Widerstand in den USA gegen den Krieg
„Dieser Krieg ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht notwendig.“
(US-Senator Robert Byrd)
Lesen Sie nachstehend über die folgenden Themen:

Siehe das Videofilmmaterial vom
Friedensmarsch in San Fransisco (16. Februar 2003)
-- RealVideo
für Modemverbindung
-- RealVideo
für Hochgeschwindigkeitsverbindung
Zum Abspielen der Videos benötigen Sie den RealOne-Player™,
den Sie kostenlos herunterladen können.
Die rücksichtslose Politik der Regierung kann verheerende Folgen
auslösen
von US-Senator Robert Byrd
Rede im US-Senat – Mittwoch, 12. Februar 2003
Mit dem Gedanken an Krieg sind die grauenvollsten aller menschlichen Erfahrungen
verbunden. Da unsere Nation an diesem Februartag am Rande einer militärischen
Auseinandersetzung steht, sollte jeder Amerikaner über die Schrecken
des Krieges nachdenken.
Doch um mich herum herrscht größtenteils Stille – eine
unheilvolle, beklemmende Stille. Es gibt weder Debatten noch Diskussionen,
keinen Versuch, der Nation das Für und Wider dieses Kriegs darzulegen.
Es gibt nichts.
Wir, der Senat der Vereinigten Staaten, sind vollkommen passiv und sprachlos,
von unserer eigenen Unsicherheit gelähmt und stehen völlig unter
dem Schock der beunruhigenden Ereignisse. Nur die Leitartikelseiten unserer
Zeitungen beschäftigen sich intensiv mit der Frage, ob es klug ist,
sich auf diesen Krieg einzulassen.
Und wir haben es hier nicht mit irgendeinem kleinen Unruheherd zu tun.
Es geht nicht nur darum, einen Bösewicht in die Schranken zu weisen.
Nein, es geht um viel mehr. Sollte dieser Krieg stattfinden, wird er einen
Wendepunkt in der amerikanischen Außenpolitik und möglicherweise
auch in der jüngeren Weltgeschichte markieren.
Unsere Nation ist im Begriff, erstmals eine revolutionäre Doktrin
anzuwenden und auf ungewöhnliche Weise und zu einem unglücklichen
Zeitpunkt zu erproben. Diese Präventionsdoktrin – die Idee,
dass die USA oder jedes andere Land ganz legitim ein Land angreifen dürfen,
das keine unmittelbare, aber möglicherweise zukünftige Bedrohung
darstellen könnte – ist eine radikale Abkehr von der traditionellen
Vorstellung der Selbstverteidigung und verstößt sowohl gegen
das Völkerrecht als auch die UN-Charta. Und diese Doktrin wird ausgerechnet
in einer Zeit des weltweiten Terrorismus ausprobiert, so dass sich viele
Länder rund um den Erdball fragen müssen, ob sie nicht auch
schon bald auf unserer Abschussliste oder der eines anderes Landes stehen
werden.
Vor kurzem wollten hochrangige Regierungsmitglieder bei der Diskussion
eines Militärschlags gegen den Irak den Einsatz von Atomwaffen nicht
ausschließen. Was könnte destabilisierender und unvernünftiger
sein als diese Unsicherheit, insbesondere in einer Welt, in der durch
die fortschreitende Globalisierung die vitalen Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen
vieler Länder so eng miteinander verknüpft sind? In unseren
seit langem bewährten Bündnissen entstehen gewaltige Risse und
die Absichten der USA werden plötzlich zum Gegenstand weltweiter,
unvorteilhafter Spekulationen. Ein Antiamerikanismus aufgrund von Misstrauen,
falschen Informationen, Verdächtigungen und der besorgniserregenden
Rhetorik führender US-Politiker spaltet die einst unerschütterliche
Allianz gegen den weltweiten Terrorismus, die nach dem 11. September bestanden
hatte.
Hier, zu Hause, sind die Menschen zwar vor drohenden terroristischen
Anschlägen gewarnt, wissen aber nicht, wann und wo ein solcher Anschlag
erfolgen kann. Familienmitglieder werden zum aktiven Militärdienst
einberufen, ohne die Dauer ihres Aufenthalts oder die zu erwartenden Schrecken
auch nur ansatzweise zu kennen. Städte und Gemeinden werden unter
dem nunmehr unzureichenden Schutz von Polizei und Feuerwehr zurückgelassen.
