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Neuvermarktung alter Medikamente: Studie behauptet, Calcium-Blocker könnten Krebsausbreitung stoppen

von PAUL ANTHONY TAYLOR

Bei den Calcium-Antagonisten handelt es sich um eine verschreibungspflichtige Arzneimittelklasse, die weithin verordnet wird bei Problemen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und anderen Herzkrankheiten. Nun bringt eine aktuelle Studie diese Medikamente ins Gespräch zur Anwendung bei Krebs. Die Arbeit erschien im Journal Nature Communications. Angefertigt wurde sie von Forschern aus dem finnischen Turku. Die Autoren erklären, mit Calcium-Kanal-Blockern ließe sich angeblich die Ausbreitung von Brust- sowie Pankreaskrebs blockieren. Eine bizarre Überlegung. Denn nachweislich unterdrücken Calcium-Antagonisten die Aufnahme von Vitamin C in die Zellen. Doch ist gerade dieser Mikronährstoff von ganz herausragender Bedeutung bei der Krebsbekämpfung. Ein Einsatz derartiger Medikamente bei Krebspatienten zöge also nur einen Gewinner nach sich: das Billionen Dollar schwere Pharmageschäft mit der Krankheit.

Auf 11 Milliarden US-Dollar belief sich der weltweite Umsatz mit Calcium-Kanal-Blockern im Jahr 2016. Von Millionen Patienten eingenommen, sollen die Verkäufe bis zum Jahr 2022 Schätzungen zufolge auf 15 Milliarden anwachsen. Die Wirkung des Medikaments beruht auf der Blockade bestimmter Eintrittsstellen innerhalb der Zellmembranen. Behindert wird das Eindringen von Calcium, z.B. in den Zellen der glatten Muskulatur, welche die Blutgefäße auskleidet, in den Herzmuskelzellen oder in Zellen anderer Gewebetypen. Das unmittelbare Resultat ist die Entspannung der Muskelzellen sowie weitere pharmakologische Effekte. Doch wie stets bei Pharmapräparaten gibt es eine ganze Reihe schwerer Nebenwirkungen.

Calcium-Blocker hemmen die Kollagenproduktion und schwächen die Arterienwände

Eine von Forschern des Dr. Rath Research Institute durchgeführte Studie hat gezeigt, dass Calcium-Kanal-Blocker darüber hinaus den Eintritt von Vitamin C in die Zellen unterbinden. Veröffentlicht im vergangenen Jahr im American Journal of Cardiovascular Disease liefert diese wichtige Arbeit die Erklärung für das gesteigerte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, für Brustkrebs oder für Zahnfleischprobleme, welches, in klinischen Studien mehrfach erkannt, mit der Einnahme dieser Medikamente einhergeht.

Vitamin C ist ein unabdingbarer Mikronährstoff für die Produktion von Kollagen, also des Schlüsselmoleküls für die Stabilität unserer Arterienwände und des Bindegewebes allgemein. Ein Mangel an Vitamin C führt zu einem Rückgang der Kollagenbiosynthese und folglich zu einer Schwächung der Arterienwände. Zugleich erläutert die Studie des Dr. Rath Forschungsinstituts aber auch, wie dieser Mangel anhand einer angemessenen Bereitstellung von Vitamin C überwunden werden kann. Sie stellt somit entscheidende wissenschaftliche Informationen bereit für Millionen Ärzte und Patienten überall auf der Welt: Wissen, das Leben retten kann.

Mit der Publikation dieser bahnbrechenden Erkenntnisse ist es aus wissenschaftlicher und ethischer Sicht für Ärzte fortan unmöglich, Calcium-Kanal-Blocker zu verordnen, ohne parallel eine adäquate tägliche Supplementierung von Vitamin C zu empfehlen.

