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Neue Studie bezieht potentiell tödliche Muskelerkrankung auf cholesterinsenkende Medikamente

von PAUL ANTHONY TAYLOR

Eine neue Studie aus Australien stellt eine Verbindung her zwischen der Einnahme bestimmter Cholesterinsenker – den Statinen – und einem erhöhten Risiko für eine schwere entzündliche Muskelerkrankung, die zu anhaltender Lähmung und zum Tod führen kann: die idiopathische Myopathie. Veröffentlicht wurde die Arbeit im Fachblatt JAMA Internal Medicine. Darin stellen die Autoren fest, dass betroffene Patienten mit einer fast doppelt so hohen Wahrscheinlichkeit Anwender von Statinen sind wie die Normalbevölkerung. Angesichts der weltweiten Verbreitung von Statinen sowie der Schwere der Muskelerkrankung zogen die australischen Forscher den Schluss, dass gegenüber dieser möglichen Nebenwirkung eine erhöhte Wachsamkeit und Berücksichtigung notwendig sei.

Im Rahmen ihrer Studie analysierten die Wissenschaftler Daten von 221 Patienten, bei denen eine idiopathische Myopathie diagnostiziert wurde, und verglichen diese mit Informationen von 662 ähnlichen Individuen, die sie aus einer allgemeinen Bevölkerungsdatenbank bezogen. Sie fanden heraus, dass Patienten mit der entzündlichen Muskelerkrankung eine 79 Prozent größere Wahrscheinlichkeit aufwiesen, dem Einfluss von Statinen ausgesetzt zu sein. Diese Erkenntnis ist besonders bedeutsam vor dem Hintergrund, dass – anders als man von anderen bekannten Nebenwirkungen weiß – die idiopathische Myopathie nicht üblicherweise verschwindet, nachdem Patienten die Medikamente absetzen.

Statine haben zahlreiche Nebenwirkungen

Über die unerwünschten Effekte in Bezug auf die Muskeln hinaus bringen Statine noch weitere Risiken mit sich, wie ein Review verdeutlicht, der die wissenschaftliche Literatur im Bereich der Statine auswertete. So können etwa vermehrt kognitive Probleme, Krebs, Schlaganfälle, Schäden am peripheren Nervensystem, sexuelle Störungen, Schilddrüsenprobleme, Nierenerkrankungen, Verhaltensstörungen, Herzprobleme, neurodegenerative Krankheiten, Parkinson, Autoimmunkrankheiten, Probleme mit der Bauchspeicheldrüse, Schlafstörungen und viele weitere negative Folgen für die Gesundheit durch die Nutzung von Statinen hervorgebracht werden.

Außerdem sind Statine bekannt dafür, die körpereigene Biosynthese des lebenswichtigen Mikronährstoffs Coenzym Q10 einzuschränken, und man weiß, dass sie die Serumkonzentration von Fettsäuren reduzieren.

Es ist schlimm genug, dass Millionen Patienten weltweit die cholesterinsenkenden Medikamente einnehmen, ohne sich der damit verbundenen Gefahren bewusst zu sein. Doch hinzu kommt noch, dass diese Medikamente außerstande sind, die eigentliche Ursache von Herzkreislauf-Erkrankungen zu beseitigen.

Die Cholesterin-Hypothese der Herzkrankheiten ist „tot“

In einer bahnbrechenden Studie, die 2015 im American Journal of Cardiovascular Disease publiziert wurde, wiesen Wissenschaftler des Dr. Rath Forschungsinstituts nach, dass Herzkreislauf-Erkrankungen im Grunde eine Frühform der Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut sind. Ausgehend von der Entdeckung, die Dr. Rath Anfang der 1990er machte, stellt die Veröffentlichung dieser Studie nunmehr einen Vernichtungsschlag für die Cholesterin-Hypothese bei Herzkrankheiten dar. Denn sie entzieht dem Multimilliarden Dollar schweren Geschäft, welches die Pharmaindustrie mit dem Verkauf von Cholesterinsenkern errichtete, endgültig die Grundlage.

Der Glaubwürdigkeitseinbruch, den die Statin-Hersteller in Folge der Studie hinzunehmen hatten, zeigte sich rasch. Selbst das Pharmaceutical Journal – ein Organ der Königlich-britischen Pharmakologischen Gesellschaft – gab 2017 offen zu: die Cholesterin-Hypothese der Herzkrankheiten ist „tot“. Mit dem Hinweis darauf, dass die Lebenszeit von Herzinfarkt-Überlebenden, die an pharmafinanzierten Versuchen mit Statinen teilgenommen hatten, im Durchschnitt nur um 4 Tage verlängert wurde, konstatieren die Autoren Dr. Maryanne Demasi, Prof. Robert H. Lustig und Assem Malhotra in ihrer wissenschaftlichen Übersichtsarbeit, es gäbe ein „ethisches und moralisches Gebot“, die potentiellen Gefahren dieser Medikamente zu diskutieren.

Unter diesem Gesichtspunkt dürften die jüngsten Ergebnisse, wonach Statine das Risiko einer potentiell lebensbedrohlichen entzündlichen Muskelerkrankung steigern, den Niedergang der unglaubwürdigen Therapie nur noch weiter beschleunigen. Zugleich liegen die wissenschaftlichen Belege zur Vermeidbarkeit von Herzkreislauf-Erkrankungen anhand natürlicher Verfahren auf dem Tisch. Und so erlangt die Vision unserer Stiftung eines präventiv orientierten Gesundheitswesens, das auf ernährungswissenschaftlichen und zellularmedizinischen Erkenntnissen fußt, immer mehr Nachdruck. Also: Je schneller Patienten über die Tatsachen umfassend informiert werden, desto eher verwirklicht sich der eigentliche Wandel.

11. September 2018

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