Aktuelle Nachrichten
Wir stellen hier für Sie interessante Artikel aus Zeitungen und Online-Journalen zusammen. Die ausgewählten Artikel geben nicht immer die Meinung der Stiftung wieder, sondern sollen Ihnen eine umfassendere Meinungsbildung zu den Themen "Politik und Gesundheit" ermöglichen.
2010
29. Dezember 2010
Ablenkung vom Wesentlichen
Die Inszenierung der Zweibettzimmer-Debatte
Kaum haben es die Handlanger von Schwarz-Gelb geschafft, die von der Pharmalobby diktierte „Gesundheitsreform“ zu verabschieden, welche einmal mehr nur die Verlängerung des Geschäftes mit der Krankheit bedient, da soll ein beherzter Griff in die politische Trickkiste die erregten Gemühter einlullen. Der vordergründig menschelnde Zweibettzimmer-Vorstoß könnte dabei nicht plumper ausfallen. Über die eigentlichen Profiteure und damit die wahren Kostentreiber im Gesundheitssystem vermögen derlei billige Ablenkungsmanöver längst nicht mehr hinwegzutäuschen. Statt Diskussionen zu inszenieren um die Frage, wo Krebspatienten ihr Krankenhausdasein fristen, müssen sich die Spahns und Röslers fragen lassen, warum sie in völliger Verantwortungslosigkeit nicht das Geringste zur Reduzierung der Volkskrankheiten tun!
Dazu finden Sie hier Artikel aus dem »Focus« und der »taz«.
22. Dezember 2010
Bis zu 2000 Todesopfer durch Diätpille
Die Affäre um den französischen Pharmakonzern »Servier« bringt die politische Klasse Frankreichs immer stärker unter Druck. Zahlreiche PolitikerInnen verschiedener Lager sind in den zweitgrößten Pharmaskandal des Landes aufs engste verstrickt. Obwohl die Gefährlichkeit des Appetitzüglers »Mediator« bereits seit Jahren offenkundig war, wurde das Medikament aus Profitgründen fleißig weiter selbst an Gesunde verschrieben und sogar vom Gesundheitssystem erstattet – mit tödlicher Nebenwirkung!
Lesen Sie hier Artikel in der »Aargauer Zeitung« oder dem »Standard«.
20. Dezember 2010
Zulassungsentzug für Avastin bei Brustkrebs
Roche fechtet FDA-Entscheidung an
Die US-Arzneimittelaufsicht FDA entzog dem Schweizer Pharmariesen für dessen Bestseller Avastin die vorläufig erteilte Zulassung für Brustkrebs. Die Risiken (u.a. schwere Hypertonie und Blutungen) überwögen den angegebenen Nutzen. Entgegen der Aussagen von Roche könne das Medikament aktuellen Studien zufolge nicht die Neubildung von Blutgefäßen verhindern und damit das Tumorwachstum verlangsamen. Für den Konzern ist dies ein erheblicher Rückschlag. Roche begehrt gegen diesen Beschluss auf und legte angesichts des drohenden Umsatzverlustes Einspruch ein. Der Blockbuster machte mit 6 Milliarden Dollar rund ein Siebtel des Umsatzes des Konzernumsatzes aus (2009) und übertrifft die Profite anderer Roche-Medikamente bei weitem. Allein die Anwendung bei Brustkrebs bringt dem Pharmagiganten derzeit etwa 1 Milliarde Dollar. Die Therapiekosten liegen bei etwa 88000 Dollar.
Lesen Sie hierzu einen Artikel im »Ärzteblatt«,
in der »Deutschen Apotheker Zeitung«
oder bei »Reuters«.
18. Dezember 2010
Geschönte Studien bei Tamiflu und Relenza
Nicht besser als ein Placebo, aber dafür mit Nebenwirkungen!
Gutachter der Cochrane Collaboration kamen in einer auswertenden Analyse der vollständig veröffentlichten Studien zu einem niederschmetternden Ergebnis: Die antiviralen Grippemedikamente können Atemwegskomplikationen nicht besser vorbeugen als ein Scheinmedikament. Es gebe keinerlei Evidenz dafür, dass die Grippemittel schwere Komplikationen wie Lungenentzündungen verhindern könnten. Überdies fand das Gutachterteam etliche Hinweise für eine massive Manipulation der Daten. Relevante Informationen werden von den Herstellern bis heute zurückgehalten. Stets wurde auf diese – offensichtlich gefälschten – Studien verwiesen, als es darum ging, öffentliche Gelder zur Einlagerung von Tamiflu bzw. Relenza gegen Kritik zu verteidigen.
