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Mikronährstoff-Synergie hilft bei Knochenkrebs

Der Knochenkrebs (Osteosarkom) ist die achthäufigste Krebsform bei Kindern.

Mit 200 Neuerkrankungen pro Jahr allein in Deutschland ist das Osteosarkom die häufigste Form von Knochenkrebs. Es tritt hauptsächlich bei Kindern und jungen Erwachsenen zwischen 10 und 30 Jahren auf. Aber auch Menschen über 60 sind häufiger von dieser Knochenkrebsart betroffen.

Die ersten Anzeichen für ein Osteosarkom, wie Knochenschmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen, sind schwer zu deuten und werden oftmals fälschlicherweise als Wachstumsbeschwerden (bei Kindern) oder Arthritis (bei älteren Erwachsenen) diagnostiziert.

Das Osteosarkom tritt besonders häufig in den Röhrenknochen der Arme und Beine auf. Diese Bereiche des Körpers sind durch eine sehr hohe Stoffwechselaktivität gekennzeichnet, insbesondere während der Wachstumsphase von Kindern und Jugendlichen sowie während des Knochenabbaus im Alter.

Der Aufbau der Knochen geht mit einer Umstrukturierung des Knochengewebes einher, bei der kollagenverdauende Enzyme (Metalloproteinasen, MMP) eine große Rolle spielen. Dies erklärt, warum das Risiko für Knochenkrebs in diesen Altersgruppen so hoch ist: Krebszellen benutzen genau diese MMP-Enzyme, um das sie umgebende Bindegewebe aufzulösen und sich im Körper auszubreiten.

Am Dr. Rath Forschungsinstitut haben wir die Wirkung bestimmter kollagenaufbauender Mikronährstoffe auf das Tumorwachstum bei Mäusen mit Osteosarkom untersucht. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Mäuse, die zusätzlich mit Mikronährstoffen, wie z.B. Vitamin C, Lysin, Prolin und Grünteeextrakt versorgt wurden, im Vergleich zu den Mäusen der Kontrollgruppe 53% kleinere Tumoren entwickelten1.

Darüber hinaus waren diese Mikronährstoffe in der Lage, das Krebszellwachstum, die Absonderung der Metalloproteinasen sowie die spezifischen Wachstumsfaktoren für die Ausbildung neuer Tumorblutgefäße zu hemmen. Auf diese Weise wurde die Blutversorgung der Tumoren und damit auch ihr Wachstum wirksam verringert.

Vitamin C, Lysin, Prolin und andere Mikronährstoffe unterstützen die Bildung von stabilem Bindegewebe, das eine natürliche Barriere zum Schutz vor dem Eindringen von Krebszellen darstellt. In einer weiteren Studie haben wir dieselbe Mikronährstoff-Kombination deshalb hinsichtlich ihrer Fähigkeit untersucht, das Bindegewebe zu stärken und die invasionsartige Ausbreitung der Osteosarkom-Zellen zu hemmen2.

Wir stellten fest, dass die Mikronährstoffe in der Lage waren, das Wachstum der Krebszellen um 70% zu hemmen und ihr Eindringen (Invasion) in benachbartes Gewebe zu unterdrücken. Zusätzlich wurde unter Anwendung dieser Mikronährstoffe das Bindegewebe deutlich gestärkt, so dass dieses der auflösenden Wirkung der MMP-Enzyme standhalten konnte.

Knochenkrebs zeichnet sich durch sein hohes Ausbreitungspotential aus. In 20 bis 25% aller Erkrankungsfälle ist das Osteosarkom bei Diagnosestellung bereits in die Lunge oder andere Knochen metastasiert. In diesem Stadium ist die Krankheit nur noch schwer zu behandeln. Trotz aggressiver Therapien wie Amputation, Chemotherapie und Bestrahlung liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei gerade einmal 15 bis 30%.

Unsere Studienergebnisse zeigen, dass Mikronährstoffe eine wirksame Alternative zum Schutz vor der Ausbreitung dieser Krebsart darstellen.

Quelle:

  1. MW Roomi, et al, Medical Oncology 2006, 23(3): 411-417
  2. V. Ivanov, et al., Medical Oncology 2007, 24(2): 209-217


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