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Mentale Stärke: Innere Glaubenssätze und deren Auswirkung auf die Gesundheit

von MIRJA HOLTROP

1955 publizierte der Arzt und Forscher Henry Beecher eine Studie über ein bislang unbekanntes Feld der Medizin, das sich mit der Annahme befasste, das Glaubenssätze einen bislang stärkeren Einfluss auf die Gesundheit nehmen können als chemische Medikamente. In dieser Studie wurden 100 Medizinstudenten in je zwei Gruppen eingeteilt, jede bestand aus 50 Teilnehmern. Jeder Student musste eine Pille nehmen. Die eine Gruppe bekam eine Blaue, die andere eine Rote. Die Teilnehmer wurden darüber informiert, das die rote Pille ein starkes Aufputschmittel enthält und die Blaue ein Beruhigungsmittel. Was sie allerdings nicht wussten, ist, das beide Inhalte vertauscht wurden. Rot war nun zum Beruhigen und Blau zum Aufputschen.

Erstaunlich ist: 50 Prozent der Studenten erfuhr genau die Erfahrung, die sie zu machen glaubten. Die Hälfte der Aufputschmitte-Gruppe schlummerte und die Hälfte der Beruhigungsmittel-Gruppe tanzte wild umher.

Ein anderes Beispiel wie riesig der Einfluss der inneren Haltung auf den Körper hat, zeigt ein Vorfall 1982 in Monterey Park, Los Angeles, während eines Fußballspiels. Das Stadium was gefüllt mit Menschen. Ein paar wenige erlitten eine Lebensmittelvergiftung. Ein anwesender Arzt, der sie untersuchte, verdächtigte ein nichtalkoholisches Getränk aus einem bestimmten Automaten im Stadium als Krankheitsursache. Die Geschäftsleitung reagierte prompt: Über Lautsprecher wurde sofort mitgeteilt, das dieses Getränk in diesem einen Automaten zu vermeiden sei, um weitere Krankheitsfälle zu verhindern. Was dann geschah, glich einem Inferno. Eine Massenpanik trat auf, reihenweise mussten sich die Leute übergeben und viele fielen in Ohnmacht. Die nächstgelegenen Krankenhäuser waren schnell überfüllt.

Komisch war: Es wurden auch Leute krank, die noch nicht einmal ansatzweise mit dem Getränk in Berührung kamen. Und dann kam es zu einer unerwarteten Wendung: Sobald klar war, das dieses Getränk nicht für die Lebensmittelvergiftung verantwortlich war und dies den Patienten mitgeteilt wurde, erholten sich diese wie durch ein Wunder genauso schnell wie sie krank wurden.

Die Kraft der inneren Haltung

Für viele Jahre galt es als unmöglich eine Meile in weniger als 4 Minuten zu rennen. Zahlreiche Athleten sind an dieser Zeithürde gescheitert. Bis 1954 ein Britischer Athlet und Physiker, Roger Bannister, das Unmögliche schaffte.

Während seiner Vorbereitung war Bannister schnell, aber nie schnell genug. So begann er sich mental vorzubereiten. Er visualisierte in seinen Gedanken den Lauf immer und immer wieder und programmierte in sein Gehirn das er es schaffen wird. Sein ganzes Nervensystem war nun darauf ausgerichtet den Rekord zu schaffen. In nur 3 Minuten und 59,4 Sekunden wurde Bannister dann schließlich zur Legende.

Nun passierte etwas Seltsames: Nachdem Bannister bewiesen hatte das es durchaus möglich ist eine Meile in unter vier Minuten zu laufen, dauerte es nur einen Monat und anderen taten es ebenfalls. Danach wurden es immer mehr die es schafften und heute laufen bereits Teenager in dieser Zeit.

Folgendes war passiert: Nachdem Bannister es geschafft hatte, änderten die anderen Athleten ihre Einstellung. Von nun an wussten sie, dass es möglich ist. Ihr neurologisches Glaubenssystem änderte sich. Das war die Voraussetzung dafür, dass ihr Körper dieses Ziel umsetzen konnte. Erst der Kopf, dann der Körper.

