Nährstoffe und HIV: Dritter Teil – N-Acetylcystein, Alpha-Lipoinsäure,
L-Glutamin und L-Carnitin
Patrick L
Altern Med Rev 2000 Aug;5(4):290-305
Die Bedeutung von Antioxidanzien bei der Prävention von Apoptose
und viraler Aktivierung in HIV ist gut dokumentiert. N-Acetylcystein,
Glutathion und Alpha-Lipoinsäure unterbrechen den Prozess der viralen
Aktivierung sowie den CD4-Zelltod. L-Glutamin verbessert bei einer HIV-Infektion
die Glutathionwerte und führt zu einer erheblichen Zunahme der fettfreien
Körpermasse. Die Literatur über den Einsatz von L-Carnitin
und Acetyl-L-Carnitin bei der Behandlung mitochondrialer Toxizität
sowohl in Muskel- als auch Nervenpathologien ist relevant bei der Ernährungstherapie
von HIV in Anbetracht der mitochondrialen Toxizität einer analogen
Nucleosid-reverse-Transcriptase-Inhibitor-Therapie. Die zurzeit eingesetzten
hochaktiven antiviralen Therapien, ihre Toxizität sowie erhebliche
Störungsraten haben eine konservativere Neubewertung der HIV-Behandlung
notwendig gemacht. Die Einbindung einer zusätzlichen Ernährungstherapie
in die HIV-Behandlung wird hier geprüft.
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