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Sri Lanka:
Gesundheitsministerium von Sri Lanka gibt Ernährungsrichtlinien
auf
Lebensmittelbasis aus
Mit diesem Artikel sollen die breite Öffentlichkeit sowie Angehörige
des
Gesundheitswesens auf ein Dokument - die Ernährungsrichtlinien auf
Lebensmittelbasis (FBDG) aufmerksam gemacht werden, das nach langer
Zeit
endlich vom Gesundheitsministerium veröffentlicht wurde.
(Sunday Observer / 9. Februar 2003) -- Die Aufgabe, Gesundheitsrichtlinien
für die Einwohner Sri Lankas aufzustellen, geht in das Jahr 2000
zurück, als
das Ministerium einer beratenden Gruppe von mehr als 40 Angehörigen
des
Gesundheitswesens, Lebensmittelwissenschaftlern und Ernährungspolitikplanern
den Auftrag erteilte und diese dann eine Arbeitsgruppe aus neun Mitgliedern
zusammenstellte, die Kenntnisse auf dem Gebiet der Ernährung des
Menschen
hatten. Obwohl die Arbeitsgruppe ihre Aufgabe in 6 Monaten abgeschlossen
hatte, habe ich erst in der letzten Woche ein Exemplar des Dokuments
erhalten.
In den letzten 50 Jahren wurde die Öffentlichkeit auf die Erfordernis
einer
energiereichen Nahrung und von Nährstoffen wie essentielle Aminosäuren,
Vitamine, Mineralstoffe und essentielle Fettsäuren und die Menge
dieser
einzelnen Nährstoffe aufmerksam gemacht, die jeden Tag aufgenommen
werden
sollte, um gesund zu bleiben. Diese auf wissenschaftlichen Erkenntnissen
beruhenden Richtlinien sollten eine Anleitung für die Zusammensetzung
einer
gesunden Ernährung darstellen und die breite Öffentlichkeit
hatte nur
geringe Informationen darüber, wie viel von den verfügbaren
Nahrungsmitteln
gegessen werden sollte, um den Bedarf an Energie und Nährstoffen
zu decken.
Wichtigen Einfluss auf die Aufnahme von Nährstoffen hat die Verfügbarkeit
von Nahrungsmitteln und Nährstoffen, die auf der Verteilung und
Verwendung
der einzelnen Lebensmittel durch die Bevölkerung beruht. Eine
Grundvoraussetzung der Ernährungsrichtlinien auf Lebensmittelbasis
(FBDG)
ist, dass die Kenntnisse der Verbraucher zu besseren Entscheidungen für
Lebensmittel führen wird und diese Entscheidungen durch die Verfügbarkeit
der Lebensmittel widergespiegelt wird. Um diese Verhaltensweisen wirksam
zu
ä
ndern und gesundheitliche Ziele zu erreichen, hat sich die Arbeitsgruppe
bemüht, praxisgerecht vorzugehen und Lebensmittel zu empfehlen,
die ohne
weiteres vorhanden, verfügbar und erschwinglich sind.
Die Regierung, Regulierungsbehörden, eine verantwortungsvolle
Lebensmittelindustrie, die Kooperation der Angehörigen des Gesundheitswesens
und die Medien haben alle eine wichtige Rolle zu übernehmen, um
die
Zielsetzungen der FDGB zu erreichen. Die Regierung muss die Richtlinien
in
eine dauerhafte Ernährungspolitik einbeziehen, der eine vorübergehende
Veränderung aufgrund von politischen und wirtschaftlichen Einflüssen
nichts
anhaben kann. Die Lebensmittelindustrie muss die Richtlinien durch Deckung
des Bedarfs der Verbraucher (und ihrer Mängel) entwickeln und unterstützen.
Die Angehörigen des Gesundheitswesens sollten die Informationen
der FDGB
sinnvoll weitergeben. Wenn die Verbraucher informiert und geschult werden,
werden sie nach gesünderen Lebensmitteln verlangen.
Man hofft, dass diese Richtlinien Licht in die Verwirrung bringen,
die durch
widersprüchliche Empfehlungen zu verschiedenen Lebensmitteln, die
verschiedene Personen unlängst abgegeben haben, in der Öffentlichkeit
gestiftet wurde. Viele dieser Autoren verlassen sich auf Informationen,
die
aus nicht-wissenschaftlichen Publikationen, wie Readers Digest und
Veröffentlichungen einzelner Personen oder von Gruppierungen erhalten,
die
den Verkauf bestimmter Lebensmittel fördern.
Der Öffentlichkeit wird geraten, sich mehr auf Informationen zu
verlassen,
die ihnen vom Medical Research Institute und dem Health Education Bureau,
beides Abteilungen des Gesundheitsministeriums, gegeben werden. Fragen
sollten auch an den 'President of the Nutrition Society of Sri Lanka',
C/O
The Nutrition Unit, MRI, Borella, gerichtet werden. Mitglieder dieser
Gesellschaft sind Biochemiker, Physiologen, Ernährungswissenschaftler, Ärzte
und Lebensmittelwissenschaftler, die um ein fundiertes Gutachten gebeten
werden könnten.
Durch die FDGB sollten auch manche Probleme gelöst werden können.
Zum
Beispiel hätte es eine unlängst von einem Schönheitschirurgen
abgegebene
Empfehlung, 1000 g Fischöl am Tag zu sich zu nehmen, nicht gegeben,
wenn er
gewusst hätte, dass 1 Gramm Öl oder Fett gleich der Zufuhr
von neun
Kilokalorien ist und dass die empfohlene Energieaufnahme für alle
Personen
weit unter 3000 Kilokalorien liegt. Durch sein Rezept, werden wir, wenn
es
befolgt wird, zu einer Bevölkerung mit starkem Übergewicht!
Man hofft auch, dass diese Richtlinien der breiten Öffentlichkeit
in allen
drei Nationalsprachen und in Form von Plakaten, Broschüren, Radio-
und
Fernsehspots verfügbar gemacht werden. Schulungsmaterial mit Erklärungen
und
spezifischen Informationen für Portionen von traditionellem Essen
und
abgepackten Lebensmitteln im Vergleich zu selbst gekochten Gerichten
sollen
die FDGB ergänzen. Und diese Richtlinien sollten schließlich
regelmäßig,
d.h. alle fünf Jahre, überarbeitet werden, um den Forschritten
der
Kenntnisse der physiologischen und biochemischen Ernährungswissenschaft
gerecht zu werden.
Die wichtigste Person für die FDGB ist der Direktor für Ernährung
im
Gesundheitsministerium. |