Inzwischen haben Roche und GlaxoSmithKline den Reibach mit den nutzlosen Grippemedikamenten allerdings gemacht. Mithilfe willfähriger politischer Erfüllungsgehilfen wurden Milliarden an die Pharmakonzerne verschleudert. Auch die Medien taten bekanntlich kräftig mit, um der Vogel-/ Schweinegrippe-Hysterie so richtig Schub zu verleihen und die Mär von vermeintlichen lebensrettenden Medikamenten zu verbreiten.
Wo bleiben jetzt die Konsequenzen? Wie glaubwürdig ist es, dass sämtliche politischen Entscheidungsträger tatsächlich den profitorientierten Lobeshymnen der Pharmahersteller blind vertrauten und ihnen ungeprüft Milliardengeschenke vor die Füße legten?
Lesen Sie dazu den Artikel in der »Süddeutschen Zeitung«
oder in der »Basler Zeitung«
07. Dezember 2010
US-Botschaftsdokumente bei Wikileaks
Chemie- und Pharmariesen als sicherheitsrelevante Einrichtungen aufgelistet
Angeführt von der BASF-Zentrale in Ludwigshafen, dem „weltgrößten integrierten Chemiekomplex“, führt eine bei der Internet-Plattform »Wikileaks« bekannt gewordene Auflistung des US-Außenministeriums zahlreiche weitere deutsche Chemie- und Pharmastandorte als strategisch wichtige Einrichtungen auf.
Lesen Sie hier einen Artikel in der »Rheinischen Post«
oder in der »Ärztezeitung«.
25. November 2010
Offene Werbung für Medikamente bleibt verboten
In der EU soll das Werbverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel erhalten bleiben. Der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission, Werbung nur in Rundfunk und Fernsehen zu untersagen, sah eine erhebliche Aufweichung zugunsten der Pharmaindustrie vor. Um Werbung und Information klar voneinander zu trennen, forderte das Europaparlament ausdrücklich auch das Verbot in den Printmedien. Informieren Gesundheitsberufler auf öffentlichen Veranstaltungen oder in den Medien über Medikamente, müssen Verbindungen zur pharmazeutischen Industrie von ihnen offen gelegt werden. Für die Arzneimittelbranche, die im vergangenen Jahr allein in Deutschland 32 Milliarden Euro mit verschreibungspflichtigen Medikamenten umsetzte, bedeutet der Beschluss des EU-Parlaments eine herbe Niederlage. Die Entscheidung bedarf noch der Bestätigung des EU-Ministerrats.
Lesen Sie hierzu einen Artikel in der »Frankfurter Rundschau«.
Hier finden Sie die Pressemitteilung des Europäischen Parlaments.
12. November 2010
Prostatakrebs: Hormontherapie steigert drastisch das Darmkrebsrisiko
Die medikamentöse Unterdrückung männlicher Sexualhormone zählt zum Standard bei der „Therapie“ von Prostatakrebs. Umstritten ist diese auch als „chemische Kastration“ bezeichnete Methode seit langem: Zum einen, weil wissenschaftliche Studien keinerlei Verlängerung der Lebenszeit belegen konnten, zum anderen aufgrund ihrer zahlreichen, massiven Nebenwirkungen infolge des gestörten Hormonhaushalts (u.a. Knochenschwund, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes). Eine Untersuchung an mehr als 100 000 Männern weist nun nach, dass diese Hormonbehandlung das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um 30 bis 40 Prozent erhöht. Das Prostatakarzinom ist hierzulande die häufigste Krebsform unter Männern.
Lesen Sie hier einen Artikel von »FOCUS«
09. November 2010
Schutz vor Diabetes
Magnesium steigert Wirkung von Insulin
Dass ein Magnesium-Mangel die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigt und auch die Entstehung von Diabetes und den typischen diabetischen Folgeschäden fördert, wiesen mehrfach umfangreiche Studien nach. Eine signifikant niedrigere Diabetesrate hatten Studienteilnehmer mit hoher Mg-Zufuhr. Magnesium senkt offenbar die Resistenz der Zellen gegenüber dem Insulin und damit das Risiko für die Entwicklung der Zuckerkrankheit.
Lesen Sie hier einen Artikel aus dem »Diabetes Ratgeber« (Apotheken Umschau)
Hier finden Sie in der »Ärzte Zeitung« (10.06.2008) einen weiteren Artikel zum Thema.
08. November 2010
Gesundes Wurzelgemüse
In vielen Kulturen wird dem Rettich seit langem eine heilende Wirkung zugeschrieben. Die würzige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae), zu denen auch der Senf, Kohl oder die Kresse gehören, bringt eine ganze Reihe positiver Eigenschaften mit. Entzündungshemmend, schleimlösend, verdauungsfördernd, pilzhemmend, antibakteriell, entgiftend, … – all diese Wirkungen gehen auf die wertvollen Inhaltsstoffe zurück, welche beim Rettich aber auch anderen Vertretern dieser Gruppe verschieden stark enthalten sind.