Der Gebrauch von Calcium-Kanal-Blockern erhöht das Brustkrebsrisiko

Eine 2013 im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte Studie stellte fest, dass der Einsatz von Calcium-Kanal-Blockern über 10 oder mehr Jahre bei Frauen im Alter zwischen 55 und 74 mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko verknüpft war. Die Untersuchung hatte die Form einer umfangreichen populationsbasierten Fallkontrollstudie und wurde von Forschern aus den Vereinigten Staaten durchgeführt. Die Auswertung zeigte eindeutig, dass Nutzerinnen dieser Medikamente ein rund 2,5-fach höheres Risiko für Brustkrebs hatten, als jene Frauen, die niemals diese Präparate einnahmen.

Da Calcium-Blocker die zelluläre Verfügbarkeit des für die Krebsbekämpfung so ausschlaggebenden Mikronährstoffs Vitamin C senken, ist dieses Resultat keineswegs überraschend. Denn bekanntlich nimmt Vitamin C bei der Produktion und Aufrechterhaltung von Kollagen eine zentrale Rolle ein. Tatsächlich ist eine optimale Produktion von Kollagenmolekülen nicht nur, wie bereits erwähnt, lebensnotwendig für die Integrität der Blutgefäße, sondern sie stellt auch die Basis für eine wirksame Hemmung der Ausbreitung von Krebszellen dar. Die wissenschaftliche Forschung am Dr. Rath Research Institute hat seit langem die Beweise dafür vorgelegt, dass ein Krankheitsmechanismus, der sämtlichen Krebsarten gemeinsam ist – nämlich die Beseitigung des sie umschließenden Bindegewebes mithilfe kollagenauflösender Enzyme –, erfolgreich zurückgedrängt werden kann, indem optimale Mengen von Vitamin C bereitgestellt werden. Kurz gesagt spielt die An- bzw. Abwesenheit von Vitamin C eine Schlüsselrolle dabei, ob ausreichend Kollagen produziert werden kann – und somit ob sich Krebs ausbreitet oder nicht. Die Kombination von Vitamin C mit anderen Mikronährstoffen, welche ebenfalls die Kollagenbiosynthese unterstützen, etwa die Aminosäuren Lysin und Prolin, steigert die Wirksamkeit dieser natürlichen Krebseindämmung noch weiter.

Die Marktausweitung für bestehende gefährliche Medikamente ist eine Kernstrategie der Pharmaindustrie

Die Behauptung, Calcium-Kanal-Blocker könnten angeblich die Ausbreitung von Krebs stoppen, steht allerdings in völliger Übereinstimmung mit der grundlegenden Vorgehensweise des Pharma-Investmentgeschäfts mit der Krankheit. Zur Ausweitung ihrer Märkte halten Pharmaunternehmen beständig Ausschau nach neuen Einsatzmöglichkeiten für ihre Bestandsmedikamente, besonders sobald deren Patente auszulaufen drohen. Die Anpreisung des Schmerzmittels Aspirin unter der Vorgabe, es könne Herzinfarkten vorbeugen, ist nur eines der typischen Beispiele für diese Strategie.

Die Tatsache, dass Calcium-Antagonisten sogar krebsfördernd sind, wird von Pharmakonzernen hierbei nicht einmal als hinderlich betrachtet. Im Gegenteil – führen doch Krebsmedikamente mit einem weltweiten Jahresumsatz von 79 Milliarden US-Dollar gerade die Liste der einträglichsten Therapiebereiche an. Jegliche Strategie, die diese Profite noch mehr anhebt, ist für das Geschäft nur willkommen.

Eine sinnfällige Veranschaulichung der Auswirkungen, die diese unmoralische Vorgehensweise auf die Menschen zeitigt, fand eine Studie, die im Juli 2000 im Journal of the American Medical Association (JAMA) publiziert wurde. Danach stellen orthodox ausgerichtete Ärzte, Krankenhäuser und deren Therapien heute die dritthäufigste Todesursache in den Vereinigten Staaten dar, einzig übertroffen von den Sterbefällen infolge Herzinfarkt und Krebs. Daran wird nicht nur überdeutlich, auf welch grundverkehrte Abwege unser gegenwärtig weltweit aufrechterhaltenes Modell eines Gesundheitssystems geführt wurde, sondern dass die Pharmaindustrie das größte Hindernis bildet, wenn es darum geht, diesen Zustand zu überwinden.

24. Januar 2017

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