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Der besondere Nutzen einer Mikronährstoff-Synergie bei Leukämie

Leukämie-Zellen unter einem hochauflösenden Elektronenmikroskop. Die fortlaufende Bildung kollagenverdauender Enzyme wird durch rote „Pacmen“ dargestellt. Mehr zu diesem Prozess erfahren Sie im Buch „Krebs – Das Ende einer Volkskrankheit“ von Dr. M. Rath und Dr. A. Niedzwiecki.

Jedes Jahr erkranken etwa 11.400 Menschen in Deutschland an Leukämie, etwa 6 Prozent davon sind Kinder unter 15 Jahren. Die Leukämie ist eine Krebserkrankung des Knochenmarks, in dem fast alle Blutzellarten des Menschen gebildet werden. Gekennzeichnet ist die Leukämie durch die übermäßige Produktion weißer Blutzellen (Leukozyten).

Je nachdem, welche Zellart betroffen ist, unterscheidet man folgende vier Leukämiearten: akute myeloische Leukämie (AML), akute lymphatische Leukämie (ALL), chronisch myeloische Leukämie (CML) und chronisch lymphatische Leukämie (CLL).

Zu den möglichen Ursachen einer Leukämieerkrankung zählen zahlreiche Faktoren wie z.B. Strahlenbelastungen (durch Röntgen- oder Radiotherapie, CT-Scan etc.), Umweltbelastungen, Viren wie das humane T-Lymphotrope Virus 1 (HTLV-1) und HIV oder Belastungen durch Benzol (z. B. Tabakrauch, Autoabgase) und chemische Substanzen (z.B. Haarfärbemittel). Auch Chemotherapeutika, die bei der Behandlung von Krebserkrankungen zum Einsatz kommen, sowie genetische Krankheiten wie das Down Syndrom gehen oft mit Leukämie einher.

Bei der konventionellen Behandlung der Leukämie – vor allem durch Chemotherapie – beträgt die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate lediglich 50 bis 60 Prozent. Das heißt, jeder zweite Leukämie-Patient ist 5 Jahre nach Beginn der Chemotherapie tot.

Alternative Behandlungsmethoden sind also dringend erforderlich.

Mehr als 90% der krebsbedingten Todesfälle sind auf eine massenhafte Ausbreitung von Krebszellen im Körper (Metastasierung) zurückzuführen. Dies trifft auch auf Leukämiezellen zu. Leukämie- Patienten sterben an einem Versagen der „Filterorgane“ des Körpers, wie Leber und Milz, weil Millionen weißer Blutzellen, die enorme Mengen kollagenverdauender Enzyme produzieren, invasionsartig aus dem Blut in diese Organe eindringen und sie buchstäblich von innen heraus „verdauen“.

Wir haben am Dr. Rath Forschungsinstitut die Wirkung verschiedener Mikronährstoffe auf HTLV-1-abhängige Leukämiezellen untersucht. Vitamin C war einzeln angewendet in der Lage, das Wachstum der Blutkrebszellen zu hemmen und den Zelltod (Apoptose) einzuleiten1. Die Absonderung und Aktivität der kollagenverdauenden Enzyme (Metalloproteinasen, MMP) konnte durch die Gabe von Lysin vermindert werden2. Auch Grüntee-Extrakt hatte eine hemmende Wirkung auf die Absonderung der MMP-Enzyme und konnte den Zelltod auslösen3.

In unserer neuesten Studie4 zur Wirksamkeit von Mikronährstoffen bei Leukämie haben wir eine Mikronährstoff-Kombination aus u.a. Vitamin C, Lysin, Prolin, Grüntee-Extrakt und Arginin untersucht. Die Ergebnisse unserer Untersuchung zeigen, dass die Mikronährstoffe kombiniert angewendet viel wirksamer waren als in der Einzelanwendung. Bereits in der niedrigsten Konzentration war die Kombination in der Lage, Produktion, Absonderung und Aktivität der Metalloproteinasen wirksam zu hemmen. Bei maximaler Mikronährstoff-Konzentration konnten die MMP-Enzyme fast vollständig gehemmt werden.

Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass die von uns getestete Mikronährstoff-Kombination eine sichere und wirksame Maßnahme zur erfolgreichen Kontrolle der Leukämie ist.

Quelle:

  1. Harakeh S, et al, Anticancer Res. 2007 Jan-Feb;27(1A):289-98.
  2. Harakeh S, et al, Chem Biol Interact. 2006 Dec 1;164(1-2):102-14.
  3. Harakeh S, et al, Asian Pac J Cancer Prev. 2014;15(3):1219-25.
  4. Harakeh S, et al, Int J Oncol. 2014 Nov;45(5):2159-66. Epub 2014 Sep 3.


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