Andere wichtige Dienststellen sind ebenfalls unterbesetzt. Die Nation
hat ein Gefühl der Trostlosigkeit erfasst. Die Wirtschaft gerät
ins Wanken. Die Benzinpreise steigen und können bald schon ihren
Höchststand erreichen.
Diese Regierung, die gerade einmal zwei Jahre im Amt ist, muss nach ihrer
Leistung beurteilt werden. Und meiner Ansicht nach ist diese Leistung
eher kläglich.
In diesen beiden Jahren hat die Bush-Administration einen für die
nächsten zehn Jahre prognostizierten Überschuss in Höhe
von $ 5,6 Billionen verschwendet und führt uns immer tiefer ins Defizit.
Die Innenpolitik dieser Regierung hat viele unserer Bundesstaaten an den
Rand des Ruins getrieben, die nun wichtige Programme für die Bevölkerung
nicht mehr finanzieren können. Diese Administration verfolgt eine
Politik, die das wirtschaftliche Wachstum hemmt. Diese Administration
hat dringende Angelegenheiten wie die Krise in der Gesundheitsfürsorge
für ältere Menschen ignoriert. Diese Administration stellt nur
zögerlich angemessene Geldmittel für die innere Sicherheit zur
Verfügung. Diese Administration sträubt sich, unsere langen
und durchlässigen Grenzen besser zu schützen.
Außenpolitisch hat diese Regierung bei der Suche nach Osama bin
Laden versagt. Tatsache ist, dass wir erst gestern wieder von ihm gehört
haben. Er zieht seine Streitkräfte zusammen und schwört sie
aufs Töten ein. Diese Regierung hat traditionelle Bündnisse
gespalten und womöglich für immer internationale Ordnungsinstanzen
wie die Vereinten Nationen und die NATO handlungsunfähig gemacht.
Diese Regierung hat das bisherige Bild der Welt von den USA als wohlmeinender
Friedensstifter in Frage gestellt. Diese Regierung hat an die Stelle der
geduldigen Kunst der Diplomatie Drohungen, Etikettierungen und Beschimpfungen
gesetzt, die die Intelligenz und die Sensibilität unserer politischen
Führer in einem äußerst schlechten Licht erscheinen lassen
und die noch auf Jahre hinaus Konsequenzen haben werden.
Staatschefs als Zwerge, ganze Länder als böse und mächtige
europäische Verbündete als irrelevant zu bezeichnen, zeugt von
einer groben Unsensibilität, die unserer Nation großen Schaden
zufügen kann. Trotz unserer massiven militärischen Macht können
wir den weltweiten Krieg gegen den Terrorismus nicht allein führen.
Wir brauchen die Unterstützung und Freundschaft unserer bewährten
Verbündeten ebenso wie die neuer Freunde, die wir durch unseren Wohlstand
gewonnen haben. Unsere großartige Militärmaschinerie wird uns
nur wenig nützen, wenn wir einen weiteren vernichtenden Anschlag
innerhalb unserer eigenen Grenzen erleben, der unserer Wirtschaft großen
Schaden zufügt. Unsere militärische Macht ist bereits bis zum
Äußersten gefordert und wir brauchen die zunehmende Unterstützung
der Nationen, die Truppen entsenden können und uns nicht nur anfeuern.
Der Krieg in Afghanistan hat uns bislang $ 37 Milliarden gekostet, und
dennoch mehren sich die Zeichen, dass der Terrorismus in dieser Region
wieder Fuß fassen könnte. Wir haben bin Laden noch nicht gefasst,
und wenn es uns nicht gelingt, in Afghanistan den Frieden zu sichern,
können sich in diesem entfernten und zerstörten Land wieder
Terroristennester bilden.
Auch Pakistan wird von destabilisierenden Kräften bedroht. Obwohl
diese Regierung den ersten Krieg gegen den Terrorismus noch nicht beendet
hat, kann sie es gar nicht erwarten, sich in den nächsten Konflikt
zu stürzen, der noch wesentlich größere Gefahren in sich
birgt als Afghanistan. Ist unser Gedächtnis so kurz? Haben wir denn
nicht gelernt, dass nach einem gewonnenen Krieg der Frieden gesichert
werden muss?
