>> HOMEPAGE

Neue Studie erkennt in vitaminreicher Mittelmeer-Diät das Potential zur Vermeidung von Depressionen

von PAUL ANTHONY TAYLOR

Eine neueste wissenschaftliche Veröffentlichung legt nahe, dass eine vitaminreiche Mittelmeer-Kost mit Obst, Gemüse, Nüssen und Fisch bei der Vermeidung von Depressionen helfen kann. Publiziert wurde die Arbeit von Forschern aus Großbritannien, Frankreich, Australien und Spanien in der Fachzeitschrift Molecular Psychiatry. Es ist eine Auswertung von 41 einzelnen Studien, die im Laufe der vergangenen acht Jahren erschienen waren. Um möglichst genau den Einfluss der Ernährung zu ermitteln, bezogen die Forscher auch andere Faktoren in ihre Untersuchung mit ein, von denen bekannt ist, dass sie das Risiko für Depressionen ebenfalls beeinflussen können, wie das Alter, das Geschlecht, Bildungsstand, Familienstand, Rauchverhalten, körperliche Aktivität, Körpergewicht (BMI), Einkommen, Alkoholkonsum, Wohngegend und weitere Parameter. Alles in allem haben Menschen, die sich mediterran ernähren, eine 33 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, depressiv zu werden. Damit liefern diese Ergebnisse einen weiteren Beleg für die Wirksamkeit ernährungsbezogener Ansätze bei der Kontrolle dieses verbreiteten mentalen Gesundheitsproblems.

Mit global mehr als 300 Millionen Betroffenen ist Depression allerorts auf der Welt der Hauptgrund für Arbeitsunfähigkeit und sie trägt maßgeblich zur gesellschaftlichen Belastung aufgrund von Krankheiten bei. In Kenntnis dessen schätzt die Weltgesundheitsorganisation, dass Depressionen und Angststörungen die Weltwirtschaft jedes Jahr 1 Billion Dollar kostet. Bemerkenswert ist daher – und dies heben die Autoren der Molecular-Psychiatry-Studie hervor –, dass die konventionelle Behandlung von depressiven Verstimmungen nur in einem von drei Fällen effektiv ist. Überdies deuten jüngere Forschungsergebnisse darauf hin, dass es Patienten, die mit Antidepressiva behandelt werden, langfristig eher schlechter geht. Einer 2017 publizierten Analyse zufolge traten nach 9 Jahren medikamentöser Behandlung die Symptome der Depression schärfer zutage, als wenn keine Pharmaka eingesetzt wurden. Angesichts zunehmender Beweise, dass ein Mangel an Mikronährstoffen das Zustandekommen einer schlechten mentalen Verfassung zumindest begünstigt, wenn nicht gar dafür verantwortlich ist, überrascht es durchaus nicht, wenn sich aufgeklärte Forscher in wachsendem Maße der ernährungsbezogenen Psychiatrie zuwenden, als dem zukunftsorientierten Zweig in der Behandlung mentaler Probleme.

Depression mit Nahrungsergänzung bekämpfen

Es gibt mehr und mehr Belege für die Wirksamkeit von nährstoffbezogenen Ansätzen, sowohl bei der Prävention als auch zur Kontrolle der Depression. Veranschaulicht wird dies durch eine Metaanalyse aus dem Jahr 2016, die 13 Studien mit insgesamt 1233 Teilnehmern auswertete und zu dem Schluss kam, dass eine Ergänzung von Omega-3 Fettsäuren helfen kann, die Symptome selbst von schweren depressiven Störungen zu reduzieren. Eine erst kürzlich erschienene Studie bestätigt den Nutzen von Omega-3 Fettsäuren bei der Kontrolle von Depressionen erneut, und zwar unter dem Aspekt, dass bei Patienten mit Herzschwäche eine höhere Bereitstellung dieser wichtigen Fettsäuren die depressiven Symptome mindert.

Andere Arbeiten liefern den Beweis für den Zusammenhang zwischen einem Mangel an B-Vitaminen und der Entwicklung von Depressionen. Ein wissenschaftlicher Review aus dem Jahr 2017 bemerkt hierzu, dass niedrige Gehalte an B-Vitaminen bei Patienten mit Depression häufig beobachtet werden und dass, umgekehrt, eine Ergänzung dieser Mikronährstoffe offensichtlich zu einer Verbesserung der Depression führt.