Stetige Wiederholung baut starke Neuronen

Wann immer wir eine neue Erfahrung machen, bildet sich ein neues neurales Netzwerk und verbindet diese Erfahrung mit positiven oder negativen Gefühlen. Je mehr wir diese Erfahrung machen, desto stabiler wird diese neue neurale Vernetzung.

Wenn sich dieses Netzwerk einmal etabliert hat, werden wir neurologisch “gezwungen” in einer bestimmten Art und Weise über eine Sache zu fühlen und zu denken. Eine biologische Neuronen-Autobahn ist die direkte Folge emotionaler Verbindungen.

Um das zu verdeutlichen hat Michael Merzenich von der Universität Kalifornien Affenhirne geröntgt, und genau die Stelle im Gehirn lokalisiert, welche Verantwortlich für die Bewegung eines bestimmten Fingers ist. Er brachte dann den Affen bei einen bestimmten Finger zu bewegen um eine Belohnung zu erhalten. Die Affen lernten schnell. Als dann deren Gehirne untersucht wurden, konnte man nachweisen, das in den neuralen Strukturen die für die Fingerbewegung verantwortlich waren, die neurale Vernetzung um 600% gestiegen war. Seitdem galt es wissenschaftlich als bewiesen das gelernte Glaubenssätze mehr sind als nur Erinnerungen: Sie sind stabile physikalische Strukturen.

Merzenichs Forschung hat gezeigt das jedes mal wenn man ein emotionales Erlebnis hat, egal ob positiv oder negativ, sich neue Neuronen im Gehirn bilden. Dies stellt sicher das ähnliche Situationen entweder gesucht oder verhindert werden. Man vermutet einen Zusammenhang zwischen Adrenalin Ausschüttung und der Schnelligkeit der Neuronen-Neubildung.

Aber hier ein paar gute Neuigkeiten für alle die an schlechten Angewohnheiten leiden: Merzenichs Forschung hat gezeigt, dass sich alle neuralen Strukturen auf ein Normalmaß zurückbilden, wenn die Affen gezwungen wurden diesen Finger nicht mehr zu gebrauchen oder wenn ihre Versuche über längere Zeit ignoriert wurden.

Veränderungen sind möglich

Merzenichs Forschung zeigt deutlich das Veränderungen möglich sind. Wenn man ein bestimmtes Verhalten lang genug vermeidet, wird diese Emotion und Angewohnheit verschwinden.

Nehmen wir an Sie wollen Gewicht verlieren, aufhören zu rauchen und ein gesundes Leben führen. Dann ist es nach Merzenichs Forschung am besten mit den inneren und unterbewussten Glaubenssätzen anzufangen und diese zu verändern. Und das beste Werkzeug für eine Veränderung ist Unwohlsein oder Schmerz.

Antony Robbins, berühmter Personal-Coach und Buchautor, hat dafür klare Worte: “Ihr wollt mit dem Rauchen aufhören? Dann geht um die Ecke in das nächste Krankenhaus und besucht ein paar Lungenephysem Patienten im Endstadium und schaut sie an wie sie Blut spucken und leiden. Leidet mit ihnen. Das Gleiche gilt für Alkohol und Drogen. Ein Besuch in der Suchtklinik an ein paar Nachmittagen kann Wunder bewirken. Am besten direkt die Kinder mitnehmen. Das wird eure innere Einstellung enorm verändern.

Als ich klein war fragte ich meine Mutter ob ich Bier trinken darf. Sie sagte nur: “Okay mein Junge, aber dann trink direkt sechs Dosen, keine weniger.” Und das tat ich dann. Naja, ich kam nicht so weit. Nach der zweiten oder dritten Dose landete deren gesamter Inhalt auf dem Küchentisch verteilt und mir ging es hundeelend. Das war das erste und letzte mal, das ich Alkohol angerührt habe und das hat sich bis heute nicht geändert. Schon bei dem Geruch wird mir schlecht.”

Die meisten Leute ändern aber erst etwas wenn sie schon krank sind. Deswegen ist der gesamt präventive Gesundheitsbereich so schwierig zu realisieren. Man erkennt den Wert der Gesundheit meist erst, wenn es zu spät ist.