Erfahren Sie mehr im Gesundheitstipp in der »Kölnischen Rundschau«
21. Oktober 2010
Entmachtung der Arzneimittelprüfung
Gesetz auf Bestellung der Pharmalobby
Von einer „Gefahr für die Patienten“ spricht der Vorsitzende des »Gemeinsamen Bundesausschusses« (G-BA), Rainer Hess. Gemeint ist der von der Pharmalobby diktierte Gesetzentwurf aus dem Hause Rösler zur Neuregelung der Arzneimittelprüfung.
Sollte dieser Entwurf tatsächlich in Kraft treten, würde die kritische Nutzbewertung durch das unabhängige »Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen« (IQWiG) ad absurdum geführt. Das Prüfinstitut müsste künftig die Nichtexistenz eines Nutzens nachweisen – eine wissenschaftliche Unmöglichkeit, urteilt IQWiG-Leiter Jürgen Windeler. Seitens der Pharmahersteller dürften jedenfalls kaum Studien vorgelegt werden, welche den mangelnden Nutzen ihres Medikaments attestieren.
Geht es nach den Vorstellungen der Industrie, müsste sich zudem die Arzneimittelbewertung ihre Kriterien künftig von der Politik vorschreiben lassen. Wessen Vorschriften wiederum das Gesundheitsministerium übernimmt, zeigt ja bereits der jetzige Skandal um den Pharma-Gesetzentwurf!
Darüber hinaus soll die ganze Gruppe der »Orphan Drugs« der Kontrolle entzogen werden. Als vermeintlich selten eingesetzte Medikamente fallen darunter fast alle neuen, extrem teuren Krebspräparate, deren Einsatz dann Schritt für Schritt ausgeweitet wird, ohne dass deren Nutzen belegt wäre! Absehbar ist damit, dass sich die lauthals angekündigten Einsparwirkungen der Gesundheitsreform ins Gegenteil verkehren dürften.
Im Klammergriff der Pharmaindustrie müsste sich das IQWiG künftig auf Schnellbewertungen (binnen 3 Monaten nach Marktzulassung) beschränken – eine offene Farce, denn vergleichende Studien liegen zu diesem frühen Zeitpunkt kaum vor. Mehr noch: Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf würde dem IQWiG sogar die Möglichkeit einer angemessenen Nachbewertung entzogen werden, obwohl das Bundesverfassungsgericht bereits 1991 klar zwischen Zulassung und Nutzen eines Medikaments unterschieden hat.
Lesen Sie hier den Artikel der Tageszeitung »taz«
Hier finden Sie das »Spiegel«-Interview mit G-BA Chef Rainer Hess
03. Oktober 2010
Kollaps des „Gesundheits“-Systems
Kopfpauschale wird für 2050 auf bis zu 670 € prognostiziert
Ob durch Einführung des »Gesundheitsfonds« oder mit der Umstellung auf die »Kopfpauschale« – Ziel solcher Reformen ist stets, mehr Geld ins korrupte System zu pumpen, damit das milliardenschwere Betrugsgeschäft mit der Krankheit unangetastet weitergehen kann. Nach Vorhersagen der Universität Witten/Herdecke stiege die systematische Abzocke mittels Kopfpauschale bis 2050 auf monatlich unfassbare bis zu 670 € pro Bürger. Würde die einkommensabhängige Finanzierung der Gesetzlichen Krankenkassen beibehalten werden, erreichten im Jahr 2050 die Beitragssätze 27 bis 33 %. Mit beiden Modellen wäre das pharmaorientierte „Gesundheits“-System nicht mehr finanzierbar! Schon durch die jetzigen Belastungen gerät die Gesellschaft in immer stärkere Schieflage. Anstatt durch neu erdachte Einnahme-Methoden das Geschäft mit der Krankheit weiter zu subventionieren, ist es dringender denn je, echte Modernisierungen im Gesundheitswesen umzusetzen!
Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Uni Witten/Herdecke über den Anstieg einer Kopfpauschale
Hier finden Sie eine Untersuchung über die Entwicklung der GKV-Beiträge bis 2050 (pdf) von der Wirtschaftlichen Fakultät an der Universität Witten/Herdecke.
Hier finden Sie einen Forschungsbericht zur Neustrukturierung des Gesundheitssytems von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, in dem eine Steigerung der GKV-Beiträge auf bis zu 34 % prognostiziert wird.
