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Eine Frage an die Europäische Kommission:
Sind Karotten und Paranüsse gefährlicher als Vitaminergänzungspräparate?

Die Europäische Kommission ist gerade im Begriff, endgültige Methoden für die Festlegung der Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln zu verabschieden. Zwar behauptet die Kommission, sie werde ihr Verfahren nach wissenschaftlichen Methoden durchführen, doch Tatsache ist, dass die Höchstmenge für Beta-Carotin möglicherweise auf einem Niveau festgesetzt wird, das unter der in zwei Karotten enthaltenen Menge liegt, und sich die Höchstmenge für Selen wahrscheinlich auf einem Niveau bewegen wird, das unter dem Selengehalt von zwei Paranüssen liegt. Diese und andere Absurditäten werden in einem eindrucksvollen Positionspapier hervorgehoben, das vor kurzem von der britischen Alliance for Natural Health (ANH) veröffentlicht wurde und die Kommission dazu auffordert, ihre Methoden nochmals zu überdenken. Es schlägt außerdem Kriterien vor, die für die Entwicklung eines neuen, wissenschaftlich haltbaren Ansatzes erforderlich wären.

Aber wird die Kommission darauf hören? Oder wird sie jetzt lautstark fordern, Verpackungen von Karotten und Paranüssen mit Warnhinweisen zu versehen?

Das Positionspapier der ANH ist zweifellos vernünftig und enthält gute Argumente. In dem Bewusstsein, dass die Festlegung der Höchstmengen den Zwängen von „Interessengemeinschaften der Industrie” (d.h. der milliardenschweren Pharma-Industrie) und „politischen Prozessen” (d.h. der langjährigen Unterstützung des pharmazeutischen „Geschäfts mit der Krankheit” durch die EU) unterliegt, kommt es zu dem Schluss, dass die beste Methode für die Entwicklung einer besser geeigneten Lösung darin bestünde, diese Aufgabe einer Universität zu übertragen, wo es möglich wäre, diese Lösung in einem unabhängigen, akademischen Rahmen zu entwickeln.

Wir halten dies für einen ausgezeichneten Vorschlag. Schließlich ist für jeden vernunftbegabten Beobachter, der die Entwicklung der bevorzugten Strategie für die Regulierung von Nahrungsergänzungsmitteln der Europäischen Kommission verfolgt, in den letzten Jahren der Eindruck entstanden, einem „Theater der Absurditäten” beizuwohnen. Die Bürger Europas fallen sicherlich nicht reihenweise Überdosierungen von Nahrungsergänzungsmitteln zum Opfer und es gibt in der Tat fundierte Beweise dafür, dass Vitamin- und Nährstoffmangel in der Europäischen Union verbreitet ist. Wenn die Debatte über die Festlegung der Höchstmengen von daher weiterhin von der radikalen und bangemacherischen Propaganda der Kommission gegen Nahrungsergänzungsmittel gelenkt wird, die weit davon entfernt ist, die Interessen der Verbraucher zu schützen, werden die daraus resultierenden Höchstmengen zweifellos sehr zum Nachteil der Gesundheit der Verbraucher ausfallen.

Während die Kommission zu einem früheren Zeitpunkt behauptete, nämlich im Jahr 2002, dass ihr Ziel nicht darin bestehe, Nahrungsergänzungsmittel zu verbieten, und dass die Interessen der Verbrauchen ganz oben auf der Liste ihrer Ziele stünden, ging aus ihrem jüngsten Orientierungspapier hervor, dass die Entscheidungen bezüglich der Höchstmengen in Nahrungsergänzungsmitteln „sich nicht nur auf wissenschaftliche Begründungen stützen können, sondern auch die gegenwärtigen Marktpraktiken berücksichtigen müssen.” Weitaus schlimmer ist die Aussage dieses Papiers, dass die Identifikation dieser Praktiken anscheinend „eine Diskussion mit Interessengruppen der Industrie” erfordere.

Im Klartext heißt das also, dass der bevorzugte Prozess der Kommission für die Festlegung von Höchstmengen einer wissenschaftlichen Prüfung nicht standhalten wird und dass die pharmazeutische Industrie mit großer Wahrscheinlichkeit an diesem Diskussionsprozess beteiligt sein wird.

Deshalb überrascht es nicht, dass die Kommissions-Strategie für die Regulierung von Nahrungsergänzungsmitteln nun zunehmend unter Beschuss gerät. Während wir hinnehmen, dass es Menschen gibt, wie beispielsweise den ehemaligen Pharma-Chef Gert Krabichler, die glauben, dass die Europäische Kommission mit großer Sorgfalt und Transparenz vorgeht, wenn sie diese Vorschriften aufstellt, haben wir stark den Verdacht, dass bei Fortbestehen der radikalen Tendenzen die Höchstmengen letztendlich Gegenstand einer juristischen Auseinandersetzung werden.

Und wir sprechen nicht nur von den Mengenangaben für Beta-Carotin und Selen!

Ein anderes Beispiel: Die offizielle Position der Kommission ist, dass die tolerierbare Höchstaufnahmemenge von Nicotinsäure (Vitamin B3) nur 10 mg betragen soll. In Anbetracht der Tatsache, dass sogar die magere tägliche Verzehrsempfehlung (RDA – recommended daily allowance) der Europäischen Union für Vitamin B3 bei 18 mg liegt, kann man sich unschwer vorstellen, dass alle juristischen Argumente zur Verteidigung dieser Absurdität vor Gericht eine reine Farce gewesen wären.

Deshalb stimmen wir der ANH vollkommen zu, dass der von der Kommission vorgeschlagene Weg zur Festlegung der Höchstmengen keine adäquate wissenschaftliche Grundlage besitzt und daher drastisch geändert werden muss.

Zum Lesen der Pressemitteilung der Alliance for Natural Health, hier klicken.

Zum Lesen des Positionspapiers der Alliance for Natural Health, hier klicken.

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