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Aufgedeckt: Europäische Verbraucherorganisation BEUC bezieht Unterstützung von Währungsspekulant George Soros und der Brüsseler EU

von PAUL ANTHONY TAYLOR

In einem aktuellen Bericht fordert die europäische Verbraucherorganisation BEUC die Brüsseler EU zu einer Verschärfung der Regeln für Nahrungsergänzungsmittel auf. Mit der absurden Behauptung, deren Anwender liefen angeblich Gefahr, „potentiellen Nebenwirkungen“ ausgesetzt zu sein, fordert die Lobbygruppe die Harmonisierung des Europäischen Rechts, um sämtliche Anbieter zu erfassen. Doch während die BEUC bemüht ist, ihre Analysen als vertrauenswürdig und unabhängig zu präsentieren, zeigt sich, dass dieselbe Lobbyorganisation im Laufe der letzten Geschäftsjahre Unterstützung vom milliardenschweren Währungsspekulanten George Soros und von der Brüsseler EU bezog.

Die BEUC gibt vor, sich als Vertreterin und Verteidigerin der Interessen europäischer Verbraucher einzusetzen. Sie beteuert, sie nähme die Entscheidungen der Brüsseler EU dahingehend unter die Lupe, inwieweit dadurch Verbraucherinteressen beeinträchtigt würden. Allerdings ist die Position, welche die BEUC im Bereich der Ernährung einnimmt, seit jeher eine altertümliche. Obwohl umfassenden Belege dokumentieren, dass der Nährstoffgehalt in unseren Lebensmitteln während der vergangenen Jahrzehnte erheblich zurückgegangen ist, hält die BEUC an ihrer Ansicht fest: Die meisten Verbraucher bräuchten keinerlei Nahrungsergänzung, denn eine ausgewogene Ernährung sollte alle notwendigen Nährstoffe abdecken.

Markant zeigte sich diese Haltung bereits in dem Hervortreten der BEUC und ihrer Funktionäre als Verfechter der restriktiven Brüsseler EU-Richtlinie über Nahrungsergänzung. Diese trat im Juli 2002 in Europa in Kraft. Erklärtes Ziel dieser diktatorischen Vorschrift ist die europaweite Festschreibung von Höchstmengen an Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln; gerade so wie es die BEUC jetzt einfordert. Kein Wunder also, dass die Richtlinie bei Befürwortern von natürlicher Gesundheit in Europa auf massiven Widerspruch trifft.

Vielsagend ist auch, dass die BEUC zwar eine Einschränkung auf Seiten der Nahrungsergänzungsmittel erreichen will, dagegen aber für „einen besseren Zugang zu Medikamenten“ eintritt. Auf ihrer Webseite erklärt die Organisation, „Verbraucher sollen in der Lage sein, die richtigen Arzneimittel zum richtigen Preis und zur rechten Zeit zu bekommen“. Sie beklagt, dass der Zugang der Verbraucher zu Medikamenten „erheblich erschwert“ werde, und behauptet, Krankhäusern und Apotheken gingen Arzneimittel aus, zu denen es angeblich „keine Alternative“ gäbe.

BEUC, Soros und die Brüsseler EU

Derweil die BEUC vorgibt, die Interessen von Verbrauchern gegenüber der Brüsseler EU zu verteidigen, erhält sie von derselben Institution jährlich 1,4 Mio. Euro Förderung.

Image by Sébastien Bertrand [CC BY 2.0 or CC BY 2.0], via Wikimedia Commons from Wikimedia Commons

Unterstützt wurde die BEUC über die vergangenen Geschäftsjahre hinweg durch die Open Society Foundations. Hinter diesem international tätigen Stiftungsnetzwerk, welches dem Namen nach für „Offene Gesellschaften“ eintritt, steht der Währungsspekulant George Soros. Der multimilliardenschwere Investor kann auf eine lange Geschichte moralisch fragwürdiger Währungsspekulationsgeschäfte zurückblicken, darunter etwa seine mutmaßliche Rolle als Auslöser der asiatischen Wirtschaftskrise von 1997, die für eine Gruppe südostasiatischer Länder Anlass war, Soros strafrechtlich zu verfolgen.

In Frankreich wurde Soros des Insiderhandels überführt, weil er im Jahr 1988 Aktienpakete der französischen Großbank Société Générale gekauft und verkauft hatte, nachdem er von den Übernahmeplänen erfahren haben soll. Außerdem investierte er über die Jahre hinweg auch massiv in die Pharmaindustrie und erwarb große Unternehmensanteile von Pfizer, Allergan, Abbott Laboratories und anderen.

Doch ist Soros durchaus nicht der einzige umstrittene Unterstützer von BEUC.

Rund die Hälfte ihrer Einnahmen bekommt die Lobbygruppe von ihren nationalen Mitgliedsorganisationen. Daneben erhält die BEUC eine jährliche Zuwendung in Höhe von 1,4 Millionen Euro von der Brüsseler EU. Im Jahr 2015 machte dieser Betrag 37% des Betriebsbudgets aus.

Bezeichnend ist auch die Lage des Büros der BEUC. Wie bei so vielen anderen in Brüssel ansässigen Lobbyorganisationen befindet es sich zweckmäßig gelegen, nur wenige Straßen entfernt vom riesigen Berlaymont Gebäude, dem Sitz der Brüsseler EU-Kommission. Ebenso aufschlussreich und ein weiteres Merkmal für die enge Beziehung zwischen der BEUC und der Kommission ist die Tatsache, dass auf der Webseite der Kommission die Biographien von Örjan Brinkman (dem Präsidenten der Lobbygruppe), Monique Goyens (deren Generaldirektorin) und Ursula Pachl (deren stellvertretende Generaldirektorin) abrufbar sind.

Willfährige Wegbereiter?

Angesichts dieser Fakten werden Befürworter von natürlicher Gesundheit kopfschüttelnd die seitens der BEUC eingebrachten Forderungen einzuordnen wissen. Allzu offensichtlich leistet die angestrebte Verschärfung der Nahrungsergänzungsmittel-Richtlinie den Auftraggebern Folge. Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit – bei der BEUC könnte sie kaum deutlicher auseinander klaffen: Einerseits erhält die BEUC Unterstützung von einer Organisation eines multimilliardenschweren Währungsspekulanten, Pharma-Investors und verurteilten Insider-Händlers, andererseits schreibt sie sich den Schutz von Verbraucherinteressen auf die Fahne. Zumal die BEUC auch noch Geldleistungen von eben jenem Politikapparat bezieht, dem gegenüber sie die Interessen der europäischen Verbraucher zu verteidigen vorgibt, verliert diese Gruppierung jegliche Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit. Da wäre es noch untertrieben zu sagen, dass die Eigenzuschreibung, „die Stimme der Verbraucher in Europa“ zu sein, eine äußerst fragwürdige ist.

Der sich mittlerweile abzeichnende Niedergang der Brüsseler EU fordert dazu heraus, den ganzen Lug und Trug zu hinterfragen, mit dem die Menschen in Europa seit über einem halben Jahrhundert an der Nase herumgeführt wurden. Wenn die europäischen Verbraucher dann erkennen, dass die BEUC kein Teil der Lösung, sondern des Problems ist, so liegt das Verschulden bei dieser Organisation allein.

Derweil die BEUC vorgibt, die Interessen von Verbrauchern gegenüber der Brüsseler EU zu verteidigen, erhält sie von derselben Institution jährlich 1,4 Mio Euro Förderung.

14. Oktober 2016

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