Und es ist kaum etwas darüber zu hören, was nach einem Irak-Krieg
geschehen soll. Wo es keine Pläne gibt, ist Spekulationen Tor und
Tür geöffnet. Werden wir die irakischen Ölfelder in Besitz
nehmen und als Besatzungsmacht Ölpreis und Öllieferung dieses
Landes auf absehbare Zeit bestimmen? Wer soll nach Saddam Hussein die
Macht aus unseren Händen übernehmen?
Wird unser Krieg die gesamte moslemische Welt entzünden und verheerende
Angriffe auf Israel zur Folge haben? Wird Israel darauf mit seinen Atomwaffen
antworten? Werden die Regierungen von Jordanien und Saudi Arabien von
radikalen Moslems gestürzt, unterstützt vom Iran, der wesentlich
engere Beziehungen zum Terrorismus unterhält als der Irak?
Könnte eine Unterbrechung der Öllieferungen womöglich eine
weltweite Rezession auslösen? Hat unsere unsinnige Kriegssprache
und unsere grobe Missachtung der Interessen und Meinungen anderer Länder
das globale Wettrennen und einen Platz im Kreise der Atommächte beschleunigt
und die Weitergabe von atomarem Material zu einer noch lukrativeren Möglichkeit
für Länder in Geldnot gemacht?
In nur zwei Jahren hat diese rücksichtslose und arrogante Regierung
eine Politik eingeführt, die auf Jahre hinaus verheerende Folgen
haben kann.
Man kann die Wut und den Schock eines Präsidenten nach den grausamen
Anschlägen vom 11. September verstehen. Man kann auch die Frustration
nachvollziehen, die sich einstellt, wenn man versucht, einen Schatten
zu jagen, einen gestaltlosen, nicht greifbaren Feind, an dem Vergeltung
zu üben beinahe unmöglich ist.
Es gibt jedoch keine Entschuldigung dafür, wenn eine mächtige
Regierung, die das Schicksal der größten Supermacht auf unserem
Planeten lenkt, ihre Frustration und ihre Wut in ein extrem destabilisierendes
und gefährliches außenpolitisches Debakel umwandelt, wie es
die Welt gerade erlebt. Viele der Äußerungen dieser Regierung
kann man nur als skandalös bezeichnen. Es gibt kein anderes Wort
dafür.
Und dennoch herrscht hier im Saal gequältes Schweigen. Am Vorabend
des Tages, der Tod und Zerstörung über den Irak bringen kann,
dessen Bevölkerung zu mehr als 50 % jünger als 15 Jahre ist,
schweigt diese Kammer. In wenigen Tagen schicken wir vielleicht Tausende
unserer Bürger in einen Krieg, in dem sie die unvorstellbaren Grausamkeiten
einer chemischen und biologischen Kriegsführung erleben müssen
– und dennoch schweigt diese Kammer. Schon morgen könnte uns
ein teuflischer Terroranschlag als Vergeltung für unseren Angriff
auf den Irak ereilen, doch der Senat der Vereinigten Staaten macht weiter,
als sei nichts geschehen.
Wir bewegen uns wie Schlafwandler durch die Geschichte. Ich bete aus tiefstem
Herzen darum, dass es für diese große Nation und ihre guten
und vertrauensvollen Bürger kein böses Erwachen geben wird.
Krieg ist immer unberechenbar. Und Krieg muss immer das letzte Mittel
bleiben und darf nicht die erste Wahl sein. Ich muss, um ehrlich zu sein,
das Urteilsvermögen eines Präsidenten in Frage stellen, der
behauptet, dass ein massiver, nicht provozierter militärischer Angriff
auf eine Nation, die zu mehr als der Hälfte aus Kindern besteht,
„die höchsten moralischen Traditionen unseres Landes fortsetzen
würde“. Dieser Krieg ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht
notwendig. Der Druck auf den Irak scheint positive Ergebnisse zu zeitigen.
Unser Fehler war, uns zu schnell festzulegen. Wir sehen uns nun der Herausforderung
gegenüber, einen taktvollen Weg zu finden, um uns wieder von der
Schlinge zu befreien, die wir uns selbst um den Hals gelegt haben. Vielleicht
gibt es ja noch einen Ausweg, wenn wir uns mehr Zeit lassen.
