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Noch mehr Belege für den Stellenwert von Nährstoffen bei Psychose und Schizophrenie

von PAUL ANTHONY TAYLOR

Unlängst kam eine wissenschaftliche Übersichtsstudie mit einer Meta-Analyse auf Grundlage von 28 Studien zu dem Schluss, dass psychotische Störungen mit Nährstoffdefiziten assoziiert sind. Die im Fachblatt Schizophrenia Bulletin veröffentlichte Arbeit stammt von Forschern aus Großbritannien, Australien und Belgien. Die Daten zeigen, dass Patienten, bei denen jüngst eine Psychose diagnostiziert wurde, verglichen mit nicht-psychotischen Probanden, signifikant reduzierte Gehalte an Folat, Vitamin D und Vitamin C aufweisen. Für einen solchen Zusammenhang spricht zudem die Beobachtung, dass gerade Patienten mit stark erniedrigten Nährstoffwerten am meisten unter der mentalen Beeinträchtigung litten.

Die für die Arbeit untersuchten Studien umfassen 1221 Patienten, bei denen erstmals eine Psychose diagnostiziert wurde sowie 1391 Teilnehmer ohne psychiatrische Probleme. Bei vielen der Patienten mit psychotischen Schüben und gefährlichem Nährstoffmangel zeigten sich auffällig enge Zusammenhänge im Hinblick auf ein Vitamin-D-Defizit.

In einem Kommentar zu diesen Erkenntnissen gegenüber der Zeitung Sydney Morning Herald betonte der Hauptautor Dr. Joseph Firth: „Unmittelbar nachdem Betroffene psychotische Symptome zeigen, werden niedrige Werte an Folat festgestellt – einer wirklich wichtigen Substanz für ein gesundes Nervenssystem – und an Vitamin D, was ebenfalls ein neuroprotektiver Nährstoff ist.“ Er fügt hinzu, dass beide Nährstoffe „Schlüsselfaktoren für die Stimmung und die Energiebalance eines Menschen“ sind. Und in der Schlussbetrachtung ihrer wissenschaftlichen Übersichtsarbeit stellen die Autoren fest, es gäbe einen klaren Bedarf für klinische Testreihen, um bei Patienten mit anfänglichen psychotischen Schüben die Anwendung von ernährungs- und nährstoffbezogenen Maßnahmen zu evaluieren.

Antipsychotische Medikamente sind keine Antwort

Der besagte Artikel im Schizophrenia Bulletin vertieft und erweitert die Erkenntnisse früherer Meta-Analysen von Dr. Firth und seinen Kollegen. Zuvor hatten sie bereits den Einsatz von hochdosierten B-Vitaminen bei Schizophrenie untersucht und herausgefunden, dass damit die Krankheitssymptome deutlich besser reduziert werden können als mit den gängigen antipsychotischen Medikamente allein. Zu lesen war jener vorangegangene Review in Psychological Medicine, einem der weltweit führenden Fachjournale. Die Wirksamkeit von B-Vitaminen in der Reduzierung psychiatrischer Symptome ergab sich indes durchweg erst bei höherer Dosierung bzw. sobald sie in Kombination verabreicht wurden. Dagegen erwiesen sich geringere Dosierungen als uneffektiv.

Wie Dr. Firth im Sydney Morning Herald erläutert, erfahren viele Schizophrenie-Patienten soziale Ausgrenzung, sie bekommen wenig Motivation und haben vermehrt Probleme mit kognitiven Funktionen. Antipsychotische Medikamente täten nichts zur Verbesserung dieser Symptome. Anstatt die Fähigkeit der Patienten zu steigern, ein erfülltes Leben zu führen, können solche Medikamente unangenehme, ja sogar gefährliche Nebenwirkungen mit sich bringen, die häufig die Dinge nur noch schlimmer machen. Offenkundig ist daher die dringende Notwendigkeit neuer Ansätze auf diesem Gebiet der Medizin.

Doch wie in anderen Bereichen der Medizin so wurzeln auch hier die eigentlichen Widerstände gegen eine grundlegende Erneuerung der Therapieansätze im Trachten der Pharmaindustrie, mentale Beeinträchtigungen und Erkrankungen als Geschäftsfeld auszunutzen. Im Jahr 2015 betrug der globale Arzneimittel-Umsatz auf diesem Gebiet mehr als 34 Milliarden Dollar. Dies ließ diesen „Markt“ zum acht-lukrativsten werden. Als Gefährdung ihrer Erlöse erachten Pharmaunternehmen nicht-patentierbare Naturheilverfahren, die nachweislich in der Lage sind, Erkrankungen ursachenorientiert zu begegnen, seien es nun mentale oder körperlichen Beschwerden.

Allein, die mit jeder Veröffentlichung anwachsenden wissenschaftlichen Belege bringen diese Pharma-Blockade Stück für Stück ins Wanken. Die Bedeutung von Nährstoffen sowohl bei der Prävention als auch bei der Kontrolle von Krankheiten – ob mentaler oder physischer Art – lässt sich nicht wegleugnen. In der Psychiatrie wird der Ernährungsaspekt daher zunehmend als Hoffnungsträger betrachtet. Dieses Gebiet hat Pioniercharakter, und die Erfolge ermutigen immer mehr Therapeuten und Forscher, diesen modernen Weg der Medizin zu beschreiten. Je besser wir in der Lage sind, mentale Probleme mithilfe sicherer und natürlicher Ansätze zu kontrollieren, umso rascher erreichen wir den Wandel zu einer gesünderen, glücklicheren Welt.

24. April 2018

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