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Ergänzung von Omega-3-Fettsäuren hilft, Entzündungen bei chronischen Nierenleiden zu reduzieren

In einer neuen, im Clinical Nutrition Journal veröffentlichten Studie zeigen australische Wissenschaftler, wie bei Patienten mit chronischen Nierenbeschwerden mithilfe zugeführter Fettsäuren die Entzündungen reduziert werden können. In der Beschreibung ihrer Arbeit führen die Forscher den Wirkungsmechanismus der Fettsäure-Supplementierung auf die verstärkte Produktion körpereigener, im Blut transportierter Faktoren zurück, welche den Abbau von Entzündungen veranlassen. Die Autoren schlussfolgern, dass dieser Mechanismus bedeutende Auswirkungen auf die Eindämmung der Entzündungsproblematik bei chronischen Nierenerkrankungen haben kann.

Bild: Jo Christian Oterhals [CC BY-NC-ND 2.0], via flickr.com

Der Publikation liegt eine randomisierte, doppelblind-kontrollierte Studie zugrunde, deren Untersuchungszeitraum 8 Wochen betrug. An ihr nahmen 85 Patienten mit chronischem Nierenversagen, im Alter zwischen 25 und 75 Jahren teil. Ein Teil der Patienten erhielt als tägliche Nahrungsergänzung 4 g Omega-3-Fettsäuren und 200 mg Coenzym Q10, Patienten der Placebogruppe bekamen 4 g Olivenöl. Am Ende des Untersuchungszeitraums, nach Überprüfung einer Gruppe von Blutparametern, die als spezialisierte pro-auflösende Lipidmediatoren (SPMs) bekannt sind und deren Entstehung von Omega-3-Fettsäuren abgeleitet wird, stellten die Forscher fest, dass Patienten, welche die Fettsäure-Ergänzung erhielten, eine erhöhte Produktion der SPMs aufwiesen und damit einhergehend eine Verbesserung im Rückgang von Entzündungen. Aus diesem Grund sprechen sich die Wissenschaftler für eine dauerhafte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren als mögliche Therapie aus, um die niedriggradigen Entzündungen einzudämmen, die im Zusammenhang mit chronischem Nierenversagen auftreten und dessen Fortgang verschlimmern.

Entzündungen treten jedoch nicht nur bei Nierenversagen auf; sie sind eine natürliche Reaktion des Körpers auf jegliche Verletzung und kommen in Begleitung von Krankheiten wie Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthritis, Krebs und Infektionen vor. Doch in all diesen Fällen zielt die konventionelle Medizin einzig auf das In-den-Griff-bekommen der Entzündungssymptome ab, im Allgemeinen durch die Verwendung von Steroiden oder Schmerzmitteln, wie nicht-steroidale, anti-entzündlich wirkende Medikamente (im Englischen abgekürzt als NSAIDs). Von Bedeutung ist also nicht bloß, dass diese schulmedizinischen Ansätze bereits bei der Beseitigung der eigentlichen Ursachen von Entzündungen fehlschlagen, sondern sie gehen zudem mit schweren – mitunter lebensbedrohenden – Nebenwirkungen einher, einschließlich Magenblutungen oder verhängnisvoller Herzinfarkte.

Derweil einige Einzelnährstoffe wie die in dieser australischen Studie eingesetzte Omega-3-Supplementierung mancherlei anti-entzündliche Effekte hervorbringen können, liefert die Anwendung bestimmter Kombinationen von Mikronährstoffen, die in biologischer Synergie zusammenwirken, den weitaus besten Ansatz zur Kontrolle dieses Gesundheitsproblems. Diesbezüglich hat die am Dr. Rath Research Institute durchgeführte, wegweisende Forschung belegt, dass eine Kombination gezielt ausgewählter Mikronährstoffe – darunter Vitamin C, Quercetin, Grüntee-Extrakt, L-Lysin, L-Prolin, L-Arginin und N-Acetyl-Cystein – eine wirksame Möglichkeit bereitstellt, um eine erhebliche Reduktion verschiedener Entzündungsfaktoren sowie der in diesem Zusammenhang systematisch auftretenden Zytokine herbeizuführen. 

Ein weiterer wichtiger Effekt dieser Mikronährstoffmischung ist, dass hierdurch die Aktivität von COX-2, eines entzündungsfördernden Enzyms, um 90 % gehemmt werden kann. Dieser Tatsache kommt herausragende Bedeutung zu, gerade vor dem Hintergrund, dass Ibuprofen (ein üblicherweise eingesetztes NSAID) keinerlei Wirkung gegenüber dem COX-2-Enzym besitzt.

Ebenso wie bei anderen häufig vorkommenden Gesundheitsproblemen ist es also möglich, die im Körper auftretenden Entzündungsprozesse zu kontrollieren und damit einhergehende Erkrankungen zu lindern, indem die Vorteile der Mikronährstoff-Synergie bei Entzündungen genutzt und folglich das neue Verständnis zugrunde gelegt wird, wonach über Gesundheit und Krankheit auf der Ebene von Zellen entschieden wird. In der Gesundheitsversorgung der Zukunft sollte dieser Ansatz letztlich die gefährlichen Pharmabehandlungen ersetzen und zur Norm werden.    

18. Juni 2015

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