Peter, 39-jähriger Werbefachmann und Vater zweiter Kinder beschreibt seinen schmerzhaften Wendepunkt im Leben:
Mein Arzt hat mir immer gesagt wenn ich mich “normal” ernähre, dann ist alles was mein Körper braucht darin enthalten. Dann wird man nicht krank. Also aß ich immer mein Weißbrot mit Marmelade morgens, Fleisch, Röstkartoffeln und Würstchen zum Mittagessen und ein paar Donuts während der Arbeit. Und abends wurde mein Feierabendbier zur Gewohnheit.

Bis ich eines Tages morgens nicht mehr hoch kam und eine Herzschwäche festgestellt wurde. Ich muss ohnmächtig geworden sein und bin erst im Krankenhaus aufgewacht. Die Ärzte erklärten mir das mein Blutdruck und meine Cholesterinwerte extrem hoch seien und das mein Herz gefährlich unregelmäßig schlage. Ich war völlig von den Socken! Wie konnte das alles derart schnell passieren? Die Antwort war, ich wurde nicht von heute auf morgen krank. Denn ich war krank lange bevor ich krank wurde.

Ich musste etwas ändern und zwar sofort. Ich lag hilflos im Bett mit einem Katheter zwischen meinen Beinen und einem Tropf in meiner Vene. Ich war zu schwach um mich zu bewegen. Ich merkte langsam das meine Einstellung „alles ist okay“ über all die Jahre hinweg falsch war. Ich wollte gesund werden. Um jeden Preis. Ich stellte mir vor wie ich Massen von Gemüse und Obst vertilge und sah in Gedanken wie sich meine Zellen regenerieren. Während ich ans Bett gefesselt war, las ich alles über gesunde Ernährung und verbrachte Stunden damit alles über biologische Lebensmittel und deren Zellvitalstoffe zu lesen. Ich vermied Giftstoffe und ernährte mich vorwiegend von Salaten und Gemüse. Dazu trank ich nur frisches Quellwasser und davon reichlich. Nach drei Monaten hatte ich meine Gesundheit und Fitness zurück erobert und war vollkommen erholt. Ich habe seitdem nie wieder ein Würstchen angerührt. Meine inneren Glaubenssätze assoziieren Fast Food nun mit Schmerz, Leiden und “ans Bett gefesselt sein.”

Wenn ein schlanker und gesunder Körper das Ziel ist und du momentan fett und faul umherwatschelst, muss sich deine Einstellung auf neuraler Ebene ändern, bevor eine Veränderung möglich ist. Entweder so oder Du wartest bist Du krank wirst. Wie wir wissen ist Schmerz ein gutes Mittel um einen inneren Glaubenssatz zu ändern. Gesünder ist es allerdings nicht. Besser ist es präventiv zu denken!

Stell Dir genau vor wie schön es ist gesund und schlank durchs Leben zu gehen. Denk an Deine Zellen wie lebendig und aktiv sie sind wenn sie vernünftige Nahrung erhalten. Denk an die schönen Kleider, die Du anziehen kannst und an die tollen Strände an denen du deine Beach-Figur zeigst. Schau dir Dokumentation über Fast Food und Massentierhaltung an, über chemische Zusatzstoffe in Supermarkt Essen und dessen Verbindung zu Krebs und lese inspirierende Geschichten von ehemals ungesunden und unfitten Menschen, die nun ein aktives und glückliches Leben führen und blendend aussehen.

Gesundheit ist alles. Und je farbenfroher Du Dir dein upgedatetes und gesundes Ich ausmalst, desto mehr Neuronen werden neu gebildet. Wenn dann den Ersten in deinem näheren Umfeld auffällt, wie sehr Du Dich zum positiven gewandelt hast, tut dir das sehr gut und die neuen neuralen Vernetzungen werden durch das verbundene positive Gefühl verstärkt.

Wenn du das alles erst mal erreicht hast, wird es danach viel leichter. Du wirst dich weiter so verhalten, weil du unbewusst mehr von dem guten Gefühl möchtest.

Gratulation! Dein Gehirn wurde nun erfolgreich umprogrammiert.

Wenn du es schaffst die Software in deinem Gehirn aktiv zu beeinflussen, dann erreichst du die größte Kraftquelle deines Lebens.

27. Juni 2017

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