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Chemoprävention des oralen Krebses durch grünen Tee.

Gen Dent 2002 Mar-Apr; 50(2): 140-6

Hsu SD; Singh BB; Lewis JB; Borke JL: Dickinson DP; Drake L; Caughman GB; Schuster GS
Abteilung für Orale Biologie und Pathologie des Kiefers und des Gesichts, Schule für Zahnheilkunde, Medical College of Georgia, Augusta, USA

Grüner Tee ist seit vielen Jahrhunderten ein beliebtes Getränk. Erst kürzlich jedoch wurde die krebsschützende Wirkung der Bestandteile des grünen Tees entschlüsselt. Bei den Polyphenolen des grünen Tees wurde festgestellt, dass sie die Apoptose (programmierte Zelltötung) bei zahlreichen Arten von Tumorzellen herbeiführen, so auch bei oralen Krebszellen. Die Mechanismen, die es jedoch den normalen Zellen ermöglichen, der apoptotischen Wirkung zu entkommen, werden nach wie vor noch diskutiert. Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden das Zellwachstum und das Eindringungen in Zusammenhang mit Apoptose-Versuchen dazu herangezogen, um die Wirkungen von Extrakten des grünen Tees, von Polyphenolen des grünen Tees und dem wirksamsten Polyphenol des grünen Tees (-)-Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) bei normalen menschlichen Keratinozyten und oralen Karzinomzellen zu untersuchen. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass der grüne Tee und dessen Bestandteile selektiv eine Apoptose nur bei oralen Karzinomzellen induzieren. EGCG war in der Lage, das Wachstum und das Eindringen oraler Karzinomzellen zu hemmen. Diese unterschiedlichen Reaktionen in bezug auf den grünen Tee und dessen Bestandteile zwischen normalen und bösartigen Zellen wurden mit der Induktion von p57, einem Regulator des Zellzyklus, in Zusammenhang gebracht. Diese Daten deuten darauf hin, dass die chemopräventiven Wirkungen der Polyphenole des grünen Tees einen durch p57 ermittelten Überlebensweg bei normalen epithelialen Zellen einbeziehen, während orale Karzinomzellen einen apoptotischen Weg verfolgen. Deshalb könnte der regelmäßige Genuss von grünem Tee bei der Prävention des oralen Krebses von Vorteil sein.

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