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Die weltweite Krise der Gesundheitssysteme beruht nicht auf Unterfinanzierung, sondern auf unwirksamen Therapien

von PAUL ANTHONY TAYLOR

Eine Definition des Irrsinns, so heißt es mitunter, sei, wiederholt das Gleiche zu tun und dennoch einen anderen Ausgang zu erwarten. Genau daran wurde ich erinnert, als ich kürzlich einen Bericht über das britische Gesundheitssystem (National Health Service, NHS) las. Unter der gegenwärtigen finanziellen und personellen Ausstattung, so wird dort behauptet, sei es unmöglich, einen ganzwöchigen Service anzubieten. Mit über 1,7 Millionen Beschäftigten und einem Jahresetat von 116,4 Milliarden Britische Pfund (148 Mrd. US$) immerhin der weltweit fünftgrößte Arbeitgeber, stehe das NHS angeblich am Rande des Kollaps. Die jetzige Misere: Angehende Ärzte streiken, es gibt gerichtliches Vorgehen gegen neue Verträge, und in den nächsten 5 Jahren werden Kostensteigerungen auf 133,1 Mrd. £ (169 Mrd. US$) vorausgesagt. Dies vor Augen, kam ich nicht umhin zu schlussfolgern, das verbissene Festhalten an pharmaorientierten Therapien sowie das konsequente Sich-Weigern, alternative Gesundheitskonzepte zu berücksichtigen, grenze an Irrsinn.

Von den vier im NHS zusammengefassten Gesundheitssystemen (England, Schottland, Wales und Nordirland) zeigen die Zahlen Englands, dass die Akutkrankenhäuser in einer besonders düsteren wirtschaftlichen Situation stecken. Offenbar befinden sich 80% der Einrichtungen im Finanzdefizit. Als wichtigste Auswege, um sich daraus zu befreien, werden diskutiert: Einschnitte bei der Belegschaft vorzunehmen, Gebühren zu erheben (Gegenwärtig ist das NHS öffentlich finanziert und die meisten Leistungen sind kostenfrei erhältlich.) oder eine „drakonische Rationierung“ bei den Behandlungen einzuführen.

Die terminlichen Wartezeiten im NHS befinden sich ebenso auf Rekordniveau wie die Verzögerungen bei den Krankenhausentlassungen. Da könnte man erwarten, es sei nun endlich soweit, dass wissenschaftlich begründete Therapien und Maßnahmen der Prävention ernsthaft in Erwägung gezogen würden. Doch davon keinerlei Anzeichen! Dass aber solche ernsthaften Reformen hinsichtlich der angebotenen Therapieansätze selbst in einem Land unterlassen werden, welches mit dem Brexit-Votum doch gerade erst seine größte Entscheidung für Veränderung getroffen hat, verrät eine ganze Menge.

Tägliche Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln kann die nationalen Gesundheitsausgaben reduzieren

Natürlich ist Großbritannien weit davon entfernt, das einzige Land zu sein, das sich explodierenden Gesundheitskosten gegenüber sieht. Überall auf der Welt müssen Regierungen zunehmend der Wirklichkeit ins Auge blicken, dass ihre Gesundheitssysteme instabil werden. Als Gründe dafür werden gewöhnlich das Altern der Bevölkerung angeführt und ausufernde Ausgaben bei den Arzneimitteln. Wenig Beachtung wird hingegen der Tatsache geschenkt, dass unsere Gesundheitsdienste generell so gestaltet sind, dass die Behandlung von Krankheitssymptomen im Vordergrund steht. Die eigentlichen Ursachen gesundheitlicher Probleme werden weitgehend ignoriert; völlig im Gegensatz zu dem Eindruck, den die Pharmaindustrie und deren Interessensvertreter aufzubauen bemüht sind.

Derweil das Ausmaß von Krankheiten in unseren heutigen Gesellschaften zunimmt, verharrt der jetzige Ansatz der Medizin praktisch immerfort auf der Wiederholung des Gleichen und hofft trotzdem auf bessere Ergebnisse. In der gleichen Weise entlarven sich Politiker oder Amtsträger, wenn sie behaupten, die einzigen Optionen, um einen Niedergang unserer Gesundheitssysteme zu vermeiden, bestünden im Abbau von Arbeitskräften, der Erhöhung von Gebühren oder der Einschränkung von Leistungen. – Sie haben entweder nicht nach den wahren Gründen gesucht oder aber sie wollen uns bewusst hinters Licht führen.

Seit nunmehr einigen Jahren schon belegen wirtschaftliche Analysen, dass es durch die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln möglich ist, die nationalen Gesundheitsausgaben einzudämmen. Um ein Beispiel herauszugreifen: Eine im Jahr 2013 im American Journal of Managed Care publizierte Studie beeindruckt durch die Auswertung von 44 Millionen Krankenhausberichten von Patienten im Erwachsenenalter. Dabei fanden die Forscher heraus, dass der Einsatz von Nahrungsergänzung die Liegezeiten auf der Station im Durchschnitt um mehr als 2 Tage verkürzte, womit eine Kostenreduktion von durchschnittlich mehr als 4700 US$ einherging. Außerdem war die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten erneut aufgenommen werden mussten, um 7 % gesunken.

Die Forschung macht das erhebliche Potential an Einsparungen deutlich, welches bereits durch sehr einfache Maßnahmen zustande käme, nämlich sobald bei der Bevölkerung die Aufnahme von ausreichend Vitamin D sichergestellt wäre. Eine Überblicksstudie aus dem Jahr 2010 kam zu dem Ergebnis, dass sich über 37 Milliarden Euro (42 Mrd. US$) Kosten im Jahr sparen ließen, wenn die Menschen in Deutschland genügend Vitamin D erhielten.

Echte Gesundheitsreformen vollziehen den Wechsel zu natürlichen und präventionsbezogenen Konzepten

By Sage Ross (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons from Wikimedia Commons

Unser Ziel muss letztlich sein, die auf unserem Planeten derzeit etablierten Gesundheitssysteme radikal zu verändern, und zwar dahingehend, dass ihnen Maßnahmen wirklicher Prävention von Krankheiten zugrunde gelegt werden. Da als Hauptursache chronischer Krankheiten mittlerweile ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und anderer Mikronährstoffe identifiziert wurde, ist auch klar, dass optimale Gesundheit und Wohlergehen nicht zu erreichen sind mithilfe irgendwelcher Therapien, die den Schwerpunkt auf Medikamente legen.

Die Lösung der globalen Krise der Gesundheitssysteme hängt durchaus nicht davon ab, wieviel Geld einem Problem hinterhergeworfen wird. Solange die finanziellen Mittel nicht sinnvoll eingesetzt werden und gezielt die eigentlichen Ursachen von chronischen Krankheiten bekämpft werden, werden unsere Gesundheitssysteme unweigerlich in der Falle sitzen und es wird weiterhin wirkungslose Symptombehandlungen geben, zu immer höheren Kosten.

Echte Gesundheitsreformen betrachten die eigentlichen Ursachen von chronischen Krankheiten und handeln entsprechend, indem der Bevölkerung anhand wissenschaftlich begründeter Naturheilverfahren die Vermeidung von Krankheiten ermöglicht wird. Hoffen wir also, dass früher oder später eine Regierung gewählt wird, die dies versteht.

10. Oktober 2016

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