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Klinische Studie zeigt, dass ergänzendes Magnesium eine Alternative zu Antidepressiva sein könnte

von PAUL ANTHONY TAYLOR

Eine aktuelle klinische Studie aus den USA kommt zu dem Ergebnis, dass die Supplementierung von Magnesium ein wirksames Mittel zur Behandlung von leichter bis moderater Depression ist. Veröffentlicht wurde die Arbeit im Fachjournal PLoS One. Die Forscher zeigten, dass eine tägliche Ergänzung von Magnesium zu einem signifikanten Rückgang der Depressions- und Angstsymptome führt, unabhängig vom Alter der Patienten, deren Geschlecht, der anfänglichen Schwere der Depression oder der Anwendung von Antidepressiva. Mit dem Hinweis, dass Magnesium schnell wirke und gut toleriert werde, zieht die Studie den Schluss, hier biete sich eine sichere und frei erhältliche Alternative zur Pharmakotherapie.

Die Studie wurde über einen Zeitraum von 12 Wochen durchgeführt und es nahmen insgesamt 126 Patienten teil. Das Durchschnittsalter lag bei 52 Jahren. Jeder Patient wurde per Zufall einer von zwei Gruppen zugeteilt. Die erste Gruppe bekam während der ersten 6 Wochen Magnesium in Form einer Nahrungsergänzung, derweil die zweite Gruppe in diesem Zeitraum keine Behandlung erhielt. Für die folgenden 6 Wochen kehrte sich die Rolle der beiden Gruppen um, und die zuvor unbehandelten Patienten bekamen nun ergänzend Magnesium.

Während ihres sechswöchigen Einnahmezeitraums erhielten die Patienten jeweils 248 mg Magnesium pro Tag. Beeindruckenderweise beobachteten die Forscher bereits nach zwei Wochen eine offensichtliche Verbesserung der Symptome, welche im Laufe der Behandlung voranschritt. Dass die Mehrheit der Patienten angab, sie wollten in Zukunft die Nahrungsergänzung von Magnesium aufgrund der während des Versuchs gemachten Erfahrungen fortsetzen, ist daher nur allzu nachvollziehbar.

Wachsende Beweise, dass nährstoffbezogene Ansätze wirksam gegen Depression sind

Die Publikation dieser Studie vermehrt die zahlreichen Belege, dass nährstoffbezogene Ansätze bei der Kontrolle von Depressionen wirkungsvoll sind. Unlängst dokumentierte beispielsweise ein wissenschaftlicher Review, dass bei Patienten mit Depressionen häufig niedrige Gehalte an B-Vitaminen festgestellt werden und dass eine entsprechende Ergänzung jener Mikronährstoffe eine Verbesserung der Depression nach sich zog. Diese Erkenntnis steht in Übereinstimmung mit dem Grundverständnis der Zellular Medizin, dass eine lange anhaltende Unterversorgung mit Mikronährstoffen die Hauptursache für chronische Krankheiten ist.

Ähnliche Aussagen traf eine Metaanalyse aus dem Jahr 2016, die herausfand, dass Omega-3 Fettsäuren die Symptome sogar von schweren depressiven Störungen reduzieren können. Nach Auswertung von 13 randomisierten, placebokontrollierten Versuchen mit insgesamt 1233 Teilnehmern, die an Depressionen litten, konstatierten die Forscher, dass höhere Dosierungen von Eicosapentaensäure (EPA) besonders nützlich waren.

Wir sind, was wir essen

Wie die Autoren der Magnesium-Studie betonen, sind zurzeit unglaubliche 350 Millionen Menschen weltweit von Depressionen betroffen. Prognostiziert wird gar, bis zum Jahr 2030 würden mentalen Störungen auf Platz eins der Ursachen für krankheitsbedingte Belastungen rücken. Problematisch an Medikamenten ist nicht nur deren schwankende und unkalkulierbare Wirkung, sondern auch das Risiko an Nebenwirkungen. So wird eine Einnahme etwa langfristig von der Gefahr begleitet, Diabetes zu entwickeln. Besondere Bedenken verdient der Sachverhalt, dass die meist verbreitete Klasse von Antidepressiva – die so genannten SSRI (engl. Abk. für selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) – mit Totschlag und anderen Gewaltverbrechen in Verbindung gebracht wird.

Die profitorientierte Pharmaindustrie mit mehr als 1 Billion Dollar Jahresumsatz würde zweifellos Patienten bevorzugen, welche glauben, Ernährung sei bei mentalen Störungen ohne Einfluss. Allerdings zeigen Studien sehr deutlich, dass unser psychologisches Wohlbefinden in engem Zusammenhang mit dem steht, was wir tagtäglich essen. Eine verbesserte Ernährungsweise hat sich in randomisiert kontrollierten Versuchen nachweislich als wirksam erwiesen bei der Kontrolle schwerer Depressionen. Andererseits erhöhen Fast Food & Frittiertes bekanntermaßen das Risiko für Depressionen.

Der Weg zu Ausgeglichenheit und Wohlbefinden dürfte also kaum zustande kommen durch giftige Substanzen aus den Laboren der Pharmaindustrie. Immerhin zeigen immer mehr wissenschaftliche Belege, dass die traditionelle Redewendung „Du bist, was Du isst“ mindestens ebenso sehr auf unsere mentale Gesundheit zutrifft wie auf unser körperliches Wohlergehen. Also könnte man sagen, nicht das Pharmageschäft mit der Krankheit allein stellt das größte Hindernis für die Gesundheit dar, sondern gemeinsam mit der multinationalen Nahrungsmittelindustrie ist es eines der größten Hemmnisse für eine glücklichere Welt.

17. Oktober 2017

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