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Mikronährstoffe und die Progression von HIV-1

Baum MK; Shor-Posner G; Lu Y; Rosner B; Sauberlich HE; Fletcher MA; Szapocznik J; Eisdorfer C; Buring JE; Hennekens CH

AIDS 1995 Sep;9(9):1051-6

ZIEL: Festzustellen, ob der Ernährungszustand die immunologischen Marker der HIV-1-Progression beeinflusst.
AUSFÜHRUNG:
Eine Longitudinalstudie zur Bestimmung der Beziehung zwischen den Nährstoffkonzentrationen im Plasma und den CD4-Zellzahlen zusammen und in Kombination mit Beta-2-Mikroglobulin (Beta 2M; AIDS-Index) über einen Beobachtungszeitraum von 18 Monaten.
METHODEN: Biochemische Messungen des Ernährungszustands einschließlich Plasmaproteine, Zink, Eisen und die Vitamine B1, B2, B6, B12 (Cobalamin), A, E, C und Folsäure sowie immunologische Marker [Lymphozyten-Subpopulationen (CD4) und Beta 2M] bei 108 HIV-1-seropositiven homosexuellen Männern bei Studienbeginn sowie über einen Zeitraum von drei Mal sechs Monaten. Die Veränderung des Ernährungszustands (z. B. von normal zu mangelhaft bzw. von mangelhaft zu normal) wurde unter Verwendung eines autoregressiven Modells mit immunologischen Parametern in denselben Zeiträumen verglichen.
ERGEBNISSE: Die Entwicklung eines Mangels an Vitamin A oder Vitamin B12 war mit einem Rückgang der CD4-Zellzahl (P = 0,0255 bzw. 0,0377) verbunden, während die Normalisierung der Werte von Vitamin A, Vitamin B12 und Zink mit höheren CD4-Zellzahlen (P = 0,0492, 0,0061 bzw. 0,0112) einher ging. Diese Erkenntnisse blieben von der Verwendung von Zidovudin weitgehend unbeeinflusst. Für Vitamin B12 kündigte ein niedriger Ausgangsstatus eine erheblich beschleunigte HIV-1-Progression an, die anhand der CD4-Zellzahl (P = 0,041) und des AIDS-Index (P = 0,005) bestimmt wurde.
SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Daten lassen einen Zusammenhang zwischen einem Mangel an Mikronährstoffen und dem Fortschreiten der HIV-1-Erkrankung vermuten. Des Weiteren kann daraus geschlossen werden, dass die Normalisierung der Werte für Mikronährstoffe die Chance auf ein symptomfreies Überleben erhöhen könnte.

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