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Studien aus mehr als 70 Jahren Forschungsgeschichte zeigen die Wirksamkeit von Vitamin B2 bei der Kontrolle von Migräne: Warum werden Patienten noch immer hinters Licht geführt?

von PAUL ANTHONY TAYLOR

Ein neue wissenschaftliche Überblicksarbeit bestätigt den Einsatz von Vitamin B2 (Riboflavin) als ebenso sichere wie geeignete Therapie zur Reduzierung von Migräne-Kopfschmerzen bei Erwachsenen. Die im ›Journal of Clinical Pharmacy and Therapeutics‹ (JCPT) erschienene Studie wertete insgesamt 11 klinische Untersuchungen aus, bei denen Dosierungen bis zu 400 mg pro Tag eingesetzt wurden. Die Autoren beschreiben Riboflavin als eine „vielversprechende therapeutische Form der Vorbeugung von Migräne-Kopfschmerzen“ und fügen hinzu, es sollten noch weitere Studien erfolgen, um die „optimale therapeutische Verwendung zu bestimmen“. Allerdings sind inzwischen schon 70 Jahre verstrichen, seitdem die ersten Studien die Bedeutung des Vitamins zur Kontrolle von Migräne-Kopfschmerzen unter Beweis stellten, und so müssen wir ernsthaft fragen: Aus welchen Grund werden Patienten bis heute noch immer für dumm verkauft?

Wie im JCPT-Review festgestellt wird, ist Migräne eine ziemlich häufig auftretende gesundheitliche Einschränkung. Sie kostet das amerikanische Gesundheitssystem jährlich über 78 Milliarden Dollar. Bezeichnend ist auch die Aussage im Bericht der Weltgesundheitsorganisation, welcher die globale Belastung infolge von Krankheiten untersucht. In der Veröffentlichung aus dem Jahr 2013 nimmt die migränebedingte Berufsunfähigkeit weltweit den Rang 6 ein. Die Migräne ist gekennzeichnet durch heftige Kopfschmerzen, begleitet von Übelkeit, Brechreiz und einer Überempfindlichkeit der Augen, des Gehörs sowie gegenüber anderen Reizen. Weltweit leidet eine von zehn Personen an diesem Problem. Indes haben die gegenwärtigen pharmagestützten Ansätze zur Behandlung der Migräne nur begrenzten Nutzen. Außerdem bergen sie ein erhebliches Risiko von Nebenwirkungen. Somit ist der Bedarf an sicheren und wirksamen Alternativen ohne Zweifel äußerst hoch.

Vitamin B2 ist seit 1946 als wirksames Migränemittel bekannt

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Dem Organischen Chemiker Paul Karrer gelang im Jahr 1933 die Strukturbestimmung des Vitamins B2. Vier Jahre später wurde er für seine Entdeckungsleistungen mit dem Nobelpreis gewürdigt.
By Nobel Foundation [Public domain], via Wikimedia Commons

Viele Betroffene sind sich nicht dessen bewusst, dass die Wirksamkeit von Vitamin B2 zur Eindämmung der Migräne-Kopfschmerzen schon mindestens seit 1946 klinisch belegt ist. Nur um dieses Datum in einen historischen Zusammenhang zu setzen: Dies war lediglich 13 Jahre nachdem der Chemiker Paul Karrer die Struktur von Vitamin B2 bestimmt hatte und nur 9 Jahre nachdem er (im Jahr 1937) für seine Leistungen mit dem Nobelpreis geehrt wurde.

In einer faszinierend kurzen Veröffentlichung im ›Canadian Medical Association Journal‹ vom Juni 1946 beschrieb der Mediziner Clifford B. Smith, wie er Migräne-Patienten mit Vitamin B2 erfolgreich behandelte. Drei der Teilnehmer litten schon über einen Zeitraum von 2 bis 5 Jahren an Migräne; vier Teilnehmer schon seit 5 bis 10 Jahren; zwölf Patienten schon länger als 10 Jahre. Beeindruckend ist, dass die Verabreichung von Vitamin B2 nicht allein bei allen 19 Patienten eine Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens nach sich zog, sondern vor allem dass die Mehrheit ein komplettes Verschwinden der Attacken erfuhr. Smith zufolge gingen sämtliche Migränesymptome auf eine gemeinsame Ursache zurück, die anhand der Behandlung behoben wurde. Hierin besteht eine klare Parallele zu dem uns bekannten Ansatz der Zellular Medizin von Dr. Rath, bei welchem die Ursache chronischer Krankheiten in einem langanhaltenden Mangel von Mikronährstoffen erkannt wird.