27. September 2010
Rückschlag für Mercks Multiple-Sklerose-Pille
Europäische Arzneimittelbehörde verweigert Marktzulassung
Merck muss um die EU-Zulassung seines Medikaments »Cladribin« fürchten. Die Risiken würden den Nutzen des MS-Präparats nicht aufwiegen, urteilte die europäische Arzneimittelbehörde EMA und verwies dabei auf Fälle von Krebserkrankungen bei Patiententests. Prompt brach der Aktienkurs des Arzneimittelherstellers ein. Der Vorstand überlegt nun, den Zulassungsantrag einfach noch einmal einzureichen – immerhin erhofft man sich bei Merck von dem Medikament ein „Blockbuster Potenzial“.
Erfahren Sie mehr in Artikeln der Süddeutschen Zeitung, des Handelsblatts oder der Financial Times Deutschland.
24. September 2010
Verkaufsstopp für Diabetes-Medikament Avandia
Schwere Umsatzeinbußen für GSK
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA verlangt, dem britischen Pharmahersteller GlaxoSmithKline die Marktzulassung für dessen Diabetes-Präparat »Avandia« zu entziehen. Das Medikament aus der Wirkstoffgruppe der Rosiglitazone kann zu Herzschwäche, Herzinfarkten, Wassereinlagerungen und zu einer Abnahme der Knochendichte führen. Noch vor wenigen Jahren gehörte »Avandia« zu den Blockbustern mit Milliardenumsatz bei GSK, bis eine US-Studie das Mittel mit Herzproblemen in Verbindung brachte. Ungeachtet der gravierenden Nebenwirkungen unterließ es der Pharmakonzern jahrelang, die Patienten ausreichend vor den Risiken zu warnen.
Lesen Sie hier den Artikel im Focus
10. September 2010
Regierung folgt Vorgaben der Pharmaindustrie
Per Rechtsverordnung will die Politik auf die Arzneimittelprüfung Einfluss nehmen, um den „Pharmastandort Deutschland attraktiv“ zu halten. Mit diesen Plänen folgt Schwarz-Gelb offensichtlich bis aufs Wort den Formulierungen des »Verbands forschender Arzneimittelhersteller« (vfa). Eine derartige Aufweichung der Kriterien würde teuren Scheininnovationen den Weg ebenen und der in der Klemme steckenden Industrie Profite sichern.
Sehen Sie dazu den Beitrag im »ZDF heute journal«.
Hier finden Sie einen Bericht in der »Süddeutschen Zeitung« oder im »Stern«.
Erfahren Sie mehr über die Schaffung des unabhängigen Bewertungsinstituts IQWiG und die parallele Lobbyarbeit der Pharmahersteller im Artikel des »Kölner Stadtanzeiger«.
10. September 2010
Hochdosierte B-Vitamine bei Altersdemenz/Alzheimer
Studie belegt schützende Wirkung
In einer klinischen randomisierten Studie zeigen Forscher des Oxford Project to investigate Memory and Ageing (OPTMA), dass Vitamin B in hohen Dosierungen die altersbedingte Schrumpfung des Gehirn reduzieren kann. Die Studienteilnehmer waren 168 Freiwillige, Senioren über 70 Jahre mit bereits leichten geistigen Beeinträchtigungen. Über zwei Jahre hinweg nahm die eine Hälfte täglich die Vitamine B6, B12 und Folsäure ein, jeweils deutlich oberhalb der empfohlenen Tagesmenge, die andere Kontrollgruppe erhielt ein Placebo. In der Vitamin-Gruppe konnte eine Verlangsamung dieser Gehirnabnahme von 30 Prozent, teilweise sogar bis zu 50 Prozent erreicht werden. Üblicherweise soll die durchschnittliche Schrumpfung nach dem 60. Lebensjahr um 0,5%, bei Alzheimer bis zu 2,5% pro Jahr liegen. Die Autoren sehen in dieser Verzögerung den kontrollierenden Einfluss der B-Vitamine auf den Homocysteinspiegel im Blut. Dessen hohe Konzentration wird mit degenerativen Alterserkrankungen des Gehirns in Verbindung gebracht.
Bereits das Zusammenspiel dieser B-Vitamine bietet eine wirksame und preiswerte Möglichkeit im Kampf gegen diese Erkrankungen.