In ähnlicher Weise zeigte eine 2017 veröffentlichte klinische Studie, dass ergänzt gegebenes Magnesium geeignet ist, um leichte bis mittelgradige Depressionen wirksam zu behandeln. Die Tatsache, dass Magnesium zu einem signifikanten Rückgang von Depressionssymptomen und von Angststörungen führt und auch dass es so schnell wirkt und gut verträglich ist, veranlasste die Autoren der Studie zu dem Fazit, dass in Magnesium eine sichere und frei zugängliche Alternative zu Antidepressiva zu sehen ist.

Gefahren von Antidepressiva

Im Gegensatz zur Propaganda der Pharmahersteller, die über die Mainstream-Medien verbreitet wird, ist die konventionelle Behandlung mit Antidepressiva tatsächlich alles andere als sicher. Das verdeutlicht auch eine Analyse aus dem Jahr 2017, in der hunderttausende Patientendaten ausgewertet wurden. Das Ergebnis: Antidepressiva sind mit einem signifikant erhöhtem Sterblichkeitsrisiko verbunden. Insgesamt hatten Anwender dieser Medikamente ein 33 Prozent höheres Risiko, zu Tode zu kommen, als Menschen, die keines dieser Arzneimittel einnehmen. Zudem steigt mit ihnen das Risiko, Gefäßkrankheiten zu entwickeln und daraufhin einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.

Gezeigt wurde auch, dass Patienten, die eine bestimmte Art von Antidepressiva einnehmen, mit höherer Wahrscheinlichkeit Demenz entwickeln. Untersucht wurden die Daten von 40.770 Patienten im Alter von 65 oder älter, bei denen eine Demenz diagnostiziert wurde. Sie wurden verglichen mit den Daten von 283.933 Probanden ohne Demenz. Das Forscherteam aus den USA, Großbritannien und Irland fand heraus, dass das Auftreten von Demenz wahrscheinlicher war, wenn die Menschen Antidepressiva aus der Gruppe der Anticholinergika eingenommen hatten. Diese auch als Parasympatolytika bezeichneten Medikamente blockieren den Neurotransmitter Acetylcholin. Und so überraschen diese Nebenwirkungen nicht, denn Acetylcholin spielt bekanntermaßen eine Schlüsselrolle beim Lernen und der Gedächtnisbildung.

Werden Antidepressiva während der Schwangerschaft eingenommen, steigt das Risiko nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Kind. Eine in diesem Jahr publizierte Studie fand heraus, dass Schwangere, die Antidepressiva nehmen, ihr Kind sogar der verstärkten Gefahr aussetzen, selbst Depressionen und Angststörungen zu entwickeln.

Außerdem gibt es verstörende Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Antidepressiva und Suizid. Dass Antidepressiva offenbar die Neigung zu gewalttätigen Handlungen steigern, war aus Ländern wie den USA bereits bekannt. Ausgehend davon recherchierte die BBC im eigenen Land und forderte, im Rahmen des Rechts auf Informationsfreiheit, von der britischen Arzneimittelzulassungsbehörde Auskunft ein. Es stellte sich heraus, dass im Vereinigten Königreich in den zurückliegenden drei Jahrzehnten 28 Morde in Verbindung gesetzt wurden mit Menschen, die Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) einnahmen. Erhärtet wird der Zusammenhang zur erleichterten Ausübung von Gewalt durch Forschungen aus Schweden, die im Jahr 2015 erschienen. Demnach weisen junge Erwachsene (im Alter zwischen 15-24 Jahren), wenn sie Anwender von SSRIs sind, ein 43 Prozent höheres Risiko auf, wegen Gewaltverbrechen hinter Gittern zu landen, als wenn sie keines dieser Medikamente nehmen. Zu den in der Studie untersuchten Verbrechen zählten Mord, tätlicher Angriff, Raubüberfall, Brandstiftung, Entführung, Sexualstraftaten und andere Vergehen.