Alle Migräne-Patienten, die sich an dieser Stelle fragen, warum sie von diesen altbekannten Belegen über die Wirksamkeit von Riboflavin zur Behandlung ihrer Beschwerden bislang noch nichts vernommen hatten, brauchen sich nur die Tatsache in Erinnerung rufen, dass Schmerzmittel gegenwärtig die drittlukrativste Klasse von Arzneimitteln ausmachen. Mit mehr als 56 Milliarden Dollar Umsatz (im Jahr 2015) waren sie für das Pharmageschäft durchaus nicht von untergeordneter Bedeutung. Nehmen wir noch jene auf Migräne spezialisierten Medikamente hinzu, wie etwa die Gruppe der Triptane, welche abermals beachtliche Profite generieren, wird sofort verständlich, weshalb Pharmahersteller mit blanker Verachtung auf eine nicht-patentierbare Substanz wie das Vitamin B2 blicken. Denn solche natürlichen Ansätze stellen eine elementare Bedrohung für das berüchtigte Pharma-Geschäftsmodell dar.

Echte Wahlfreiheit in der Gesundheitsversorgung!

Seit mittlerweile mehr als einem Jahrhundert ist die Pharmaindustrie mit Nachdruck darum bemüht, die Existenz nicht-medikamentöser Ansätze zu verleugnen bzw. zu verunglimpfen, mit dem Ziel, Patienten von solchen medizinischen Verfahren abzubringen. Wie erfolgreich diese Branche mit ihrem Ansinnen war, spiegelt sich wieder in der erheblichen Einflussnahme in Bezug auf die Medien, auf Zulassungsbehörden, auf Politiker sowie auf die Inhalte der Schulmedizin und die Schwerpunktsetzung in der medizinischen Forschung. Im Jahr 2005 gab die britische Regierung einen denkwürdigen Bericht heraus, der zahlreiche Empfehlungen enthielt, um eine bessere Regulierung der Pharmaunternehmen in Großbritannien zu erwirken. In diesem Zusammenhang wurden explizit nicht-medikamentöse Behandlungsverfahren genannt. Gleichwohl lässt sich kaum behaupten, seither habe sich irgendetwas an der bestehenden Situation geändert.

Unsere Stiftung ist fest davon überzeugt, dass Patienten etwas Besseres als diesen verheerenden Zustand verdienen. Wir meinen, es ist weit mehr als genug, über 70 Jahre verstreichen zu lassen, um – wie im Fall von Vitamin B2 und dessen nachweislicher Wirksamkeit bei der Kontrolle von Migräne-Schmerzen – die Forschungsergebnisse endlich einmal in die Praxis umzusetzen. De facto ist es heutzutage sogar oftmals so, dass Patienten, die von natürlichen Gesundheitsansätzen erfahren und daraufhin ihren Arzt befragen, ernüchtert feststellen müssen: Dieser weiß überhaupt noch nichts von diesen Forschungserkenntnissen und sieht sich daher außerstande, solche Therapien zu verschreiben. Die Unhaltbarkeit eines derartig skandalösen Zustandes versteht sich von selbst; erst recht da dieses Gesundheitssystem für sich in Anspruch nimmt, ein wissenschaftlich basiertes zu sein.

Die Option, natürliche Gesundheitsansätze nutzen zu wollen, muss ein Menschenrecht werden. Patienten sollte die volle Kontrolle über ihre Behandlungsalternativen gegeben werden, während Ärzte ihnen – falls nötig – beratend zur Seite stehen. Unter keinen Umständen sollte von ihnen eine ideologische Beschränkung ausgehen, sondern die Patienten sollten in die Lage versetzt werden, die für ihre Gesundheit beste Entscheidung treffen zu können. Den meisten von uns ist das Konzept der Wahlfreiheit aus anderen Lebensbereichen bereits vertraut. Dieses auch auf unsere Gesundheitssysteme zu übertragen und gesetzlich zu verankern, dass jeder Mensch das Recht hat, selbst darüber zu bestimmen, wie mit seinem eigenen Körper umgegangen wird – darin besteht im Grunde unser vorzüglichstes Anliegen.

6. Juni 2017

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