Lesen Sie hierzu die Artikel im »Deutschen Ärzteblatt« oder im »FOCUS«
09. September 2010
Kniefall vor der Pharmaindustrie
Regierung entmachtet Arzneimittelaufsicht
Es ist ein Paradestück der Klientelpolitik: Per Rechtsverordnung will die schwarz-gelbe Koalition künftig selbst die Kriterien zur Bewertung von Arzneimitteln vorgeben. Ziel der Einflussnahme auf das IQWiG sei es, dass der deutsche „Pharmastandort attraktiv bleibt“. Das 2004 gegründete Prüfungsinstitut ist der Pharmaindustrie seit langem ein Dorn im Auge, denn von seiner Nutzenbewertung hängt ab, wie viel Geld die Hersteller für neue Medikamente verlangen können. Es gehe „nicht an, dass man Patienten zumutet, unnütze Pillen zu schlucken, nur um den Interessen der Hersteller entgegenzukommen“, kritisiert der neue IQWiG-Chef Jürgen Windeler die fadenscheinigen Pläne der Bundesregierung.
Lesen Sie mehr in Artikeln der »Frankfurter Rundschau«
und der »Financial Times Deutschland«
08. September 2010
Verbreitungssperre für BASF-Genkartoffel
Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus lässt kurz nach Erntebeginn sämtliche Genkartoffeln sicherstellen, bis der Verdacht einer Verunreinigung ausgeräumt ist. Hintergrund: In Schweden war es zur Vermischung der genmanipulierten Sorten »Amflora« und »Amadea« gekommen. Letztere ist in der EU nicht für den Anbau zugelassen.
Erfahren Sie mehr auf der Seite vom NDR
07. September 2010
Verbot für Diabetes-Mittel von GSK?
Europäische Arzneimittelbehörde berät über Sicherheit
Einst gehörte »Avandia« zu den zweitstärksten Umsatzbringern des britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline. Doch nachdem eine US-Studie 2007 das Diabetes-Präparat mit einem höheren Risiko für Herzinfarkte in Verbindung brachte, fielen die Umsätze von ehemals 3 Mrd. US$ (2006) auf Erlöse von 1,2 Mrd. US$ im vergangenen Jahr. Nun droht dem Konzern für sein Medikament in Europa der totale Verkaufsstopp. Im Vorfeld der Expertenberatungen der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA forderten sowohl die britische Medikamentenaufsicht MRHA als auch das »British Medical Journal« (BMJ) die Rücknahme der vor zehn Jahren erteilten Marktzulassung wegen der mit »Avandia« verbundenen Gefahren. Die medizinische Fachzeitschrift fragt, warum es trotz unzureichender Belege zur Wirksamkeit und zur Sicherheit überhaupt zu einer Zulassung kommen konnte. Der Wirkstoff Rosiglitazon sei, so wird ein damaliges Mitglied der EMA zitiert, „ein Beispiel dafür, was mit Medikamenten passiert, die ein großes kommerzielles Interesse haben, so wie Mittel gegen Diabetes“.
Lesen Sie hier einen Reuters-Artikel
Erfahren Sie mehr über die Kritik des BMJ
01. September 2010
Zulassungsantrag für weitere Genkartoffel
BASF prüft Einsatz als Nahrungsmittel
Es sagt viel aus über das innige Verhältnis zwischen Konzern-Lobby und Politik, wenn sich Wirtschaftsminister Brüderle medienwirksam die Hände schmutzig macht, um für BASF die erste Ernte der Genkartoffel „Amflora“ einzuleiten, während parallel Umweltgruppen lautstark die mehrheitliche Ablehnung der Bevölkerung gegenüber GMO-Produkten zum Ausdruck bringen. Unterdessen beantragt der Chemieriese die EU-Zulassung einer weiteren Genkartoffel – „Amadea“ – und prüft überdies sogar die Verwendung in der Lebensmittelbranche. Der Konzern erwartet bei den Stärkekartoffeln Lizenzeinnahmen im Umfang von 20 bis 30 Millionen Euro.
Lesen Sie die Artikel im »Nordkurier« sowie bei »WeltOnline«
25. August 2010
Der Kampf um die Pfründe
Für wen lohnt sich das Hausarztmodell?
Mit Praxisschließungen wollen bayerische Hausärzte ein „Zeichen“ setzen, und auch in Baden-Württemberg machen Hausarztverbände Druck gegen die Pläne von Gesundheitsminister Rösler, das Hausarztmodell einer Überarbeitung zu unterziehen. Immerhin verhalf dieses Modell Hausärzten zu nicht unerheblichen Honorarerhöhungen. Ob sich das Modell, welches den Hausarzt als „Wegweiser auf dem Gesundheitsmarkt“ vorsieht, tatsächlich lohnt – sowohl für Patienten als auch für die Versicherten – bleibt indessen fraglich. Kritiker erkennen in dem Modell ein „bloßes Instrument zur Honorarsteigerung“, weil es dem Hausarzt überlässt, wie viel Geld aus dem Gesundheitsfonds der jeweiligen Krankenkasse seines Patienten zufließt. Laut aktuellen Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung haben Hausärzte ihre Facharztkollegen beim Jahreshonorar inzwischen überholt. Im Schnitt erhalten sie von den gesetzlichen Krankenkassen 206000 €, also mehr als 3000 € im Vergleich zu einem durchschnittlichen Facharzt. Der Deutsche Hausärzteverband läuft dagegen Sturm und hält seine Klientel für noch immer unterbezahlt. Bei den 170 Milliarden € im Gesundheitsfonds will niemand zu kurz kommen. Muss daran erinnert werden, wer regelmäßig mit steigenden Krankenkassenbeiträgen und Steuermitteln für die exorbitanten Gesundheitsausgaben geschröpft wird? Das Einsparpotential in diesem Gesundheitssystem ist in der Tat noch erheblich und es betrifft nicht nur die Hausarztvergütungen!
