalb von einigen
Monaten an Blutverlust aufgrund eines Fehlens der körpereigenen
Bildung von Vitamin C kombiniert mit einer vitaminarmen Ernährung
auf See. Als die Indianer diesen Seefahrern Tee aus Baumrinde zu trinken
gaben und sonstige vitaminreiche Nahrung, wurde der Blutverlust gestoppt
und die Gefäßwand auf natürliche Weise geheilt.
Heute erhält jeder Vitamin C und die Krankheit Skorbut ist sehr
selten geworden. Aber fast jeder leidet an chronischem Vitaminmangel.
Mit den Jahren entwickeln sich Mikroschädigungen in der Gefäßwand,
vor allem an Stellen mit einer hohen mechanischen Beanspruchung wie zum
Beispiel den Herzkranzgefäßen. Cholesterin und sonstige Blutbestandteile
gelangen in diese Verletzungen. Sie haben die Aufgabe, die verletzte
Gefäßwand zu reparieren und zu stärken. Ablagerungen
in den Gefäßen sind also nichts weiter als das Ergebnis eines übertriebenen
Reparaturmechanismus für die Gefäßwand, die aufgrund
eines Vitaminmangels destabilisiert wurde.
Wie bei der Seefahrerkrankheit Skorbut leitet Vitamin C den natürlichen
Heilungsprozess der Gefäßwand ein, verhindert somit ein Fortschreiten
der Schädigung und führt sogar zu einem natürlichen Rückgang
der Schädigungen in der Gefäßwand. Im Gegensatz zu aktuellen
Modellen zur Erklärung der Entstehung der Atherosklerose, kann der
Zusammenhang Skorbut/Herzerkrankung alle wichtigen Fragen in der klinischen
Kardiologie von heute beantworten.
Warum bekommen wir einen Infarkt am Herzen und nicht an der Nase oder
an den Ohren? Die Antwort kann auf zwei Faktoren reduziert werden: Strukturelle
Verschlechterung der Gefäßwand aufgrund eines Vitaminmangels
kombiniert mit der mechanischen Beanspruchung aufgrund des Blutstroms
in den Herzkranzgefäßen. An diesem einzigen Punkt macht sich
die zugrundeliegende strukturelle Verschlechterung zuerst bemerkbar.
Warum bekommen wir eine Verkalkung der Arterien und nicht der Venen?
Die Theorie, die auf einem erhöhten Cholesterinspiegel und auf Infektionen
basiert, würde auf jeden Fall auch zu einer Verstopfung der Venen
und der Kapillare führen. Der Zusammenhang Skorbut/Herzerkrankung
bietet die einzige logische Antwort auf dieses Phänomen.
Warum bekommen Tiere keinen Herzinfarkt, sondern nur Menschen? Warum
sind Bären und andere Tiere, die einen Winterschlaf halten, mit
einem Cholesterinspiegel von 600 mg/dl noch nicht aufgrund einer Epidemie
an Herzinfarkten ausgestorben? Die Antwort lautet wie folgt: Tiere produzieren
ihr eigenes Vitamin C in Mengen zwischen 1 Gramm und 20 Gramm pro Tag
im Vergleich zu dem menschlichen Körpergewicht. Diese Mengen an
Vitamin C sind offensichtlich ausreichend, um die Stabilität der
Gefäßwände zu optimieren – und es besteht kein
Bedarf an Statinen.
Warum stehen alle wichtigen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
im Zusammenhang mit einem Vitaminmangel, einschließlich Diabetes,
Fettstoffwechselstörungen, Homocysteinurie und anderen Erkrankungen?
Der gemeinsame Nenner dieser Stoffwechselstörungen: Ausgleich der
mangelnden Stabilität, die aufgrund des Vitaminmangels in der Gefäßwand
entstanden ist. Dies ist auch der Grund, warum ein Mangel an Vitamin
C den Fibringehalt und Thromboxangehalt erhöht, wobei gleichzeitig
der endothelial gebildete Entspannungsfaktor (NO) und Prostacyclin verringert
wird.
Wenden wir uns dem wichtigsten Nachweis für den Zusammenhang zwischen
Skorbut und der Herzkranzgefässerkrankung zu. Das Meerschweinchen
ist wie der Mensch nicht in der Lage, körpereigenes Vitamin C zu
bilden. In unseren veröffentlichten Studien zeigten wir, dass Meerschweinchen
eine Atherosklerose entwickeln, wenn sie lediglich mit solchen Mengen
an Vitamin C gefüttert werden, die den offiziellen Bedarfsempfehlungen
(RDA) für Menschen entsprechen. Die Gefäßveränderungen
sind histologisch nicht von den atherosklerotischen Ablagerungen beim
Menschen zu unterscheiden. Im Gegensatz dazu hat die Kontrollgruppe der
Tiere, die jeden Tag einen Teelöffel Vitamin C erhielten, einwandfreie
Arterien.
Diese Experimente wurden von Meade et al. in einem Tierversuch mit Vitamin
C, dem sogenannten “knock out” Versuch, bestätigt. Die
erste Manifestation in diesen Tieren war die Schädigung der Gefäßwand,
die der frühen Atherosklerose beim Menschen ähnelt.
Wir bestätigten diese Ergebnisse in einer klinischen Studie an
Patienten, bei denen schon Ablagerungen in den Herzkranzgefässen
bestanden, die mit der ultraschnellen Computertomographie gemessen wurden.
Nach Einhaltung eines fest definierten Programms zur Einnahme von Vitaminen
nahm das Voranschreiten der Verkalkung erheblich ab, und in einigen Fällen
wurde sogar das Verschwinden der Schädigungen dokumentiert, wie
Sie es auf diesen CT Bildern sehen können. Kopien der veröffentlichten
klinischen Studie können Sie hier oder online erhalten.
Der Zusammenhang zwischen Skorbut und Herzerkrankung bedeutet einen
Paradigmenwechsel in der Medizin, weg von der Symptomorientierung hin
zu dem einzigen wichtigen präventiven und therapeutischen Ziel:
Die Stabilität der Gefäßwand. Mit der Entdeckung des
Zusammenhangs zwischen Skorbut und Herzerkrankungen ist die "Welt
der Herz-Kreislauf-Krankheiten" keine Scheibe mehr, sondern eine
Kugel.
Nun, da wir den wahren Grund für Herzerkrankungen herausgefunden
haben, ist die Ausmerzung dieser Krankheit nur eine Frage der Zeit. Bereits
in zehn Jahren könnten die Überschriften in den führenden
Zeitungen wie folgt lauten:
- WHO erklärt Herzkrankheiten als ausgerottet
- Der Markt für Statine und andere symptomorientierte Medikamente
ist an der Wall Street zusammengebrochen
- Die Abteilungen für Kardiologie in Stanford und an anderen Ausbildungsstätten
für Mediziner schließen.
- Im Namen von Millionen Patienten mit Herzerkrankungen fordere ich
die Stanford Universität und andere Ausbildungsstätten für
Mediziner auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen, und sich uns bei
der Ausmerzung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen anzuschließen.
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