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Fehlmedikationen und Nebenwirkungen gehören einer neuen Studie zufolge bei chirurgischen Eingriffen zum Alltag

Bild: Von Ion Chibzii [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Eine aktuelle Studie, die das Zustandekommen fehlerhafter Medikamentierungen und arzneimittelbedingter Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Operationen untersucht – nämlich unmittelbar vor dem Eingriff, währenddessen sowie im direkten Anschluss daran –, deutet darauf hin, dass Fehlmedikationen oder unerwünschte Nebenwirkungen bei etwa 50 Prozent der Operationen vorkommen und 5 Prozent der verabreichten Arzneimittel betreffen. Bei einem Drittel der aufgedeckten Fehler traten unerwünschte Nebenwirkungen auf oder es kam sogar zur Schädigung von Patienten. In die Untersuchung gingen 277 zufällig ausgewählte Operationen ein, die am Massachusetts General Hospital in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurden. Die Studie erscheint in Anesthesiology, dem offiziellen medizinischen Fachblatt der Amerikanischen Gesellschaft der Anästhesisten.

Das 1811 gegründete Massachusetts General Hospital bildet den Ursprung der Havard Medical School und ist noch immer deren größte Uni-Klinik. An den in die Analyse  eingeflossenen Operationen aus dem Zeitraum zwischen November 2013 und Juni 2014 waren insgesamt 225 Angestellte des Klinikpersonals beteiligt – Narkoseärzte, Anästhesieschwestern und Assistenzärzte. Die Forscher fanden heraus, dass es bei 124 der insgesamt 277 untersuchten OPs mindestens einmal zu einer Fehlmedikation kam bzw. zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Während ein Drittel der falsch erfolgten Medikamentierungen tatsächlich zu Nebenwirkungen führte, hatten nach Ansicht der Wissenschaftler die übrigen zwei Drittel das Potential, solche auszulösen. Außerdem war in 20 Prozent der Fälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen kein Zusammenhang mit einer Fehlmedikation feststellbar, was nahe legt, dass diese Ereignisse als direkte Folge der Giftigkeit von Arzneimitteln anzusehen sind.

Ein aus Sicht der Patienten besonders beunruhigender Aspekt dieser Studie ist, dass bereits vorangegangene Forschungen diese aktuellen Erkenntnisse eindeutig unterstützen; so auch Arbeiten, die im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht wurden, also in einer der weltweit angesehensten medizinischen Fachzeitschriften. Die Gefahr des pharmaorientierten Ansatzes in der konventionellen Medizin ist nach Aussage eines JAMA-Artikels so immens, dass herkömmlich arbeitete Ärzte, Kliniken und deren Behandlungen die dritthäufigste Todesursache in den USA ausmachen, einzig übertroffen durch Herzkrankheiten und Krebs. Zu einer ganz ähnlichen Einschätzung kam eine ebenfalls im JAMA publizierte Studie von 1998, derzufolge im Jahr 1994 in den Vereinigten Staaten rund 2.216.000 Krankenhauspatienten schwere Arzneimittelschäden erlitten, wobei 106.000 tödlich endeten. Dies weist darauf hin, dass der Einsatz verschreibungspflichtiger Medikamente zwischen Platz vier und sechs der führenden Todesursachen in den USA rangiert.

Derweil die Studie am Massachusetts General Hospital eigentlich dazu beitragen sollte, Lösungen aufzuzeigen, mit denen sich das Auftreten unerwünschter Arzneimittelwirkungen verhindern ließe, zeichnet sich ab, dass dieses Ziel nahezu illusorisch ist. Denn selbst wenn diese Medikamente angeblich „korrekt“ verordnet und angewendet würden, existiert so etwas wie ein sicheres Arzneimittel in der Realität nicht. Vielmehr werden die synthetisch erzeugten chemischen Moleküle, die in der Natur nicht vorkommen, vom Körper als Fremdstoffe wahrgenommen, die folglich entgiftet und nach Möglichkeit wieder ausgeschieden werden müssen. Versagt das Abwehrsystem des Körpers bei dieser kritischen Aufgabe, so treten schwere und bisweilen eben auch tödliche Nebenwirkungen unweigerlich auf.

Um wirkliche Gesundheit und Genesung zu erreichen, ist es schließlich notwendig, die eigentlichen Krankheitsursachen anzugehen: Mikronährstoff-Mangel. Wird dies unterlassen oder vernachlässigt, so richtet sich jegliches „Gesundheitssystem“, das in seinen grundsätzlichen Therapieansätzen auf der Anwendung von Pharmapräparaten, auf operativen Eingriffen, Bestrahlung und anderen so genannten schulmedizinischen Verfahren beruht, ausschließlich auf die Behandlung von Symptomen. Entsprechend bedeutet eine Loslösung von diesen überkommenen medizinischen Paradigmen eine grundlegende Neugestaltung unseres Gesundheitswesens. Zu den nötigen Veränderungen zählt auch eine angemessene fachliche Ausbildung unserer Ärzte, die im gegenwärtigen System – zumeist ohne eigenes Verschulden – in die Rolle von Verkäufern gedrängt wurden, zugunsten des Pharma-Investmentgeschäfts mit der Krankheit. Je früher diese dringend erforderliche Transformation stattfindet, desto eher setzen wir der arzneimittelbedingten Schädigung von Patienten und der Gefährdung von Menschenleben, die mit dem Einsatz synthetischer Wirkstoffe einhergeht, ein Ende.

29. Oktober 2015

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