Parlament von Maine verabschiedet Irak-Resolution
AUGUSTA, Maine (AP) – Nach einer emotionalen und langwierigen Debatte
verabschiedete das Parlament von Maine eine Resolution, die Präsident
George W. Bush auffordert, den Irak mithilfe der Vereinten Nationen und
ohne militärische Intervention zu entwaffnen.
Die Resolution, die zweimal geändert wurde, um auch die Bedenken
und Einwände ihrer Gegner zu berücksichtigen, die sie als voreingenommen,
entzweiend und fruchtlos bezeichneten, wurde Dienstagabend mit 77 zu 66
Stimmen angenommen und an den Senat weitergeleitet. Bush sollte laut dieser
Resolution eine Lösung für die irakische Bedrohung finden, die
die Sicherheit der Amerikaner nicht gefährdete.
Nach Ansicht von Befürwortern könnte die Resolution der erste
Schritt zu einer Lösung des Irak-Konflikts sein, die die Zustimmung
eines bundesstaatlichen Parlaments findet. Vor einer Woche verabschiedete
das Parlament von Hawaii eine Resolution, in der es die unilaterale Handlungsweise
der USA zur Entwaffnung des Irak und von Nordkorea verurteilte (Nachrichten-Websites).
Die Gegner wandten ein, dass ein bundesstaatliches Parlament nicht befugt
sei, sich in nationale Angelegenheiten einzumischen. „Ganz gleich,
wie man die Sache auch dreht und wendet, dieses Parlament hat nicht darüber
zu entscheiden“, so der Republikaner Thomas Murphy Jr.
Tom Watson jedoch, demokratisches Mitglied des Repräsentantenhauses,
sagte, dass er den Beschluss unterstützen würde, denn er habe
die Schrecken des Krieges in Vietnam kennen gelernt.
„Ganz egal, wie chirurgisch ein Krieg geführt wird ... Krieg
ist immer blutig und brutal und muss mit allen Mitteln verhindert werden.“
Das Parlament von Maine hat in der Vergangenheit über Resolutionen
abgestimmt, die sich mit Themen wie der Apartheid-Regierung in Südafrika
und dem Konflikt in Nordirland beschäftigten.
Nobelpreisträger rufen Bush zum Frieden auf
Offener Brief an Präsident Bush:
KRIEG GEGEN DEN IRAK?
DIE SCHLECHTESTE LÖSUNG FÜR DIE GRAVIERENDEN PROBLEME DER WELT
Krieg bedeutet immer einen Schritt zurück. Er ist das Eingeständnis,
dass Demokratie, Entwicklung und Verständnis versagt haben: eine
Niederlage für die gesamte Menschheit!
Wir sind stets für das Leben und gegen Gewalt eingetreten, vor allem
aber seit dem 11. September 2001. Und dennoch bedroht die aggressive Haltung
der USA gegenüber dem Irak die Grundlage für die friedliche
Koexistenz und das internationale Recht auf der Welt. Diese Grundlage,
die nach dem Zweiten Weltkrieg und unter amerikanischer Führung geschaffen
wurde, um in Zukunft Kriege zu verhindern.
Trotz der Anstrengungen der UN und einiger Staaten, die USA von einem
Alleingang abzubringen – die Resolution 1441 des Sicherheitsrats
ebnete wieder den Weg für eine diplomatische Lösung des Konflikts
– steht ohne jeglichen Zweifel fest, dass Sie, ungeachtet der Ergebnisse
der UN-Inspektionen und des heftigen Widerstands und Protests zahlreicher
Menschen, Institutionen und Regierungen auf der ganzen Welt, entschlossen
sind, einen Krieg gegen den Irak zu beginnen, der mit Sicherheit noch
mehr Tod, Leid und Verzweiflung über ein Volk bringen wird, das bereits
unterdrückt wird und dessen Durchhaltevermögen bis an die äußersten
Grenzen strapaziert ist.
Trotz der Kampagnen mit falschen Informationen sieht die öffentliche
Meinung der meisten Länder keine Notwendigkeit für einen Präventivkrieg.
