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Vitamin- und Mineralstoffmangel europaweit verbreitet

Warum hat die Europäische Kommission vor, Tausende von Nahrungsergänzungsmitteln zu verbieten, wo sie doch bereits zugegeben hat, dass die meisten davon unbedenklich sind?

Von Paul Anthony Taylor

Es mehren sich die Beweise dafür, dass Vitamin- und Mineralstoffmangel in der Europäischen Union verbreitet ist. In einem neueren Bericht heißt es zum Beispiel, dass inzwischen bis zu 3,6 Millionen Menschen in Großbritannien an Mangelernährung leiden. Diese Mangelernährung verursacht nach Aussagen der British Association for Parenteral and Enteral Nutrition dem britischen Gesundheitswesen Kosten von derzeit über 10,8 Mrd. € (7,3 Mrd. £) jährlich.

Angesichts von Schätzungen, dass bis zu 6% der Bevölkerung Großbritanniens an einem schwerwiegenden Vitamin- und Mineralstoffdefizit leiden könnten, und der von britischen Krankenhäusern vorgelegten Zahlen, wonach Mangelernährung in allen Altersgruppen und selbst bei Neugeborenen auftritt, drängt sich die Frage nach dem Sinn eines bevorstehenden Richtlinienentwurfs der EU-Kommission – dem Exekutivorgan der Europäischen Union – auf, der droht, dem Verkauf von Tausenden von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten in Europa ein Ende zu bereiten.

Allerdings ist das Problem der Mangelernährung nicht nur auf Großbritannien beschränkt.

Im Jahr 1997 zum Beispiel kam ein Bericht der EU-Kommission zur Nährstoffaufnahme in den Mitgliedstaaten der EU zu der Schlussfolgerung, dass „für es fast alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente eine oder mehrere Bevölkerungsgruppen gibt, bei denen die Aufnahme unter den nationalen Empfehlungen liegt.” Personengruppen mit besonders hohem Risiko sind Frauen, Jugendliche oder Kinder (besonders bei „unausgewogener” Ernährung), ältere Menschen, Frauen vor und während der ersten Schwangerschaftmonate, Menschen mit Gewichtsreduktionsdiäten, Vegetarier, Menschen mit Lebensmittelallergien sowie Menschen, die sich zu einem hohen Anteil von „Fast Food” ernähren und andere Personengruppen.

Die Nährstoffe, bei denen es am häufigsten zu einer Unterversorgung kam, waren Eisen, Jod sowie Vitamin B2, B6 und D – und das, obwohl viele Nährstoffe, mit Ausnahme von Jod, manchen Lebensmitteln bereits als vorgeschriebene Anreicherung beigemischt sind.

Beschränkung des erlaubten Nährstoffgehalts von Nahrungsergänzungsmitteln

In Anbetracht der Ausbreitung des Nährstoffmangels in Europa laufen Naturheilärzte, Experten für natürliche Gesundheit und Millionen Verbraucher Sturm gegen den vorbereiteten Vorschlag der EU-Kommission. Der Protest richtet sich dagegen, noch vor Ablauf dieses Jahres Beschränkungen für die erlaubten Höchstmengen von Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln zu erlassen.

Unabhängige Studien zeigen, dass der Nährstoffgehalt unserer Nahrungsmittel in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken ist. Ein umfangreiches Wissen und wissenschaftlichen Daten über Vitamine und Ernährung stehen seit 50, 60, 70 und sogar 80 Jahren zur Verfügung. Unter völliger Missachtung dieser Kenntnisse rechnet man allgemein damit, dass die von der Kommission geplanten Mengen sehr stark eingeschränkt sein werden und weit unter denen liegen, die notwendig sind, um eine optimale Gesundheit zu erlangen und zu erhalten. Sollten sich diese Erwartungen als richtig erweisen, wird die gesetzliche Durchsetzung dieser Mengen zum Inkrafttreten eines europaweiten Verbots von buchstäblich Tausenden von Nahrungsergänzungsmitteln führen, von denen viele schon seit Jahrzehnten vertrieben und gefahrlos angewendet werden.

Die Europäische Kommission räumt ein, dass die meisten Nahrungsergänzungsmittel unbedenklich sind

Es ist nicht das erste Mal, dass die Pläne der EU-Kommission ihren zuvor gemachten Zusicherungen direkt zuwiderlaufen.

Im Jahr 2002 veröffentlichte beispielsweise der damalige EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, David Byrne, in der letzten Phase vor der Verabschiedung der umstrittenen Nahrungsergänzungsmittelverordnung im Auftrag der Kommission eine Stellungnahme im Internet, in welcher er behauptete: „Es geht nicht darum, Nahrungsergänzungen zu verbieten, wie mancherorts vermutet wurde.”

Die Veröffentlichung von David Byrnes Stellungnahme war die Reaktion auf die große Zahl von Briefen besorgter Bürger an die EU-Kommission, die Bedenken bezüglich dieser Verordnung äußerten und sich gegen ihre Verabschiedung wehrten. David Byrne bemerkte deshalb in seiner Stellungnahme ganz speziell: „Gewiss sind die meisten der derzeit im Handel erhältlichen Produkte sicher und von der zu erwartenden Qualität.”

Wenn es sich also herausstellen sollte, dass die von der Kommission vorgeschlagenen Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe tatsächlich so niedrig sind, wie manche Beobachter behaupten, werden viele Verbraucher, die Nahrungsergänzungsmittel kaufen, zu der durchaus logischen Schlussfolgerung kommen müssen, dass die Kommission bewusst und absichtlich Produkte verbietet, die sie selbst als sicher einstuft.

Möglicherweise war sich David Byrne der großen Zahl von europäischen Bürgern bewusst, die gegen die Nahrungsergänzungsmittelverordnung opponieren, als er sich entschied, seine Stellungnahme mit folgenden Worten zu beenden: „Ich versichere Ihnen, dass Ihre Interessen und diejenigen der Verbraucher im Allgemeinen unser größtes Anliegen waren, als wir die Richtlinie vorschlugen. Meiner Meinung nach haben Sie ein uneingeschränktes Recht darauf, aus einer großen Auswahl an sicheren und ausreichend gekennzeichneten Nahrungsergänzungen wählen und diese kaufen zu können, wenn Sie wollen. Und ich bin weiterhin überzeugt, dass die Richtlinie, die demnächst formal vom Europäischen Parlament und dem Ministerrat verabschiedet wird, dies gewährleistet.”

Wenn die Höchstmengen schließlich verkündet werden, können die Bürger Europas sich selbst davon überzeugen, ob David Byrne und die Kommission die Wahrheit gesagt haben oder ob ihr eigentliches Ziel darin bestand, Nahrungsergänzungsmittel zu verbieten und man uns nur angelogen hat, wie manche behaupten.

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