Füttern Sie Ihr Gehirn

Immer wenn Forschungsergebnisse veröffentlicht werden, die eine Beziehung zwischen Ernährung und seelischer Gesundheit nachweisen, wird den skeptischen Meinungen sogenannter 'Experten' auffallend breiter Raum in den Mainstream-Medien eingeräumt. Unter dem fadenscheinigen Hinweis, dass man Vorsicht walten lassen müsse, sind sie alle ganz versessen darauf, ihre Zweifel an den neuen Erkenntnissen zum Ausdruck zu bringen. Aber all jenen, die mit mehr Verstand die Dinge erfassen, ist der logische Zusammenhang zwischen guter Nährstoffversorgung und einer intakten mentalen Verfassung völlig erklärlich.

Die diesem wissenschaftlichen Ansatz zugrundeliegende Idee ist eine recht einfache; nämlich dass das Gehirn, so wie jedes andere Organ des Körpers auch, zwingend auf Nährstoffe angewiesen ist, wobei der Ernährungsstatus des Gehirns eben den Schlüsselfaktor für Stimmung und Verhalten darstellt. Untermauert wird dieses Verständnis durch Studien, die bereits gezeigt haben, dass Nahrungsergänzung imstande ist, das Verhalten etwa von Gefängnisinsassen zu verbessern oder die Jugendkriminalität von Schulkindern zu reduzieren.

Angesichts der bedrückenden Situation, dass beinahe 10 Prozent der Weltbevölkerung an Depressionen und/oder Angststörungen leiden sollen, ist es seitens der Schulmedizin dringend an der Zeit, neue Wege der Therapie einzuschlagen, und zwar solche Wege, die nicht immer noch mehr Patienten in die gefährlichen Nebenwirkungen der Antidepressiva treiben. Es liegt nahe, an den Grundsatz des griechischen Arztes Hippokrates (460-370 v.u.Z) zu erinnern, der gesagt haben soll: „Lass Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung.“ Denn zunehmend scheint es, die Wissenschaft bestätigt die Gültigkeit diesen Prinzips, egal, ob im Hinblick auf die seelische oder auf die körperliche Gesundheit.

2. Oktober 2018

Sitemap

Was ist neu:

Mikronährstoffe sind notwendig für ein gesundes Skelettsystem

Die Vorteile von Mikronährstoffen: Wundheilung und gesunde Haut

Neue Studie erkennt in vitaminreicher Mittelmeer-Diät das Potential zur Vermeidung von Depressionen

Die Vorteile von Mikronährstoffen bei Borreliose: Teil 2

Die Vorteile von Mikronährstoffen bei Borreliose: Teil 1

Anfang vom Ende des Pharma-Kartells: Eine Industrie am Rande des völligen Niedergangs

Neue Studie bezieht potentiell tödliche Muskelerkrankung auf cholesterinsenkende Medikamente

Osteoporose natürlich vorbeugen und ohne Medikamente kontrollieren

Die dunkle Geschichte der Borreliose-Krankheit: Bezüge zur Biowaffen-Forschung

Der zellular-medizinsche Ansatz bei der Vorbeugung und Kontrolle häufiger Augenerkrankungen

Lehren aus der tödlichen Viagra-Studie an Schwangeren: Sichere, natürliche Alternativen sollten bei klinischen Versuchen Vorrang haben

Gates-Stiftung unterstützt Plan zur globalen „Harmonisierung von Nährstoffgrenzen“ in Ergänzungsmitteln

Natürliche Behandlung von Immunschwächekrankheiten

Die Geschichte des Pharma-Kartells

Mikronährstoffe können vor Zellschäden durch Strahlung schützen

» Natürliche Gesundheit

» "Geschäft m. d. Krankheit"

» Internationale Kampagne

» Dr. Raths Offene Briefe

» Studien weltweit

» Studien auf Deutsch

» Helfen Sie mit!

» Codex Alimentarius

» Dossiers

» Sitemap

Dr. Rath Health Foundation auf Facebook Dr. Rath Health Foundation auf YouTube Dr. Rath Health Foundation auf Twitter RSS
 © 2018 Dr. Rath Health Foundation | Kontakt | Impressum | Datenschutzerklärung | RSS Feed