Glaubt die US-Regierung wirklich, dass sie durch die Verbreitung falscher
Informationen und durch Präventivkriege mithilft, eine friedliche
und demokratische Welt zu schaffen, eine gerechtere, freiere und sicherere
Welt? Sind Sie taub gegenüber den empörten Protesten, die sich
überall auf dem Globus und auch in Ihrem eigenen Land erheben?
Wir fordern Sie auf, sich an Ihre große Verantwortung vor der Geschichte
zu erinnern und die gewaltigen Ressourcen, die Ihnen zur Verfügung
stehen, zu nutzen, um der Menschheit zu helfen, wieder ihren Glauben an
sich selbst zu finden, wie es Ihr Land in der Vergangenheit getan hat.
Verbreiten nicht auch Sie die mitleidlose Botschaft, dass nur wirtschaftliche
Interessen, die in diesem Fall mit der Öl- und Kriegsindustrie verbunden
sind, die Welt dazu bewegen können, aktiv zu werden, nur um noch
mehr Leid, Armut und Hass über die Erde zu bringen. Lösen Sie
diese Probleme im Geiste von Solidarität, Gerechtigkeit und Hilfsbereitschaft.
Denn das brauchen und erwarten die Menschen.
Wir werden auch weiterhin den Kummer und die Angst verstehen und teilen,
die die schrecklichen Ereignisse des 11. Septembers tief in die Herzen
des amerikanischen Volkes gegraben haben. Um eine Wiederholung dieser
Tragödie und dieses Schmerzes zu verhindern und den Terrorismus ein
für allemal vom Angesicht der Erde zu tilgen, müssen Sie jedoch
genau das Gegenteil von dem tun, was Sie vorhaben. Wir fordern Sie zu
einer radikalen Kehrtwendung auf, um der Welt tatsächlich Frieden,
Gerechtigkeit und Entwicklung zu bringen.
Federico Mayor Zaragoza
Noam Chomsky, Massachusetts Institute of Technology
Mario Soares, Fundaçao Mario Soares
Rigoberta Menchú, Nobel Peace Prize Laureate
Joseph Rotblat, Nobel Peace Prize Laureate
Adolfo Pérez Esquivel, Nobel Peace Prize Laureate
Danielle Mitterrand, France Libertés
Cora Weiss, The Hague Appeal for Peace
José Saramago, Nobel Prize in Literature
Susan George, Transnational Institute
Ignasi Carreras, Intermón Oxfam - Oxfam International
Alexander Likhotal, Green Cross International
Colin Archer, International Peace Bureau
Eduardo Estévez, Confederación Mundial del Trabajo
Kailash Satyarthi, Global March Against Child Labour
Andrew Simms, Jubilee
Mohammed Fayek, The Arab Organisation for Human Rights
Á ngel Strappazzon, MOCASE / Vía Campesina
Cornelio Sommaruga, Foundation Caux-Initiatives of Change
Kin Chi Lau, ARENA Asian Regional Exchange for New Alternatives
Alain Touraine, EHESS
Kumi Naidoo, CIVICUS
Sara Longwe, FEMNET The African Women's Development and Communication
Network
Jorge Brovetto, Asociación de Universidades Grupo Montevideo
Lois Barber, EarthAction
Paul Ortega, World Federation of UNESCO Clubs, Centres and Associations
Abdullahi An-Na'im, Emory University
Jorge Nieto, Centro Internacional para la Cultura Democrática
Mary-Wynne Ashford, International Physicians for the Prevention of Nuclear
War
Hazel Henderson, Writer
Fèlix Martí, Linguapax Institute
Fatma Alloo, DAWN Development Alternatives with Women for a New Era -
Africa
Anaisabel Prera, Fundación para una Cultura de Paz
Arcadi Oliveres, Justice and Peace - Europe
Gabriela Cauduro, Servicio Justicia y Paz - Latinoamérica
À ngels Mataró, Asociación para las Naciones Unidas
- España y Latinoamérica
Martí Olivella, Alianza para un mundo responsable, plural y solidario
Martha Honey, Foreign Policy in Focus
Warren Bell, Canadian Association of Physicians for the Environment
Raimon Ribera, Centre UNESCO de Catalunya
Paiboon Wattanasiritham, Community Organizations Development Institute
Gurutz Jáuregui, Writer
Josep Maria Fàbregues, Coordinadora Catalana de Fundacions
Josep Xercavins, UBUNTU Forum Ad Hoc Secretariat
|