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Welt-AIDS-Tag: Wachsende Spinnennetze und Ignoranz von Wissenschaft

Seit 1988 wird der 1. Dezember als Welt-AIDS-Tag ausgerufen. Als einer von acht seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgehobenen Jahrestage dient er dazu, die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die jeweilige Gesundheitskampagne zu lenken. Der Schwerpunkt der Initiative 2015 bestand darin, zu „betonen, dass die Ausweitung antiretroviraler (ARV) Therapien auf alle mit HIV lebenden Menschen, den Schlüssel zur Beendigung der AIDS-Epidemie binnen einer Generation darstellt“. Es hat somit den Anschein, als besäßen die für diese Kampagne verantwortlichen Behördenvertreter keinerlei Kenntnis über die große Menge wissenschaftlicher Studien, die heutzutage die Wirksamkeit von Vitaminen und anderen Mikronährstoffen bei der Kontrolle von HIV und AIDS dokumentieren. Entweder dies, oder aber diese „Gesundheitsexperten“ führen ganz bewusst die weltweit 35 Millionen Menschen, die nach Angaben des offiziellen WHO-Bericht mit HIV/AIDS leben, in die Irre, genauso wie die 1,5 Millionen Menschen, die jedes Jahr an AIDS-bezogenen Krankheiten sterben.

Zwar kann positiv vermerkt werden, dass die WHO im Laufe des letzten Jahrzehnts etwas von ihrer starren Haltung abgerückt ist, nämlich zugunsten einer Kontrolle von HIV/AIDS mithilfe natürlicher Mittel: Noch im Jahr 2005 war die Organisation gemeinsam mit der BBC und anderen Mediengruppierungen ganz vorn mit dabei, als die Angriffe gegen Dr. Rath gefahren wurden und unsere gesundheitlichen Aufklärungskampagnen über den Nutzen von Vitamintherapien für HIV/AIDS-Patienten in den Dreck gezogen wurden. Heute gehören solche Attacken der Vergangenheit an, und die WHO, indem sie inzwischen eine Vertiefung der Forschung in Richtung Mikronährstoffe einfordert, erkennt zumindest an, dass die Nachweise über den Nutzen von Nahrungsergänzungsstoffen nun einmal auf dem Tisch liegen, und sie weiß auch, dass dieser Ansatz für HIV-infizierte Schwangere keine Gefahr bedeutet.

Dennoch bedarf die Gesamtposition der WHO in Sachen Ernährung und HIV/AIDS einer gründlichen Überarbeitung. So unterscheiden sich die Ernährungsempfehlungen für HIV-Infizierte und AIDS-Patienten praktisch nicht von denen für Nicht-Infizierte. Anstatt gezielte Zufuhrempfehlungen auszusprechen, erachtet die WHO eine so genannte „ausgewogene Ernährung“ für fast jeden als ausreichend. Hinzu kommt das Verharren auf der Empfehlung, dass Menschen mit einer positiven HIV-Diagnose so früh wie nur möglich jene toxischen ARV-Medikamente verabreicht werden sollten.

Doch während die WHO und ihre Webseite im Lauf des letzten Jahrzehnts einem weit ausgedehnten Spinnennetz immer ähnlicher geworden sind, ist die wissenschaftliche Forschung hinsichtlich der Supplementierung von Mikronährstoffen bei HIV/AIDS rasant emporgeschossen. Seither fand der Ansatz Dr. Raths eine umfassende Bestätigung, und an der Wirksamkeit von Mikronährstoffen bei der Kontrolle dieses globalen Gesundheitsproblems kann es aus wissenschaftlicher Sicht keinen Zweifel mehr geben.

Zehn Jahre zuvor führte unsere Stiftung in Kooperation mit der South Africa National Civic Organization (SANCO) ein gemeindebasiertes Gesundheitsprogramm in Südafrika durch. Das mithilfe unserer Partnerorganisation vor Ort an 748 teilnehmende AIDS-Patienten bereitgestellte Mikronährstoffprogramm wurde von uns gespendet. Nach 10 bis 12 Wochen berichteten die Patienten über signifikante Verbesserungen ihres Gesamtgesundheitszustands und über eine Reduzierung sämtlicher AIDS-definierenden Merkmale – einschließlich anhaltendem Fieber, hartnäckigem Husten, chronischem Durchfall, Gewichtsverlust, Infektionen und einer Reihe anderer AIDS-typischer Symptome – um bis zu 78%.

Eine besonders bemerkenswerte Bestätigung erfuhren diese Resultate durch eine unabhängige klinische Studie, die im November 2013 erschien und durch die untermauert wurde, dass HIV-Infizierte von einer langfristigen Ergänzung von Multivitaminen und Selen profitieren, weil dadurch das Risiko für Immunschwäche und der damit einhergehenden Anfälligkeit gegenüber Krankheiten reduziert wird. Durchgeführt wurde diese Studie in Botswana über einen Zeitraum von 24 Monaten. Veröffentlicht wurde sie im Journal of the American Medical Association (JAMA), der weltweit meistgelesenen medizinischen Fachzeitschrift. Hervorzuheben ist, dass die 878 Patienten, die an dieser Studie teilnahmen, nie zuvor der Behandlung mit den giftigen ARV-Medikamenten ausgesetzt waren.

Angesichts der Tatsache, dass sich mittlerweile sogar Dr. Luc Montagnier, Träger des Nobelpreises für Medizin im Jahr 2008 aufgrund der Entdeckung des HI-Virus, im Kampf gegen HIV/AIDS zugunsten von Ernährung und der herausragenden Rolle von Mikronährstoffen ausgesprochen hat, ist die Position der WHO geradezu altertümlich und steht völlig verquer zum aktuellen Forschungsstand. Vor diesem Hintergrund ist das – selbst anlässlich des Welt-AIDS-Tages noch immer andauernde – Ausbleiben von Empfehlungen einer vitaminreichen Ernährung für HIV/AIDS-Patienten eine verpasste Chance. Sofern die WHO diesem Anspruch nicht gerecht wird und ihre Ernährungsempfehlungen nicht schleunigst anpasst, werden unweigerlich jene Rufe lauter, die eine Ablösung dieser Organisation durch ein internationales Gremium einfordern, welches wirklich die Gesundheitsinteressen der Weltbevölkerung vertritt.

8. Dezember 2015

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