Erfahren Sie mehr:
13. August 2010
Pharmakonzerne im Fokus des US-Justiz
Den führenden Pharmaunternehmen in den USA steht eine Untersuchung des Justizministeriums im Rahmen einer Initiative zur Korruptionsbekämpfung ins Haus. Die Branche ist für ihre „erhöhte Anfälligkeit“ bekannt, mithilfe von Bestechung den Profit voranzutreiben. Weltweit sollen in den kommenden Monaten Beratungshonorare, Bewirtungsausgaben, Lizenzvereinbarungen und Spenden überprüft werden.
Lesen Sie hier den Artikel der Financial Times (englisch).
9. August 2010
Genmanipulierter Raps breitet sich unkontrolliert aus
Sogar mitten in der Wildnis wiesen Forscher in den USA große Mengen von patentiertem Gen-Raps nach. Darüber hinaus entdeckten sie, dass es zu Kreuzungen der genmanipulierten Arten kam. Vor solchen irreversiblen Verunreinigungen warnen Umweltschützer seit Jahren. Dennoch gab die Politik dem Druck der Industrie vielerorts nach; unter geradezu aberwitzigen „Schutzmaßnahmen“ genehmigten deren Handlanger den Anbau von Gen-Saatgut.
Erfahren Sie mehr in Beiträgen von Spiegel Online und Süddeutsche.de.
15. Juli 2010
Nebenwirkung Herzinfarkt
Bei GlaxoSmithKline steigt die Angst vor Schadensersatzklagen
Umstritten ist das Diabetesmedikament Avandia seit langem. Der Pharmakonzern selbst soll bereits seit 1999 aufgrund eigener Studien von dem erhöhten Herzinfarkt-Risiko gewusst, diese Informationen jedoch aus Profitgründen zurückgehalten haben berichtete die »New York Times«. Als Blockbuster mit Milliardenumsatz war das Präparat entscheidender Gewinnbringer des britischen Pharmagiganten. Zurzeit diskutiert die
US-Gesundheitsbehörde FDA über den Entzug der Marktzulassung, nachdem Avandia bereits ab 2007 nur noch mit der höchsten Warnstufe für verschreibungspflichtige Medikamente angeboten werden durfte. Neben weiteren Umsatzeinbrüchen fürchtet der zweitgrößte Pharmakonzern der Welt um eine Klagewelle. Für etwaige Rechtsstreitigkeiten wurden schon mal rund 3,5 Mrd. US$ zur Seite gelegt. In den USA stehen etwa 10000 Klagen im Raum, von denen sich GlaxoSmithKline mit 460 Mio. US$ freikaufen wollte.
Erfahren Sie Näheres in Beiträgen von »boerse.ARD« und der »Süddeutschen Zeitung«
05. Juli 2010
AstraZeneca missbraucht marktbeherrschende Stellung
EuGH bestätigt Patenturteil gegen den britischen Pharmakonzern
In der Arzneimittelbranche wird das Urteil als Warnschuss gewertet, wenngleich die Richter im konkreten Fall die Höhe des von der EU-Kommission verhängten Bußgeldes von 60 auf 52,5 Mio. Euro reduzierten.
Der drittgrößte europäische Pharmakonzern hatte versucht, den Patentschutz für sein einst umsatzstärkstes Medikament (das Magenmittel Losec) mit falschen Angaben bei den Aufsichtsbehörden zu verlängern, um den Markteintritt von Generika-Herstellern zu verzögern. Mit Scheininnovationen und einer zweifelhaften Zulassungsstrategie habe der Konzern Patentämter verschiedener Ländern in die Irre führen wollen, bestätigten die Richter.
Das Urteil stärkt die zaghaften Bestrebungen der EU-Wettbewerbsbehörde, intensiver gegen die marktbeherrschende Stellung im Pharmasektor vorzugehen.
