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Epigallocatechin-3-Gallat reduziert die VEGF-Produktion in Kopf-, Nacken- und Brustkarzinomzellen durch die Hemmung EGFR-beeinflusster Wege der Signalübertragung

Masuda M, Suzui M, Lim JT, Deguchi A, Soh JW, Weinstein IB.
Herbert Irving Comprehensive Cancer Center, Schule für Ärzte und Chirurgen, Columbia University, HHSC-1509, 701 W. 168th Street, New York, NY 10032, USA.

In einer kürzlichen Studie mit squamösen Karzinomzellen von Kopf- und Nacken (HNSCC) stellten wir fest, dass Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG), ein biologisch aktiver Hauptbestandteil des grünen Tees, die Aktivierung des Epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFR) und die damit verbundenen Signalwege hemmt. Da die Aktivierung von EGFR-Signalwegen mit der Angiogenese verbunden ist, untersuchten wir die Wirkungen von EGCG auf die Bildung des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF) mittels YCU-H891 HNSCC und MDA-MB-231 Brustkarzinom-Zelllinien. Wir hatten festgestellt, dass beide Zelllinien eine autokrine Aktivierung von Signalwegen des transformierenden Wachstumsfaktors alpha (TGF-alpha)/EGFR zeigen und hohe VEGF-Mengen erzeugen. Eine Behandlung mit EGCG hemmte die Aktivierung von EGFR, Stat3 und Akt bei beiden Zelllinien. Diese Veränderungen waren mit der Hemmung der Aktivität des VEGF-Promotors und der Zellproduktion von VEGF verknüpft. Mechanistische Studien zeigten, dass die Hemmung von Stat3, jedoch nicht der mitogen-aktivierten Proteinkinase (MEK)1 oder der Phosphatidylinositol 3-Kinase (PI3K) die Aktivität des VEGF-Promotors signifikant verminderte. Allerdings waren die hemmenden Effekte eines dominant negativen Stat3 auf die VEGF-Freisetzung nicht so stark wie die durch EGCG erzeugten Effekte. Eine Analyse alternativer Reaktionswege zeigte, dass EGCG die konstitutive Aktivierung von NF-kappa B in beiden Zellinien stark hemmte und dass ein NF-kappa B Hemmer die VEGF-Produktion stark einschränkte. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass EGCG die VEGF-Produktion hemmt, indem es sowohl die konstitutive Aktivierung von Stat3 und NF-kappa B, jedoch nicht die der über ein extrazelluläres Signal regulierten Kinase (ERK) oder Akt, in diesen Zellen blockiert. Deshalb kann EGCG für die Behandlung von HNSCC und Brustkarzinomen nützlich sein, da es sowohl antiproliferative als auch antiangiogene Wirkungen ausübt.

Anm.:
Angiogenese = Bildung neuer Blutgefäße, Voraussetzung des Wachstums von Tumorgewebe

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