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Der Lipobay-Skandal

Die vor Kurzem aufgedeckten Dokumente um den Lipobay-Prozess in den USA lassen eindeutige Rückschlüsse zu, dass der Hersteller dieser Produkte, die Bayer AG, von Beginn an davon wusste, dass ihr Cholesterinsenker Lipobay (Baycol) etwa 200mal gefährlicher als andere Statin-Medikamente ist.

Eine am 2. und 3. Juni 2003 abgehaltene Konferenz zum Lipobay-Prozess in den Vereinigten Staaten beschäftigte sich mit den Aussagen, die bisher in diesem Prozess gemacht wurden. Bis zum 2. Juni kamen bereits 79 Aussagen mit insgesamt mehr als 100.000 Seiten zusammen, dazu kommen noch einmal 30 auf Video aufgezeichnete Aussagen. Sie sind alle Teil des Rechtsstreits gegen Bayer wegen fehlerhafter Herstellung, des Unterlassens adäquater Warnhinweise und der Haftung für entstandene Schäden.

Alle diese Dokumente lassen den eindeutigen Schluss zu, dass Bayer von Beginn an um die Gefährlichkeit seines Cholesterinmittels Lipobay (Cerivastatin) wusste und dies während der klinischen Tests verschwieg. Bereits 1992 warnte Dr. von Keutz, ein führender Toxikologe von Bayer, sein Unternehmen vor dem extrem gefährlichen Cerivastatin, das mit Muskelschwund in Zusammenhang gebracht wurde. Doch diese Bedenken wurden von Prof. Meyer, dem Geschäftsführer der Bayer Pharmasparte, ignoriert. Prof. Meyer und andere Mitglieder des Managements erklärten Dr. von Keutz, Bayer werde dieses Produkt auf jeden Fall entwickeln, trotz der Gefahren.

Lesen Sie dieses Dokument und die Stellungnahmen von wichtigen Zeugen
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