Lesen Sie hierzu die Artikel im Handelsblatt und im Dt. Ärzteblatt
01. Juli 2010
Medikamentenversuche an nigerianischen Kindern
Pfizer droht nun eine Klagewelle vor US-Gerichten
Dem weltgrößten Pharmakonzern gelang es nicht, den befürchteten Rechtsstreit vor US-Instanzen abzuwenden. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Washington, die Beschwerde des weltgrößten Pharmakonzerns abzuweisen, macht den Weg für Zivilklagen gegen Pfizer vor US-Gerichten frei. Dem Unternehmen drohen jetzt milliardenschwere Schadensersatzklagen und drastische Bußgelder sowie ein erheblicher Imageverlust.
Hintergrund sind die klinischen Versuche mit dem bereits damals höchst umstrittenen Antibiotikum Trovan an mehr als 200 nigerianischen Kindern, die Pfizer 1996 während einer Meningitis-, Masern- und Cholera Epidemie unter dem Anschein, humanitäre Hilfe zu leisten, offenbar illegal vornahm.
Die Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofes trägt über den Fall Pfizer hinaus Bedeutung. Zahlreiche Pharmahersteller führen seit Jahren ihre Medikamentenversuche bevorzugt in Entwicklungsländern durch, um dort von niedrigeren, oftmals veralteten Kontrollstandards zu profitieren.
Erfahren Sie mehr in Artikeln der F.A.Z. und des Handelsblattes
19. Mai 2010
Pharmafirmen treiben die Preise in die Höhe
Erwartungsgemäß reagieren die Arzneimittelhersteller im Vorfeld der von Gesundheitsminister Rösler ruhmredig angekündigten Einführung des Zwangsrabattes auf die patengeschützten Medikamente mit erneuter Preisanhebung. Schon jetzt macht die Pharmaindustrie bereitwillig von der einladenden Lücke in der Gesetzesinitiative Gebrauch. Denn der pharmafreundliche Entwurf sieht eine Kosteneindämmung im Bereich der sogenannten „innovativen Arzneimittel“ lediglich bei niedergelassenen Ärzten vor. Bekanntermaßen werden die teuren Präparate jedoch zunächst und vor allem in Krankenhäusern eingesetzt. Universitätskliniken sehen sich demnach weiterhin von einer ungebremsten Kostenexplosion betroffen. Geschröpft werden für die lobbyorientierte Politik der schwarz-gelben Regierung alle Versichten bzw. künftig verstärkt die Steuerzahler!
Erfahren Sie Näheres in der Pressemitteilung sowie in der dortigen Stellungnahme des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD)
18. Mai 2010
Schwarz-Gelb auf Kuschelkurs mit der Pharmaindustrie:
Rösler plant Einschnitte bei Arzneimittelimporten
Unser pharmaorientiertes Gesundheitswesen steht vor dem Kollaps. Immer erdrückender wird die gesellschaftliche Belastung infolge explodierender Ausgaben. Mit hilflosen Gesundheitsreförmchen gelang es bisher allen Koalitionen sich so durchzuwurschteln, ohne das eigentliche „Geschäft mit der Krankheit“ anzutasten und damit den systematischen Kostenanstieg dauerhaft einzudämmen. Anstatt wirksame Reformen einzuleiten, setzt die schwarz-gelbe Bundesregierung weiterhin auf den Kurs der Profitmaximierung zulasten aller Versicherten. Als Zugeständnis an den lukrativen „Pharma-Standort Deutschland“ will Gesundheitsminister Rösler dessen hiesige Monopolstellung weiter festigen: Verschwinden soll das Instrument der Arzneimittelimporte, welches den Krankenkassen immerhin Einsparungen in Millionenhöhe ermöglichte.
Erfahren Sie mehr im Artikel der FTD.
17. Mai 2010
Das Prinzip des Verschweigens.
IQWiG dokumentiert, wie unliebsame Studienergebnisse unterdrückt werden
Was nicht passt, wird … – einfach weggelassen! Dass dieses Prinzip des Verschweigens in der Medizin zur gängigen Praxis gehört und dabei ohne weiteres auch die Schädigung von Patienten einkalkuliert, zeigt eine Analyse von Mitarbeitern des »Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen« (IQWiG), veröffentlicht in der Fachzeitschrift »Trials«. Das Unterdrücken „schlechter Aussagen“ über die Wirksamkeit und insbesondere über Nebenwirkungen dient zweifellos dem skrupellosen Herausputzen des jeweiligen Kassenschlagers. Ein besonders aussagekräftiges Beispiel bildet – wen wundert es – die Krebsmedizin. Schließlich verdankt die Pharmaindustrie gerade der Krebstherapie mitsamt der Begleit- und Folgeerkrankungen einen erheblichen Teil ihrer Milliardengewinne! Entsprechend hoch liegt hier der Anteil zurückgehaltener Studien, die offenbar genügend Sprengkraft besitzen, die Marktaussichten der Blockbuster in Gefahr zu bringen: Nicht veröffentlicht wurden 94 % der industriefinanzierten Projekte, und selbst bei universitär finanzierten Arbeiten blieben 86 % in der Schublade. Teilweise würden auch Zulassungsbehörden gezwungen, Daten zurückzuhalten, heißt es. Einmal mehr wird deutlich, dass in diesem profitorientierten Gesundheitswesen der Mensch in erster Linie als „Marktplatz“ im Vordergrund steht und nicht um seiner Gesundheit willen.
