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Dr. Matthias Rath
4. Januar 2007
David Remnick, Herausgeber
The New Yorker
Herzlichen Dank für Ihre E-Mail-Antwort vom 3. Januar 2007, die von meinem Rechtsanwalt an mich weitergeleitet wurde.
Ich betrachte Ihren Vorschlag für ein telefonisches Gespräch mit Michael Specter nicht als Lösung für das gravierende Problem, das AIDS darstellt. Die Debatte über die Kontrolle dieser globalen Epidemie ist eine außerordentlich ernste Angelegenheit und kann nicht bei einem Telefonat „in letzter Minute“ und einem dringenden Termin von nur wenigen Stunden beigelegt werden.
Nach eigenen Darstellungen hat Michael Specter mehrere Monate für seinen Artikel recherchiert, ohne sich ernsthaft darum zu bemühen, mit mir Kontakt aufzunehmen. Die einzige Mitteilung, die ich von ihm erhalten habe, war eine E-Mail von 20 Zeilen vom 29. Dezember 2006, die direkt an meinen Rechtsanwalt adressiert war.
Nachdem ich über das Interesse von „The New Yorker” informiert wurde, einen Artikel über AIDS, Südafrika und die Arbeit unserer Stiftung dort zu veröffentlichen, kam ich Ihrer Bitte in verantwortlicher Weise nach. Ich machte mir die Mühe, eine umfassende, zehnseitige Übersicht über die wissenschaftlichen Fakten, die Arbeit unseres Instituts und unserer Stiftung zu wirksamen und sicheren Behandlungen für die AIDS-Epidemie zu verfassen. Ich habe gestern einen weiteren sorgfältig zusammengestellten Brief an Sie geschickt.
Die umfassenden wissenschaftlichen und medizinischen Informationen in meinen Briefen sollten Ihnen die Möglichkeit geben, den Artikel von Michael Specter zu prüfen und eine angemessene Entscheidung zu treffen.
Ich bin weiterhin bereit, einen Beitrag zu einem Artikel in „The New Yorker” zu schreiben, der die Leser dieser Zeitung über wissenschaftlich fundierte Möglichkeiten zur Bekämpfung der AIDS-Epidemie in objektiver und sachlicher Weise informiert.
Wenn das das Ziel von „The New Yorker” ist, werde ich – und auch mein Forschungsteam – weiterhin als Wissenschaftler, Berater oder Interviewpartner für einen fundierten Austausch von wissenschaftlichen Informationen über die Bekämpfung von AIDS mit Ihrer Zeitung zur Verfügung stehen.
Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Matthias Rath
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