Lesen
Sie hier die Pressemitteilung des IQWiG.
Die Veröffentlichung (englisch) im Fachjournal »Trials« finden Sie hier.
21. April 2010
Profitsicherung statt Sicherheit der Patienten
Die Pharmaindustrie manipuliert Medikamentstudien
Ein Team der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft weist im »Deutschen Ärzteblatt« die Einflussnahme der Pharmahersteller auf Medikamentenstudien nach.
Zunehmend gerät die Pharmabranche unter Druck. Auf der einen Seite lässt die Kostenexplosion im Gesundheitswesen immer mehr Menschen erkennen, dass dauerhaft erfolgreiche Einsparmaßnahmen nur dann möglich sind, wenn die Pharma- und damit die Profitorientierung dieses Gesundheitssystems aufgehoben wird. Auf der anderen, der wissenschaftlichen Seite stehen die Arzneimittelhersteller vor dem Problem, die Wirksamkeit und vor allem den gesundheitlichen Vorteil ihrer patentgeschützten Präparate durch Studien belegen zu müssen, um eine Zulassung zu bekommen. – Forschung für die Patienten? Wohl gar noch für deren Gesundheit? Das Geschäft mit der Krankheit ist ein Milliardenmarkt und Big-Pharma in erster Linie eine Investmentbranche! – Dass derartige Medikamentstudien entsprechend manipuliert werden, ist sowohl Ärzten wie auch Krankenkassen und der Politik seit Jahrzehnten bekannt. Es wird verzerrt, verdreht, verfälscht: Nebenwirkungen werden verschleiert, unliebsame Ergebnisse bis hin zu Todesfällen verschwiegen, das Studiendesign wird der gewünschten, „markttauglichen“ Aussage angepasst, vermeintlich unabhängige Fachveröffentlichungen werden ebenso wie Expertenmeinungen einfach gekauft.
Erfahren Sie mehr in Beiträgen von Spiegel Online
Süddeutsche.de
Welt Online
05. März 2010
Warnung vor Arzneimittel-Wechselwirkung mit „klassischem“ Brustkrebsmedikament
In einer Stellungnahme warnen die Arzneimittelkommission der Deutscher Apotheker (AMK) und die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) vor der gemeinsamen Einnahme des Antidepressivums Paroxetin und dem Standard-Chemotherapeutikum bei Brustkrebs: Tamoxifen. Eine kanadische Studie wies eine alarmierend höhere Sterblichkeit der Patientinnen nach; insbesondere dann, wenn beide Präparate über einen längeren Zeitraum hinweg kombiniert werden.
Das gesteigerte Sterblichkeitsrisiko aufgrund von Brustkrebs wird mit der Hemmung des Abbauweges von Tamoxifen in der Leber begründet.
Das Auftreten von Depressionen – und damit die Verordnung entsprechender Antidepressiva – zählt zu den typischen „Begleiterscheinungen“ der Chemotherapie.
Lesen Sie hier den Artikel in der Deutschen Apotheker Zeitung
Lesen Sie hier die Stellungnahme der DPhG
19. Februar 2010
Pistazien können das Krebsrisiko senken
Der Grund dafür: Wie viele andere Nüsse auch sind Pistazien reich an Gamma-Tocopherol, einer Form des Vitamin E. Im Körper übernimmt Vitamin E eine bedeutende Funktion als Antioxidans, schützt also vor Zellzerstörung. Und: Die Zufuhr von Vitamin E berge keine Nebenwirkungen, denn ein etwaiges Überangebot werde durch Leber und Nieren ausgeschieden.
Lesen Sie hier einen Artikel der Märkischen Allgemeine Zeitung (mit weiterführendem Link zur US-amerikanischen Untersuchung )
Hier finden Sie einen Beitrag auf t-online.de:
http://lifestyle.t-online.de/ernaehrung-gegen-krebs- richtige-ernaehrung-schuetzt-vor-krebs/id_21802938/index
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